Spielberichte 2022/2023

SV Lok Schleife - NSV Gelb-Weiß Görlitz 28:27 (11:14)
Verdienter Punkt konnte leider nicht eingesammelt werden

Am Samstag reisten 11 Gelb-Weiße zum Auswärtsspiel bei SV Lok Schleife. Im Hinspiel konnte man eine 12:9-Halbzeit-Führung nicht über die Zeit bringen und verlor ein kämpferisches Spiel mit 21:24. Dieses Mal wollten es die NSV-Spieler besser machen, aber durch die Ausfälle von Max Weinhold, David Stasiak und Lennard Mischock sowie Lukasz Szenkiel waren die personellen Möglichkeiten begrenzt. Hinzu kam das Haftmittelverbot in der schicken Schleifer Halle. Mit klaren Vorgaben ausgestattet begannen die Görlitzer das Spiel, kamen aber weder mit dem Ball noch mit sich selbst zurecht. Erst in der 10. Minute erzielte Julian Saling das erste Tor. Da die heimische Lok auch noch nicht auf Temperatur war, bedeutete dies nur einen 3:1-Rückstand. Die NSV-Abwehr bekam nun Zugriff auf die gegnerischen Spieler und auch im Angriff gelangen erfolgreiche Abschlüsse. Über ein 4:4-Unentschieden ging es bis zum 5:10 für die Görlitzer nach vorn, dabei wurden aber noch erkämpfte und teilweise geschenkte Bälle nicht genutzt. Schleife kam noch einmal zurück und egalisierte zum 11:11, aber die Seiten wurden mit einem 11:14 für den NSV gewechselt. Es gab nicht viel zu bemängeln – außer die Fehler- und Wurfquote – aber gleichzeitig erging die Warnung, dass dieses Spiel nur mit viel kämpferischen Willen und Laufbereitschaft gewonnen werden kann. Vor allem sollte der Start in die zweiten 30 Minuten nicht so wie der Spielbeginn verschlafen werden. Aber wie so oft, Vorgaben und Umsetzung sind zwei Paar Schuhe und Schleife erzielte in der 33. Minute den 14:14-Ausgleich. Von da an war es ein ausgeglichenes und spannendes Spiel. Erst mit dem 17:19 konnten sich die Gelb-Weißen wieder einmal mit 2 Toren absetzen und beim 18:21 waren es sogar 3. Aber es gelang – trotz guter Möglichkeiten – nicht den Sack zuzumachen. Schleife glich zum 23:23 aus. Die Gelb-Weißen waren nur kurz geschockt und erhöhten den Spielstand noch einmal auf 23:25. Und wieder wurde nicht energisch genug die Entscheidung erzwungen. Schleife glich erneut aus und ging sogar mit 26:25 in Front. Die offensive Abwehr der Hausherren schmeckte den Gelb-Weißen überhaupt nicht und dennoch stand es bei noch 3 Minuten Spielzeit 27:27. Beide Mannschaften vergaben mehrfach die  Chance auf den Führungstreffer. 40 Sekunden vor Schluss waren es die Schleifer, die ein Tor erzielten. 20 Sekunden vor Schluss wurde in der Auszeit der finale Spielzug besprochen und der Torhüter zugunsten eines siebten Feldspielers rausgenommen. Aber irgendwie die Vorgabe nicht angekommen zu sein und die Görlitzer vergaben leichtfertig und unkoordiniert die Chance zum Ausgleich. Schleife gewann am Ende ein umkämpftes Spiel glücklich mit 28:27, wobei im Nachgang beide Seiten feststellten, dass ein Unentschieden das gerechtere Ergebnis gewesen wäre. So aber fuhren die Gelb-Weißen mit leeren Händen nach Hause und haben nun bis zum 12.03. Zeit, Verletzungen zu kurieren und im Training Spielzüge und Torwürfe zu üben. Am Sonntag, den 12.03.2023 empfängt man dann in der Jahnsporthalle die SG Sohland/Friedersdorf.
Tor: Sebastian Fiebig, Markus Wiedemann
Feld: Julian Saling (3 Tore/1 Siebenmeter), Matthias Hutter (3), Marius König (2), Thomas Seeliger (1), Ronny Effenberger (n.e.), Louis Schilling (2), Matthias Krausche (3), Michael Gräber (8), Ronny Blümke (5/4)
Gelbe Karten: Görlitz 1, Schleife 1
Zeitstrafen: Görlitz 0, Schleife 2
Siebenmeter: Görlitz 6, Schleife 4

NSV Gelb-Weiß Görlitz - SV Koweg Görlitz II      31:31 (16:14)
Gerechtes Remis im zweiten Stadtderby der Saison

Am Samstagabend kam es in der Jahnsporthalle zum zweiten Stadtderby in der Ostsachsenliga. Gastgeber NSV Gelb-Weiß Görlitz traf auf das Juniorteam des SV Koweg Görlitz. Im hart umkämpften Hinspiel siegten die Gelb-Weißen knapp mit 20:21 und solch ein Ergebnis war für die Gelb-Weißen auch in diesem Spiel das Ziel. Die Vorzeichen standen gut, da man mit gut besetzter Bank in das Spiel startete. Gewarnt war man vor den technisch gut ausgebildeten, schnellen Spielern und so sollte aus einer stabilen Abwehr im Angriff das Tempo des Gegners mitgegangen werden. Den besseren Start erwischten aber die Blau-Gelben und gingen folgerichtig mit 1:3 (4.Minute) in Führung. Diese wurde anschließend durch sehr schnelles Umschaltspiel sogar auf 2:6 ausgebaut. Aber die Gelb-Weißen waren auf so eine Phase vorbereitet und spielten weiterhin ihr Spiel. Mit 4 Toren in Folge sowie einem gehaltenen Siebenmeter wurde in der 12. Minute der 6:6-Ausgleich erzielt. Und nicht nur das, mit zunehmender Spieldauer stellte sich die Abwehr auf die Koweg-Angriffe ein und in der 21. Minute führten die Hausherren mit 12:9. Bis zur Pause konnte der Vorsprung nicht gehalten werden aber mit einem nicht so erwarteten 16:14 ging es in die Kabine. Dass auf beiden Seiten die Torhüter einige Chancen zu Nichte machten, führte dazu, dass in diesem schnellen und spannenden Spiel nicht mehr Tore auf der Anzeigetafel erschienen. Für die Gelb-Weißen gab es nicht viel zu bemängeln in der Halbzeitansprache und so galt es, weiterhin das Tempo mitzugehen und vor allem in Führung oder bei Rückstand zumindest dranzubleiben. Das Spiel blieb auch in der zweiten Halbzeit spannend. Bis zur 37. Minute konnte Koweg den Rückstand nicht wirklich verkürzen, aber die Gelb-Weißen sich auch nicht absetzen. Doch die folgenden Minuten gehörten dem NSV und so führte dieser zu diesem Zeitpunkt verdient mit 24:20. Doch das Juniorteam vom Stadtrivalen ließ sich nicht unterkriegen. Weiterhin das Tempo sehr hochhaltend erkämpften sie sich in der 51. Minute den 24:24-Ausgleich. Die Bank der Gelb-Weißen versuchte, diesen Lauf mit einer Auszeit zu stoppen und für die letzten Minuten die richtigen Anweisungen zu geben. Dies gelang auch und ab da fielen die Tore wieder auf beiden Seiten. Koweg ging beim 26:27 erstmals seit dem 6:7 (13. Minute) wieder in Führung. Nun war es an den Gelb-Weißen das Spiel nicht vollends aus der Hand zu geben und mit Max Weinhold fand sich auch der passende Spieler. Die offensive Koweg-Abwehr erschwerte das gelb-weiße Spiel aber mit Durchsetzungsvermögen erzielte Max Weinhold schöne Treffer aus dem Rückraum. So blieb es bis zum Schluss spannend und 20 Sekunden vor dem Ende beim Spielstand von 30:30 nahm die NSV-Bank die letzte Auszeit. Der Ball sollte möglichst nicht verloren und somit das Unentschieden gesichert werden. Aber mit schnellem Spiel wurde erneut Max Weinhold in Wurfposition gebracht und erzielte 12 Sekunden vor dem Ende die 31:30-Führung. Leider konnte der schnelle Gegenangriff des Juniorteams nicht entscheidend gestoppt werden und 1 Sekunde vor Abpfiff erzielte Julien Seidel den 31:31-Ausgleich. Somit endete das Stadtderby vor zahlreichen Zuschauern nach spannenden 60 Minuten Unentschieden. Normalerweise fragt man sich bei solchen Spielen, ob es ein gewonnener oder verlorener Punkt ist. Doch nach dem Spielverlauf ist es ein absolut gerechtes Ergebnis und beide Mannschaften sollten damit zufrieden sein. Bevor es für die Gelb-Weißen in eine längere Pause geht, muss noch nächste Woche bei SV Lok Schleife angetreten werden und Koweg reist nach Cunewalde.
NSV spielte mit:
Tor: Lukasz Szenkiel, Markus Wiedemann
Feld: Matthias Krausche (8 Tore/3 Siebenmeter), Julian Saling (4), Ronny Blümke (1), Thomas Seeliger (3), Matthias Hutter, Ronny Effenberger, Lennard Mischock (1), Marius König, Michael Gräber (6), Max Weinhold (8), Tony Klose
Koweg spielte mit:
Tor: Dominik Herbst, Laurenz Valtin, Maximilian Schwerdtfeger
Feld: Julien Seidel (6/3), Bruno Neumann (5), Max Fiedler (1), Tom Sobanski (1), Julius Just (3/2), Roberto Savic (4), Leon Seifert (1), Jacob Czarnowsky (3), Marc Gähler (4), Marvin Joe Tausche, Simon Kiock (3)
Gelbe Karten: NSV 2, Koweg 2
Zeitstrafen: NSV 4; Koweg 4
Siebenmeter: NSV 3, Koweg 7

NSV Gelb-Weiß Görlitz - SV Rot-Weiß Sagar       27:25 (14:11)
Sonntag-Mittag wichtige Punkte eingefahren

Zum Rückrundenauftakt bekam es die Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz mit dem direkten Tabellennachbarn SV Rot-Weiß Sagar zu tun. Diese Mannschaft schlug letzte Woche den SV Koweg Görlitz II (nächster Gegner der Gelb-Weißen) und somit waren die Görlitzer gewarnt. Und egal welche Spieler bei den Rot-Weißen auflaufen, es wird immer bis zum Ende gekämpft und meist waren die Spiele gegeneinander sehr eng. Der NSV hatte erneut Ausfälle zu beklagen, konnte aber auch wieder Spieler zum Anpfiff begrüßen. So ging es mit einem 11:11 Spielerverhältnis in diese wichtige Partie. Der NSV wollte diesen Sonntagvormittag unbedingt die Punkte in der Jahnhalle behalten und so sollte von Anfang an mit voller Konsequenz agiert werden. Aber es zeigte sich von Beginn an, dass dieses Spiel über die gesamte Zeit spannend bleiben sollte. Anfänglich gingen die Gelb-Weißen immer in Führung, aber Sagar egalisierte meist. Beim 6:7 erzielte Sagar sogar die erste eigene Führung im Spiel und fortan liefen die Gelb-Weißen hinterher. Bis zum 11:11 blieb es eng, aber kurz vor der Pause bedeuteten drei schnelle Tore für den NSV eine 3-Tore-Führung (14:11). Während die Abwehr ordentlich arbeitete, waren im Angriff zu oft Fehler und vor allem Fehlwürfe im Spiel. So galt es in der zweiten Halbzeit mehr Konzentration in die Würfe zu legen, da vielfach gute Chancen da waren, aber einfach nicht genutzt wurden. Den besseren Start erwischten dann die Gäste aus dem Landkreis-Norden. Nach 37 Minuten stand es 17:17 und zwei Minuten später gar 17:18. Die Görlitzer machten sich das Leben durch viele unplatzierte Würfe selbst schwer, holten sich aber mit einem 4:0-Lauf die Führung zurück (21:18). Diese hielt auch bis zum 24:21 in der 53. Minute. Aber Sagar gab natürlich nicht auf und verkürzte bis auf 1 Tor (24:23). Aber die Görlitzer spielten nun konzentriert weiter und behielten den Kopf oben. Immer wieder wurde der 2-Tore-Abstand hergestellt und Sagar konnte nur dranbleiben. Beim Stand von 26:25 und Auszeit von Sagar galt es noch einmal, alle Kräfte zu mobilisieren und sich nicht selbst um die gewollten zwei Punkte zu bringen.  Die Abwehr stand sicher und mit einem Gegenstoss von Julian Saling wurde der Endstand von 27:25 vierzig Sekunden vor Schluss erzielt. Sagar schaffte es nicht mehr, die Abwehr zu überwinden und so gewannen die Gelb-Weißen dieses wichtige Spiel und die zwei Punkte. Nächste Woche kommt es zum dritten Heimspiel in Folge – zu Gast im Stadtderby ist die zweite Vertretung des SV Koweg Görlitz. Anwurf ist zur gewohnten Zeit – Samstag 18.00 Uhr.
Tor: Sebastian Fiebig, Markus Wiedemann
Feld: Lennard Mischock (4 Tore/2 Siebenmeter), Ronny Blümke, Ronny Effenberger (n.e.), Thomas Seeliger (2), Matthias Hutter (2), Max Weinhold (6/1), Matthias Krausche (7), Marius König, Julian Saling (6)
Gelbe Karten: Görlitz 0, Sagar 1
Zeitstrafen: Görlitz 2; Sagar 2
Siebenmeter: Görlitz 3, Sagar 2

NSV Gelb-Weiß Görlitz – HVH Kamenz 21:22 (09:14)
Starker Kampf wird am Ende nicht belohnt

Zum Hinrundenende am Jahresanfang in der Ostsachsenliga empfing die Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz den HVH Kamenz. Diese Mannschaft thront zurzeit ganz oben in der Tabelle und ist seit Jahren in der Ostsachsenliga die Top-Mannschaft. zurück. Die Bank war nicht übermäßig voll und so wollten die Gelb-Weißen die Gäste aus der Lessingstadt so lange wie möglich ärgern, um am Ende zu sehen, ob vielleicht doch ein Punkt möglich wäre. Der Beginn ließ sich recht gut an. In der 6.Minute führten die Görlitzer mit 4:1. Doch dies sollte nicht die Sicherheit geben, die gebraucht würde. Kamenz ist abgezockt genug, mit solch frühen Rückständen umzugehen. Und dies taten sie in den folgenden Minuten. Auch eine Görlitzer Auszeit stoppte sie nicht uns so stand in der 14.Minute ein 0:7-Lauf zu Buche und ein 4:8 auf der Anzeigetafel. Die Gelb-Weißen agierten im Angriff und Abwehr zu passiv und hatten eine hohe Fehlerzahl. Das Kamenz nicht höher führte, lag vor allem an Markus Wiedemann im Tor der Gelb-Weißen. Aber auch er konnte den 9:14-Halbzeit-Rückstand nicht verhindern. In der Pause wurden die Möglichkeiten angesprochen, wie vielleicht doch eine Wende im Spiel erreicht werden könnte. Mit Ball und Überzahl wurde die zweite Hälfte begonnen und man sah den Kampfgeist bei den Gelb-Weißen. Der Vorsprung der Kamenzer wurde nun nicht mehr größer, aber auch nicht wirklich kleiner. Immer wenn die Möglichkeit bestand, weiter heranzukommen, unterlief ein Fehler oder Fehlwurf. Das Spiel wurde härter und konnte nur über den Kampf siegreich gestaltet werden. Alle eingesetzten Spieler kannten das Ziel und gaben ihr Bestes. Bis zur 45.Minute hielt Kamenz den 16:20-Vorsprung. Aber mit zunehmender Spieldauer kamen die Gelb-Weißen, auch in der zweiten Welle heran, schafften aber vorerst, trotz guter Möglichkeiten, nicht den Ausgleich. Diesen erzielten sie in der 55.Minute in Unterzahl durch David Stasiak vom Siebenmeter-Punkt. Kamenz ging im folgenden Angriff wieder in Front. Es verblieben für die Görlitzer noch 4 ½ Minuten. Aber das Glück war nicht auf der NSV-Seite. Sie setzten Kamenz mit offensiverer Abwehr unter Druck und hatten auch Einwurfmöglichkeiten, nur wollte der Ball nicht ins Tor. Kamenz spielte die Zeit clever herunter und konnte so einen hart erkämpften Sieg feiern. Die eingesetzten Spieler der Gelb-Weißen hatten großartig gekämpft, aber waren nur zweiter Sieger – auch weil wieder 4 Siebenmeter nicht im Tor untergebracht werden konnten. Die gezeigte Leistung lässt aber auf nächste Woche hoffen, wenn am Sonntag um 11.00 Uhr in der Jahnsporthalle der SV Rot-Weiß Sagar zu Gast sein wird. Beide Mannschaften stehen im Tabellenkeller, wobei Sagar mit der Empfehlung eines Sieges über das Juniorteam vom SV Koweg Görlitz in die Neißestadt kommt.
Tor: Markus Wiedemann, Lukasz Szenkiel
Feld: Lennard Mischock (4 Tore/2 Siebenmeter), David Stasiak (3/1), Fabian Kühn (1), Matthias Hutter (2), Michael Gräber (1), Thomas Seeliger (1), Matthias Krausche (2), Max Weinhold (7/2), Ronny Blümke (n.e.)
Gelbe Karten: Görlitz 2, Kamenz 2
Zeitstrafen: Görlitz 3, Kamenz 8
Rote Karten: Görlitz 0, Kamenz 1
Siebenmeter: Görlitz 9, Kamenz 5

SSV Stahl Rietschen II - NSV Gelb-Weiß Görlitz 38:27 (17:15)
Im Pokal ausgeschieden

Nach Jahren der Abwesenheit im Ostsachsenpokal meldete die Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz sich diesmal an und bekam in der 1.Runde den Ostsachsenklasse-Vertreter SSV Stahl Rietschen II zu gelost. Dass der Klassenunterschied überhaupt etwas zu bedeuten hat, sahen die Gelb-Weißen nicht. Mit Markus Wiedemann, Matthias Krausche, Matthias Hutter und Julian Saling fielen 4 wichtige Spieler aus und nur Max Weinhold konnte die Mannschaft zusätzlich unterstützen. Die Stahl-Männer sind als Reserve der Verbandsliga-Mannschaft gut ausgebildet und eingespielt, zumal einige von diesen bereits zum Kader der 1.Männermannschaft zählen. Die Görlitzer traten wieder einmal in minimaler Besetzung an und wollten, dass Spiel so lange wie möglich offen halten. Die erste Hälfte zeigte dann auch, dass mit Konzentration und Laufbereitschaft vieles möglich ist. Eine 3:4-Führung des NSV drehte Rietschen zum 6:4 um in der Folgezeit in einen ausgeglichenen Spielverlauf einzuwilligen. Die Görlitzer erkämpften sich noch einmal eine 2-Tore-Führung (11:13), gaben diese aber zur Pause mit 17:15 wieder an die Hausherren ab. Spielerisch und kämpferisch konnte bei den Gelb-Weißen nicht viel bemängelt werden, nur die Fehlerquote bei Abspielen und Torwürfen war zu hoch. Dies lag in erster Linie am total zugeharzten Ball, mit dem die Gelb-Weißen einfach nicht zu recht kamen. In der zweiten Hälfte sollte das Spiel der ersten Hälfte fortgesetzt werden, um am Ende zu sehen, was geht. Aber bereits nach 7 gespielten Minuten musste eine Auszeit her, da beim Spielstand von 23:17 das Spiel zui entgleiten drohte. Aber diese brachte nicht die erwünschte Wende und Rietschen stellte die Weichen auf Sieg. Dem druckvollen Spiel in 1. und 2. Welle der Stahl-Männer hatten die Gelb-Weißen nicht mehr viel entgegenzusetzen. Rietschen spielte dies bis zum Ende und gewann am Ende verdient diese faire Partie mit 38:27. Die fehlenden Wechselalternativen – vor allem im gelb-weißen Rückraum – waren einfach nicht zu kompensieren. Zumindest bot sich Kreisspieler David Stasiak als Rückraumspieler an und machte seine Sache sehr ordentlich. Mit dem Ausscheiden aus dem Ostsachsenpokal endet für den NSV das Sportjahr 2022 und die Spieler wünschen ALLEN eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Start ins Neue Jahr. Am 07. Januar 2023 geht es für den NSV dann mit dem Heimspiel gegen den HVH Kamenz in der Jahnsporthalle weiter.
Tor: Sebastian Fiebig, Lukasz Szenkiel
Feld: Ronny Blümke (8 Tore/2 Siebenmeter), David Stasiak (4), Thomas Seeliger (3), Max Weinhold (5), Lennard Mischock (2), Ronny Effenberger, Michael Gräber (5), David Queisser
Gelbe Karten: Görlitz 3, Rietschen 1
Zeitstrafen: Görlitz 3; Rietschen 2
Rote Karten: Görlitz 1, Rietschen 0
Siebenmeter: Görlitz 3, Rietschen 6

OHC Bernstadt II - NSV Gelb-Weiß Görlitz          24:24 (14:12)
Zum Jahresende einen Punkt erkämpft

Am frühen Samstagnachmittag fand das letzte Punktspiel des Jahres 2022 für die Männer des NSV Gelb-Weiß Görlitz in Bernstadt statt. Der Aufsteiger aus der Ostsachsenklasse – OHC Bernstadt II - stellt eine sehr junge und hungrige Truppe, welche bisher noch nicht ganz in der Liga angekommen ist. Aber die letzten Spiele zeigten, dass man mit dieser Mannschaft rechnen muss. Die Gelb-Weißen rangieren nach der 5 Spiele anhaltenden Niederlagenserie in der Tabelle nur einen Platz vor Bernstadt und wollten dieses Spiel endlich wieder für Punkte nutzen. Die Mannschaft stellte sich schon erwartungsgemäß für ein Auswärtsspiel von selbst auf, wobei mit Julian Saling ein junger Spieler wieder dabei war, dafür fehlten Matthias Hutter und die beiden Torhüter Sebastian Fiebig und Lukasz Szenkiel. Auch fehlten Schiedsrichter auf der Platte, so dass sich zwei Sportfreunde von Bernstadt bereit erklärten, dieses Kellerduell zu leiten – danke dafür. Der Beginn gehörte den Hausherren, denn diese gingen mit 2:0 in Führung. Die Görlitzer nahmen aber ab der fünften Spielminute auch teil und blieben am Gastgeber mehr oder weniger eng dran. Einem 3:3 folgte die Görlitzer 3:4-Führung, nur um in den nächsten Minuten wieder mit 7:4 im Rückstand zu sein. Weiter ging es mit 7:7 und 9:7 und erst beim 10:11 waren wieder die Görlitzer in Vorhand. Aber der Reigen ging weiter und mit der Halbzeitsirene kassierten NSV-Spieler nicht nur das 14:12, sondern auch eine Hinausstellung. In der Pause wurde die wieder einmal nicht unbedingt optimale Chancenverwertung angesprochen und auch die Konzentration sollte in der zweiten Halbzeit auf dem Spiel liegen. Bis zum 17:15 lagen die Bernstädter immer weiter in Führung, aber mit einem 3:0-Lauf wurde die eigene 17:18-Führung erworfen. Aber diese beantwortete Bernstadt mit eigenen 3 Toren und drehte so das Spiel wieder (20:18). Ein Kopftreffer bei einem Konter motivierte Markus Wiedemann im Görlitzer Tor ab der 46. Minute zusätzlich und 2 gehaltene Siebenmeter sowie ein weiterer Wurf ermöglichten den Gelb-Weißen den 20:20-Ausgleich. Eine spannende Schlussphase zeichnete sich ab, in der die Gastgeber stets in Führung gingen und die Görlitzer nachzogen. Als der OHC in Minute 58:05 mit 24:23 führte, hatten beide Mannschaften gute Wurfmöglichkeiten, die aber nicht genutzt wurden. 20 Sekunden vor Schluss nahm der NSV seine dritte Auszeit. Man setzte alles auf eine Karte, nahm den Torhüter zugunsten eines siebenten Feldspielers runter und legte den finalen Spielzug fest. Der funktionierte zwar nicht so wie besprochen, brachte aber kurz vor Ultimo den Ball zu Thomas Seeliger, der am Kreis eine Sekunde vor Schluss den viel umjubelten 24:24-Ausgleichstreffer warf. Alle Spieler kämpften bis zum Schluss und auch die beiden nicht eingesetzten Spieler hatten mit ihrer Motivation auf der Bank Anteil am Erfolgserlebnis. Somit verabschieden sich die Gelb-Weißen mit dem Ende der Niederlagenserie in die Saison-Weihnachtspause. Nächste Woche steht noch das Ostsachsenpokalspiel bei der zweiten Vertretung des SSV Stahl Rietschen auf dem Programm.

Tor: Markus Wiedemann
Feld: Matthias Krausche (9 Tore/1 Siebenmeter), David Stasiak (3), Ronny Blümke (3), Thomas Seeliger (3), Julian Saling (2), Lennard Mischock (2), Ronny Effenberger, Michael Gräber (2), David Queisser
Gelbe Karten: Görlitz 0, Bernstadt 1
Zeitstrafen: Görlitz 3; Bernstadt 2
Rote Karten: Görlitz 0, Bernstadt 1
Siebenmeter: Görlitz 3, Bernstadt 5

NSV Gelb-Weiß Görlitz - TBSV Neugersdorf       24:32 (13:15)
Eine Halbzeit ebenbürtig und dann eingebrochen

Am Samstagabend empfing die Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz in der Jahnsporthalle die erste Mannschaft des TBSV Neugersdorf. Der Gegner möchte gern wieder in die Verbandsliga aufsteigen und schloss in der Regel im oberen Tabellendrittel die Tabellen ab. Auch dieses Jahr liegen sie in Lauerstellung auf den Aufstieg und haben erst zwei Niederlagen einstecken müssen. Die Gelb-Weißen befinden sich in einer vier Spiele anhaltenden Niederlagenserie. Dass die fünfte nicht dazu kommt, war am Samstag wieder eine sehr schwere Aufgabe. Die Mannschaftsaufstellung zeigte keine wirkliche Verbesserung. Zumindest senkten Lennard Mischock und der nach langer Verletzung erstmals wieder in der Halle auftauchende Louis Schilling den Altersdurchschnitt. Und beide machten an diesem Samstag einen guten Job, konnten aber die Niederlage nicht verhindern. In der ersten Hälfte ärgerten die Hausherren die Gäste aus dem Oberland doch gehörig und spielten am oberen Level ihrer Möglichkeiten. Lohn war ein nur 13:15-Rückstand. Hätte die Konzentration bei allen Angriffen gehalten, wäre auch mehr möglich gewesen. Zur Pause wurden die Fehler und Stellschrauben angesprochen und man wollte noch einmal solch eine Halbzeit zeigen. Doch der Vorsatz hielt nur sechs Minuten bis zum 16:17. Danach galt die Konzentration nicht mehr dem Spiel sondern den Begleitumständen und Neugersdorf zeigte, warum diese Mannschaft am oberen Tabellenende positioniert ist. Mit schnellem, geradlinigem Spiel und einer aggressiven Abwehr und einem stark haltenden Torhüter zigen sie den Gelb-Weißen den Zahn. Vom 16:17 ging es auf 16:23 und das Spiel war eigentlich entschieden. Die Görlitzer spielten im Angriff zwar gut mit, scheiterten aber zu oft am Gehäuse oder dem gegnerischen Torhüter. In der Abwehr kam man meist einen Schritt zu spät und ließ somit die Torhüter auf verlorenem Posten. Am Ende stand mit 24:32 die fünfte Niederlage in Folge zu Buche und nun geht es nächste Woche zum Kellerduell nach Bernstadt, wobei die personelle Situation sich wohl nicht verbessern wird. Dennoch gilt es in Bernstadt, den Kampf anzunehmen, um vielleicht endlich die Niederlagenserie zu stoppen.

Tor: Markus Wiedemann, Sebastian Fiebig
Feld: Matthias Krausche (2 Tore/1 Siebenmeter), David Queisser (1), Thomas Seeliger (4), Ronny Blümke (4), Michael Gräber (7/2), Louis Schilling (3), Matthias Hutter, Lennard Mischock (3), Ronny Effenberger
Gelbe Karten: Görlitz 2, Neugersdorf 3
Zeitstrafen: Görlitz 4, Neugersdorf 4
Siebenmeter: Görlitz 5, Neugersdorf 2

HVO Cunewalde II - NSV Gelb-Weiß Görlitz        33:20 (17:09)
Fairer Vergleich endet nicht im erwarteten Debakel

Samstagnachmittag begab sich der einsatzfähige Rest der Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz zum Auswärtsspiel bei der zweiten Vertretung des HVO Cunewalde. In der Vorwoche trat man noch mit einer gut gefüllten Bank an, doch von diesem Kader meldeten sich 5 Spieler urlaubs- oder verletztungsbedingt ab und es konnte nur ein Nachrücker gemeldet werden. So mussten 7 Feldspieler und 2 Torhüter gegen den Tabellenzweiten antreten und es wurde ein Debakel erwartet. Ein Altersdurchschnitt von knapp 37 Jahren, nur eine Wechselalternative und ein schnell spielend zu erwartender Gegner bedeuteten Tempoverschleppung so gut es ging. Erschwerend kam für beide Mannschaften eine mehr als glatte Halle dazu, in der man sich eher auf einer Eisbahn (passend zu den Außentemperaturen) wähnte als in einer Sporthalle. In der Pause bemühten sich die Gastgeber um etwas Milderung, welche aber nicht über die komplette Halbzeit gehalten werden konnte (dennoch danke dafür). Damit sind aber auch schon die wichtigen Fakten zum Spiel gesagt. Der Spielverlauf nahm den erwarteten Gang und Cunewalde spielte schnell und zielstrebig aufs Görlitzer Tor und brachte es bis zur Pause auf 17 Tore. Die Görlitzer hielten ordentlich dagegen, aber die seit Wochen bekannte Abschlussschwäche (wieder fanden in der ersten Hälfte allein 3 Siebenmeter nicht das Ziel) bedeuteten nur 9 eigene Treffer. In der Kabine war die Stimmung nicht am Boden und man steckte sich kleine Ziele für das Spielende. So wollte man die zweiten dreißig Minuten nicht mit mehr als 8 Toren Unterschied verlieren und selbst mindestens 20 Tore werfen. Zu Beginn der zweiten Hälfte boten dann noch die Schiedsrichter ihre Hilfe an, in dem sie auf Siebenmeter für die Görlitzer verzichten würden. Doch dieses Angebot wurde mit dem Verweis auf eine nun bessere Treffsicherheit abgelehnt und die faire Partie wurde fortgesetzt. Cunewalde spielte weiterhin sehr zielstrebig und der NSV hielt nach besten Kräften dagegen. Beim 25:12 war mit 13 Toren der höchste Rückstand erreicht. Bis zum Ende änderte sich daran auch nichts mehr, aber zumindest konnten beim 33:20 die Gelb-Weißen die zwei Teilzeile erreichen und auch Matthias Krausche brachte zwei Siebenmeter im gegnerischen Gehäuse unter. Nun gilt es in den zwei Wochen bis zum Heimspiel gegen TBSV Neugersdorf, die Verletzungen auszukurieren und im Training weiter intensiv zu üben.
Tor: Sebastian Fiebig, Markus Wiedemann
Feld: Matthias Krausche (4 Tore/2 Siebenmeter), David Stasiak (3), Ronny Blümke (5), Matthias Hutter (2), Michael Gräber (5), Ronny Effenberger, David Queisser (1)
Gelbe Karten: Görlitz 1, Cunewalde 1
Zeitstrafen: Görlitz 1; Cunewalde 2
Siebenmeter: Görlitz 6, Cunewalde 4

NSV Gelb-Weiß Görlitz - SG Oberlichtenau 21:32 (13:14)
Wieder sind die Gelb-Weißen zu harmlos

Das zweite Heimspiel der Saison fand für die Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz mit 11.00 Uhr am Sonntag zu ungewohnter Zeit statt. Der Wechsel war (und wird noch zweimal wegen Hallenproblemen) nötig. Sonntags – dies hatte man letzte Woche gesehen – spielen die Gelb-Weißen selten gut bzw. erfolgreich. Zwar war die Bank dieses Mal – wie fast zu jedem Heimspiel – gut gefüllt und so sollte das vom Gegner erwartete Tempo mitgegangen werden. Unter der Woche konnte mit den anwesenden Spielern ein bisschen am Zusammenspiel gearbeitet werden und man wollte nun zeigen, dass man es besser kann. Zu Beginn entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel (4:4 nach 6 Minuten). Zunehmend wurden dann die Hausherren besser und es konnte ein 12:6 in der 19. Minute erspielt werden. Bereits zu diesem Zeitpunkt hatten die Görlitzer mehrfach aus aussichtsreicher Position verworfen und zu allem Überfluss auch noch Max Weinhold (bis dato 3 Tore) durch eine etwas sehr harte Rote Karte verloren. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis sich dies rächen sollte. Eine Auszeit des NSV, die eigentlich die Nerven und das Spiel etwas beruhigen sollte, war dann das Signal für den Gast Tor um Tor aufzuholen. Mit dem Pausenpfiff ging Oberlichtenau durch einen Siebenmeter mit 13:14 in Führung und in die Kabine. Die Görlitzer haderten zu viel mit Unwichtigem und haben sich somit den Rückstand selbst zuzuschreiben. Mit mehr Konzentration auf Spiel, Ball und Torwurf sowie den bekannten Spielzügen sollte es in den zweiten 30 Minuten weiter gehen. Der Beginn war auch wieder gut und mit dem 16:16 war Ausgeglichenheit auf dem Spielfeld hergestellt. Aber zunehmend kamen wieder die alten Fehler ins Spiel der Gelb-Weißen. Zu wenig Druck auf die gegnerische Abwehr, unvorbereitete Würfe und langsames Rückzugsverhalten nutzten die Oberlichtenauer und zogen auf 17:21 davon. Vier weitere Tore – unterbrochen durch zwei vergebene Siebenmeter vom NSV – stellten den Spielstand auf 17:25 und die Köpfe der Gelb-Weißen gingen nach unten. Bis zum Ende wollte dem NSV nichts mehr gelingen und Oberlichtenau zog weiter davon. Am Ende gewann die SG Oberlichtenau mit 21:32 und die Gelb-Weißen müssen die dritte Niederlage in Folge verkraften. Nächste Woche wird es wohl auswärts beim Tabellenzweiten HVO Cunewalde II nur darum gehen, die Spielzüge ordentlich zu spielen und für die weiteren Spiele im Dezember einzustudieren. Auf jeden Fall liegt die Favoritenbürde bei den Gastgebern.
Tor: Sebastian Fiebig, Markus Wiedemann
Feld: Julian Saling (3 Tore/1 Siebenmeter), David Stasiak, Ronny Blümke (4), Thomas Seeliger (2), Fabian Kühn (1/1), David Queisser, Matthias Krausche (1), Marius König, Matthias Hutter (1), Michael Gräber (6), Max Weinhold (3)
Gelbe Karten: Görlitz 1, Oberlichtenau 1
Zeitstrafen: Görlitz 6; Oberlichtenau 4
Rote Karten: Görlitz 1; Oberlichtenau 0
Siebenmeter: Görlitz 5, Oberlichtenau 4

SG Sohland/Friedersdorf - NSV Gelb-Weiß Görlitz        37:22 (17:09)
Manchmal geht einfach gar nichts und dann kommt ein starker Gegner

Am Sonntagnachmittag spielten die Männer vom NSV Gelb-Weiß Görlitz bei der SG Sohland/Friedersdorf. Nach fünfwöchiger Herbstpause traf man dabei auf eine körperlich robuste aber auch gut eingespielte Mannschaft. Hinzu kamen drei Punkte – Sonntags, auswärts, ohne Hartz. Außerdem war die Wechselbank nicht so gut gefüllt wie bei den letzten Spielen und auch die Mannschaftsaufstellung enthielt gegenüber der normalen Besetzung Lücken. Zum Glück meldete sich Fabian Kühn von seiner arbeitsbedingten Abwesenheit zurück und konnte so im Rückraum helfen. Zum Unglück knickte er aber bei seinem ersten erfolgreichen Torwurf um und konnte so im Rückraum nicht weiterhelfen. Und dass dies notwendig gewesen wäre, zeigten die Anfangsminuten. Sohland spielte druckvoll, schnell und zielstrebig auf das Görlitzer Tor, während die Gelb-Weißen ohne viel Bewegung und Druck erfolgreich sein wollten. Sohland war mit 6:1 in der 9.Spielminute erfolgreicher. Die Görlitzer fingen sich aber ein bisschen und nahmen nun am Spiel auch teil (7:4). Aber die Problemlagen nahmen nicht ab. Thomas Seeliger kassierte nach 16 Minuten bereits seine zweite Hinausstellung und so musste in der Abwehr umgestellt werden. Dies sorgte aber nicht für Stabilität und nach einer Auszeit von Sohland zogen die Gastgeber wieder das Tempo an. Schnelles Umschaltspiel nach NSV-Angriffsfehlern bedeutete nach dem zwischenzeitlichen 13:6 einen 17:9-Halbzeit-Rücktsand. Konsterniert ob der eigenen Leistung und den an diesem Tag auch nicht wirklich vorhandenen Möglichkeiten eine Wende im Spiel zu schaffen, sollte in der zweiten Hälfte das Spiel genutzt werden, um die vorhandenen Spielzüge unter Wettkampfbedingungen zu üben (unter der Woche kann dies auf Grund zu geringer Trainingsbeteiligung nicht erfolgen). Und es zeigte sich (auch schon in der ersten Hälfte), wenn die Spielzüge ordentlich und konsequent gespielt wurden, dass sich Chancen ergaben. Doch wurden diese vielfach nicht genutzt. Entweder warf man freiwillig am Tor vorbei oder die guten Torhüter der Oberländer parierten. Sohland ging weiterhin volles Tempo und setzte die nicht immer auf der Höhe agierende Abwehr des NSV stark unter Druck. Beim 24:14 waren es erstmals 10 Tore Rückstand und dieser erhöhte sich noch auf 13 beim 32:19. Die Übungsvorgaben wurden im weiteren Verlauf des Spiels nicht weiter beachtet und teilweise versuchten die Gelb-Weißen, aus dem Stand zum Torerfolg zu kommen. Das klappt in den seltensten Fällen und die Oberländer brachten mit zwei 5:0-Läufen das Spiel völlig sicher über die Runden. Die Görlitzer kassierten zumindest nicht 40 Gegentreffer und mit einem 3:0-Ergebnis-Kosmetik-Lauf das Spiel mit 37:22 zu Ende. Fehlendes Spielermaterial, Sonntagnachmittag, ein guter und eingespielter Gegner sowie eigener fehlender Druck bedeuteten die zweite Niederlage der Saison und nun kann man nur hoffen, dass es am Sonntag (oje) in eigener Halle um 11.00 Uhr (oje) gegen die SG Oberlichtenau besser laufen wird.

Tor: Sebastian Fiebig, Markus Wiedemann
Feld: Matthias Krausche (6 Tore/3 Siebenmeter), David Stasiak (1), Ronny Blümke, Thomas Seeliger, Matthias Hutter (4), Lennard Mischock (5), Michael Gräber (4), Ronny Effenberger, David Queisser (1), Fabian Kühn (1)
Gelbe Karten: Görlitz 3, Sohland 2
Zeitstrafen: Görlitz 5; Sohland 2
Siebenmeter: Görlitz 3, Sohland 8

NSV Gelb-Weiß Görlitz - SV Lok Schleife 21:24 (12:09)
Verdiente, aber unnötige Niederlage

Zum ersten Heimspiel des NSV Gelb-Weiß Görlitz empfingen die Männer den SV Lok Schleife. Laut Vorbericht des Gegners waren diese gegen die Gelb-Weißen die letzten 5 Jahre erfolgreich und wollten diese Serie ausbauen. Die Neißestädter konnten das Spiel mit nahezu der gleichen Aufstellung wie in der Vorwoche bestreiten und wollten somit diese Serie brechen. Und mit der Einstellung und Konsequenz in der Abwehr wie gegen Koweg wäre dies auch möglich gewesen. Zu Beginn der Partie bestimmten die Hausherren das Spiel. Und auch wenn Schleife immer gefährlich blieb, lagen die Görlitzer in der 17.Minute mit 9:4 in Front. Die Abwehr war aufmerksam und im Angriff wurde immer wieder der Durchbruch geschafft. Aber auf Grund der mangelhaften Chancenverwertung (wieder einmal) gingen die Gelb-Weißen „nur“ mit einem 12:9 in die Pause. Bis zum 14:10 (35.Minute) hatte der Vorsprung bestand. Doch die Trainer der Gäste aus dem Norden hatten in der Pause wohl die richtigen Worte gefunden. Die Lok-Abwehr griff nun deutlicher zu und zeigte eine Körperlichkeit, die die Schiedsrichter zuließen und die Görlitzer kein Mittel dagegen fanden. In der 39.Minute erzielten die Gäste nach einem 5:0-Lauf die 14:15-Führung und drehten so das Spiel. Was bei den Hausherren in der ersten Hälfte noch klappte, war in den zweiten dreißig Minuten nicht mehr erfolgreich. Bis zum 20:20 in der 51.Minute blieb es ein ausgeglichenes Spiel, wobei die Görlitzer deutlich spürbar mit der robusten Abwehr ihre Probleme hatten. Da aber auch die Gäste nicht alle Würfe verwandeln konnten, blieb es bis zum Schluss spannend. In den letzten 5 Minuten trafen die Görlitzer – trotz guter Chancen – nur noch einmal das Tor, während Schleife dreimal einnetzte. Somit gewann der SV Lok Schleife verdient mit 21:24. Die Görlitzer ließen vor allem in der zweiten Hälfte all das vermissen, was letzte Woche noch den Sieg sicherte und kassierten so eine unnötige Niederlage, da der Gegner nicht unbedingt besser war, aber zumindest in der entscheidenden Phase den Sieg mehr wollte und dies auch zeigte. In den nächsten vier Wochen muss intensiv im Training gearbeitet werden, dass vor allem die Chancenverwertung und das Zusammenspiel besser wird. Das nächste Spiel findet am 06.11.2022 in Sohland statt.

Tor: Sebastian Fiebig, Lukasz Szenkiel
Feld: Julian Saling (2 Tore), David Stasiak, Matthias Hutter (1), Marius König (3), Thomas Seeliger (1), Max Weinhold (4), David Queisser, Lennard Mischock (1), Matthias Krausche (4), Michael Gräber (5), Ronny Blümke

Gelbe Karten: Görlitz 1, Schleife 1
Zeitstrafen: Görlitz 2, Schleife 0
Siebenmeter: Görlitz 4, Schleife 3

SV Koweg Görlitz II - NSV Gelb-Weiß Görlitz      20:21 (09:09)
Gelb-Weiß holt im Stadtderby die nächsten 2 Punkte

Sonntag, 12.15 Uhr und die Männer des NSV Gelb-Weiß Görlitz mussten „auswärts“ in Rauschwalde gegen das Juniorteam des SV Koweg Görlitz antreten. Juniorteam ist in diesem Fall nicht untertrieben, da es sich bei den Spielern von Koweg fast ausschließlich um knapp 20-jährige Männer handelt. Die Gelb-Weißen erwarteten also einen sehr schnellen, technisch gut ausgebildeten und kombinationsreichen Gegner. Dem wollte man eine stabile 6-0-Abwehr und konzentrierte Angriffsleistung entgegensetzen. Nach dem 0:1 durch Matthias Krausche vom Siebenmeterpunkt übernahmen dann aber die Hausherren, das Kommando. Jeder Fehler im gelb-weißen Angriff wurde schnell auf das von Markus Wiedemann gehütete Tor gebracht. Zum Glück hielt die Abwehr im Zusammenspiel mit dem Torhüter einigen Angriffen stand und so war auf der sehr kleinen Anzeigetafel in der 7.Spielminute nur ein 2:2 zu sehen. Aber weitere Fehler im NSV-Angriff und daraus resultierende Tempogegenstösse bedeuteten nach 10 Minuten einen 5:2-Rückstand. Dieser hatte bis zum 7:4 in der 15.Minute Bestand und erforderte eine Auszeit. Die Abwehr stand gut und ließ nur wenige Möglichkeiten zu, aber die Laufbereitschaft ohne Ball im Angriff musste erhöht und die Fehlerzahl weiter nach unten korrigiert werden. Da dies gelang, konnte in der 22.Minute der 8:8-Ausgleich erzielt werden. Die zwang nun Koweg zur Auszeit. Die Gelb-weißen wollten das Momentum nutzen und erspielten sich einige gute Chancen – teilweise im eigenen Tempogegenstoss. Aber die Verwertung war mau. Da Koweg es nicht besser machte, fielen in den verbliebenen 8 Minuten bis zum Halbzeitpfiff nur noch 2 Toren – je eins für jede Mannschaft und mit 9:9 wurden die Seiten gewechselt. In der Kabine der Gelb-Weißen herrschte Zuversicht auch die zweiten 30 Minuten ordentlich mithalten zu können. Diese war auf Grund der sehr guten Abwehrarbeit auch nicht unberechtigt. Wenige Hinweise wurden zum Angriff gegeben und nach recht kurzer Besprechung ging zurück aufs Feld. Und die Gelb-Weißen erwischten eine sehr gute Anfangsphase. In der 39.Minute führten sie mit 10:14. Die offensive Abwehr der Hausherren wurde mit Kreisläuferspiel und geschickten Einzelaktionen geknackt. Die eigene Abwehr rührte weiterhin Beton an und ließ nur vereinzelte Gegentore zu. Obwohl das Spiel von beiden Seiten mit hohem Tempo geführt wurde, blieben Tore eher Mangelware. Den Anschlusstreffer zum 13:14 nahmen die Gelb-Weißen in der 43.Minute zum Anlass für eine einminütige Beratung. Die Inhalte kamen bei den Spielern an und in der 45. Minute führten sie wieder mit 13:16. Diese drei Tore-Führung blieb bis zum 15:18 (50.Minute) bestehen. Beide Mannschaften gingen weiterhin ein sehr hohes Tempo, zahlten dafür aber mit Fehlwürfen und technischen Fehlern Tribut. Nach 5 Minuten „run-&-gun“ ohne Auswirkungen auf der Anzeigetafel sortierten sich die Gelb-Weißen mit der dritten Auszeit für die letzten 5 Minuten neu. Der Vorsprung wurde mit viel Kampf in der Abwehr und Einzelaktionen im Angriff gehalten. Mit nur noch zwei Minuten Spielzeit und 4 Toren Vorsprung (17:21) hatten die Gelb-Weißen alle Trümpfe in der Hand. Aber die Nerven flatterten etwas und die nie aufgebenden Koweg-Spieler robbten sich noch einmal bedrohlich ran 20:21. Die Gelb-Weißen mussten nur noch 16 Sekunden überstehen. Wenn auch nur sehr knapp reichte es am Ende vor einer stimmungsvollen Kulisse zu einem nicht unbedingt erwarteten 20:21-Auswärtssieg. Vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit und die sehr gute Abwehrarbeit bildeten die Basis. Nächsten Samstag erwarten die Gelb-Weißen das nächste sehr junge Team zum Heimspiel. Um 18.00 Uhr trifft man in der heimischen Jahnsporthalle auf den SV Lok Schleife.
NSV spielte mit:
Tor: Sebastian Fiebig, Markus Wiedemann
Feld: Matthias Krausche (4 Tore/3 Siebenmeter), Julian Saling (4), Ronny Blümke, Thomas Seeliger (2), Matthias Hutter, Robert Mischock, Lennard Mischock, Marius König (2), Michael Gräber (4), Max Weinhold (5/1), David Queisser
Koweg spielte mit:
Tor: Dominik Herbst, Laurenz Valtin
Feld: Julien Seidel (1 Tor), Nick Schmidt, Max Fiedler, Tom Sobanski (2), Julius Just (2), Leon Seifert (1), Jacob Czarnowsky (3), Marc Gähler (2), Bjarne Hintz (1), Marvin Joe Tausche (4), Simon Kiock (3), Curd Mautsch (1)

Gelbe Karten: NSV 2, Koweg 3
Zeitstrafen: NSV 5; Koweg 4
Siebenmeter: NSV 6, Koweg 2

SV Rot-Weiß Sagar - NSV Gelb-Weiß Görlitz 17:23 (07:09)
Zum Saisonauftakt einen sicheren Auswärtssieg eingefahren

Am Samstagnachmittag startete für die Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz die neue Saison. Nach einer eher unzureichenden Vorbereitung traf man in Bad Muskau auf die Mannschaft des SV Rot-Weiß Sagar. Diese hatte die letzten Spielzeiten sehr mit Verletzungen und den allgemeinen Umständen zu kämpfen und so nicht am Spielbetrieb teilgenommen. Somit wussten beide Mannschaften nicht, wo sie zum Saisonbeginn standen. Die Görlitzer hatten 12 Mann, darunter 3 Torhüter, zur Verfügung. Um die Feldpositionen zu stärken, wurde Markus Wiedemann als Rückraumspieler eingesetzt und so sollte mit Schnelligkeit und einer sicheren Abwehr agiert werden. Diese Unterfangen wurde bei der Erwärmung theoretisch „leichter“, als sich der Hauptspieler von Sagar, T. Ladusch verletzte. Aber wie es immer so ist, muss eine gefühlte Überlegenheit auch auf die Platte gebracht werden. Doch dies sollte in der ersten Hälfte einfach nicht gelingen. Dem eigenen ersten Tor folgte ziemlich schnell - nach 13 Sekunden - der Ausgleich zum 1:1. Mit zunehmender Spielzeit stabilisierte sich die Abwehr und konnte einige Ballgewinne verbuchen. Sagar suchte in dieser Phase noch seinen Spielrhythmus und konnte dabei wenig Druck erzeugen. Aber die Ballgewinne wurden alle samt im Angriff ungenutzt liegen gelassen. Fehlabspiele und Würfe, die der gute gegnerische Torhüter hielt, bedeuteten eine acht minütige Flaute auf der Anzeigetafel. Sagar führte mittlerweile mit 2:1, scheitere aber ebenfalls ein ums andere Mal an Sebastian Fiebig. Da man ja aber nicht alle Angriffe ohne Erfolg abschließen konnte, wurde zwischenzeitlich eine 2:4-Führung erspielt, die aber beim 5:5 wieder dahin war. Bis zur Pause blieb es auf Grund guter Torhüterleistungen auf beiden Seiten, vielen Fehlabspielen und -würfen ein sehr torarmes Spiel. Die Gelb-Weißen gingen dennoch mit einer 7:9-Führung in die Pause. Spielerisch gab es nicht viel zu bemängeln, die Abwehr stand sicher und auch im Angriff wurden immer wieder gute Spielzüge und Einzelaktionen gezeigt, aber die Chancenverwertung war miserabel. Dies galt es in den zweiten 30 Minuten zu ändern. Mit Rückkehr aufs Feld blieb es dieses Krampfspiel und die Gelb-Weißen schafften es sogar, in zweifacher Überzahl nicht erfolgreich zu sein. Aber die Führung blieb und nach dem 10:14 hatte die Görlitzer Bank das Gefühl, dieses Spiel nicht zu verlieren. Und wenn die Chancenverwertung besser gewesen wäre, hätte sich dieses Gefühl auch auf der Anzeigetafel widergespiegelt. Die Hausherren aus Sagar machten das Beste aus ihren Möglichkeiten, waren aber ob des Ausfalls ihres Schlüsselspielers stark beschränkt. Sie gaben aber nicht auf nutzten die Fehler der Gelb-Weißen immer wieder für Nadelstiche und damit für kleine Weckerlebnisse. Am Ende gewannen die Görlitzer das Spiel mit 17:23 und sind somit gut in die neue Saison gestartet. Die Chancenverwertung muss aber in den nächsten Spielen deutlich verbessert werden, damit weitere Punkte eingefahren werden können. Bereits nächsten Sonntag zur Mittagszeit (12.15 Uhr) gibt es dazu die Möglichkeit beim SV Koweg Görlitz II in der Sporthalle Rauschwalde.
Tor: Sebastian Fiebig, Lukasz Szenkiel
Feld: Julian Saling (7 Tore/1 Siebenmeter), David Stasiak, Ronny Blümke (1/1), Thomas Seeliger (2),  Matthias Hutter, Robert Mischock (2),  Lennard Mischock (1), Marius König (4), Michael Gräber (5), Markus Wiedemann (1)
Gelbe Karten: Görlitz 2, Sagar 1
Zeitstrafen: Görlitz 0; Sagar 4
Siebenmeter: Görlitz 4, Sagar 4