Spielberichte Ostsachsenliga 2019/2020

NSV Gelb-Weiß Görlitz - SV Obergurig 34:26 (19:10)
Die Gelb-Weißen sind zum Jahresende noch einmal erfolgreich

Am Samstagabend stand das letzte Spiel des Jahres 2019 für die 1.Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz auf dem Spielplan. Gegner sind die in der Tabelle direkt hinter den Gelb-Weißen Platzierten Mannen des SV Obergurig. Bei einer Niederlage der Neißestädter wäre der Gegner punktgleich gewesen. Dies galt es zu verhindern, außerdem wollten sich die Hausherren mit einem Sieg aus dem Jahr 2019 verabschieden und so die suboptimal gelaufene Hinrunde wenigstens positiv beenden. Die Zeichen standen auch nicht schlecht, da entgegen der Vorwochen doch wieder auf einige Stammkräfte zurückgegriffen werden konnte. Mit dem Ziel schnell in die erste und zweite Welle zu gehen, war die Maßgabe für dieses Spiel klar. Nach 2 Minuten stand es 2:0 und der zwischenzeitliche 2:2-Ausgleich wurde wieder mit 2 Toren zum 4:2 beantwortet. Aber es zeigte sich, dass diesmal die Abwehr das Problem der Görlitzer werden würde. Die offensivere Interpretation der 6-0 erlaubte es dem Gegner immer wieder über den Kreis zum Erfolg zu kommen. Letztmals beim 7:6 waren dann aber die Oberguriger an den Hausherren dran. Bis auf 15:8 zogen die Görlitzer durch schnelles Umkehrspiel und ordentliche Abschlüsse im Positionsangriff davon. Dies wurde aber nur durch die starke Leistung von Markus Wiedemann im Tor des NSV begünstigt, da die Abwehr einfach keinen Zugriff auf die Gegenspieler fand. Auch der Rückzug auf eine defensive 6-0-Formation brachte nicht die gewünschte Stabilität, so dass der seit Wochen in herausragender Form spielende Markus Wiedemann ein ums andere Mal retten musste. Bis zur Pause erspielten sich die Görlitzer eine beruhigende 19:10-Führung und konnte in der Pause versuchen, eine Lösung für das Abwehrproblem zu finden. Der Angriff funktionierte und allen war klar, dass auch in der zweiten Hälfte die Konzentration hochgehalten werden musste. Für den Angriff klappte dies auch gut, aber weiterhin war man im Abwehrverhalten zu zaghaft und setzte den Gegner nie wirklich unter Druck. Bis zum 29:20 hielt der Vorsprung aus der ersten Hälfte, aber ein weiteres Absetzen – was durchaus möglich gewesen wäre – erfolgte nicht. Ob es am Vorsprung oder an der kräftezerrenden Hinrunde lag, kann nicht beantwortet werden, aber irgendwie war die Luft raus. Man spielte seinen Stiefel runter ohne ernsthaft in die Gefahr einer Niederlage zu geraten, aber die richtige Spannung kam bei den Spielern nicht mehr auf. Am Ende wurde die Vorgabe eines Heimsieges mit 34:26 erfüllt und es gilt nun in der spielfreien Zeit bis zum 11.01.2020 die Blessuren zu kurieren und wieder die notwendige Freude für das Spiel zu finden, um dann die Mannen der SG Oberlichtenau etwas zu ärgern.

Die Mannschaft und die gesamte Abteilung Handball bedankent sich bei allen Spendern, Sponsoren, Unterstützern, Fans und Familienangehörigen für die Unterstützung im Jahr 2019.

Wir wünschen allen eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins Jahr 2020.

Tor: Markus Wiedemann
Feld: Matthias Krausche (10 Tore/1 Siebenmeter), Tai do Ngoc (7), Tony Klose (3), Maciej Przybysz (7), Ronny Blümke, Thomas Seeliger (1), Georg Geisler (2), Lennard Mischock (1), David Stasiak (1), Stefan Nitsche (1)
Gelbe Karten: Görlitz 3, Obergurig 2; Zeitstrafen: Görlitz 4, Obergurig 2; Siebenmeter: Görlitz 1, Obergurig 7

Radeberger SV II – NSV Gelb-Weiß Görlitz 29:24 (18:15)
Gut gekämpft, aber an der personellen Situation gescheitert

Samstagnachmittag reiste die 1.Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz zur zweiten Vertretung des Radeberger SV. Dabei waren die personellen Vorzeichen noch schlechter als sonst. Zum Glück erklärten sich Robert Mischock, Kevin Faehnrich und Falk Pabst bereit, auszuhelfen und somit eine spielfähige Mannschaft zu stellen. Da diese drei Spieler aber nicht trainieren können war klar, dass es spielerisch nicht einfach werden würde und viel Stückwerk zu erwarten war. Im Gegensatz dazu erwartete man einen Gegner, der recht jung ist und auch gut eingespielt sein sollte. Für die Gelb-Weißen galt es unter diesen Vorzeichen, mit der Kondition zu haushalten und die eigenen Fehler stark zu minimieren. Anfänglich funktionierte dies nicht und Radeberg ging mit 4:1 in Führung. Aber zunehmend fanden die Görlitzer Mittel gegen die 5-1-Abwehr und über Kreisanspiele wurden Siebenmeter oder Tore herausgeholt. Ab dem 4:4 beteiligten sich die Gelb-Weißen am Spiel und der Spielstand blieb bis zum 15:14 ausgeglichen. Zwischenzeitlich stellte Radeberg die Abwehr auf eine defensivere Variante um, wogegen die Görlitzer auch Mittel fanden. Lediglich die schnellen Gegenstösse konnten aufgrund des etwas unkoordinierten Rückzugsverhaltens nicht immer verhindert werden und die Radeberger behielten so ihre Führung. Zur Halbzeit lag der NSV mit 18:15 zurück. Es galt nun Kräfte sammeln und weiter am Gegner dran zu bleiben, um eventuell am Ende einen Punkt mitzunehmen. Das Rückzugsverhalten und die Fehlerquote wurden angesprochen und es bestand der Wille, beides in der zweiten Hälfte besser im Griff zu haben. Nach 34 Spielminuten waren die Neißestädter auf 19:18 dran, vergaben aber in der Folgezeit die Möglichkeit, das Spiel weiter offen zu halten. Radeberg stellte die alte Führung wieder her (21:18) und die Görlitzer verpassten in dieser Phase dranzubleiben. Mit dem 26:20 in der 45. Spielminute war eine kleine Vorentscheidung gefallen, aber aufgeben wollten die Gelb-Weißen nicht. Man kämpfte gegen die personelle Übermacht, konnte aber den Kräfteverschleiß nicht vollends kompensieren. Am Ende verlor der NSV mit 29:24, was aber angesichts der Mannschaftsaufstellung und der fehlenden Wechselmöglichkeiten nicht überbewertet werden muss. Ein großer Dank geht an alle Spieler, die sich der Herausforderung in Radeberg stellten.
Nächste Woche kommt der SV Obergruig in die Jahnsporthalle und nach heutigem Stand wird sich die personelle Situation etwas verbessern und es gilt, das Jahr 2019 erfolgreich abzuschließen.

Tor: Markus Wiedemann
Feld: Ronny Blümke (7 Tore/2 Siebenmeter), Falk Pabst (1), Lennard Mischock (3), Robert Mischock (5), Marius König (5), Tony Klose, Thomas Seeliger (3), Kevin Faehnrich

Gelbe Karten: Görlitz 1, Radeberg 3; Zeitstrafen: Görlitz 1, Radeberg 3; Siebenmeter: Görlitz 4, Radeberg 5

NSV Gelb-Weiß Görlitz – SV Rot-Weiß Sagar     21:26 (11:09)
Am Ende werden die Gelb-Weißen wieder geschlagen

Am Samstagabend traf die 1.Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz auf den SV Rot-Weiß Sagar. Beide Mannschaften waren in der Tabelle Nachbarn mit nahezu gleichviel geworfenen und gefangenen Toren. Dies und auch die Erfahrung der vergangenen Duelle ließen ein enges und kampfbetontes Spiel erwarten. Dabei mussten die Gelb-Weißen wieder mit viel Unterstützung der zweiten Mannschaft agieren, da weiterhin arbeits- und krankheitsbedingt viele wichtige Akteure fehlen. Da die Akteure der 2.Mannschaft bereits zuvor ein Spiel bestritten hatten, galt es, sich die Kräfte gut einzuteilen, um nicht am Ende wieder einzubrechen. So begann das Spiel auch gemächlich und nur vereinzelt setzten die Mannschaften auf Geschwindigkeit. Die Görlitzer kamen zunächst nicht ganz so gut ins Spiel und hatten ein paar Probleme mit der Abwehrformation der Neißedörfler. Aber ein zwei Umstellungen brachten etwas mehr Bewegung und am Ende auch eine 11:9-Halbzeitführung für die Gelb-Weißen. Diese sollte in der zweiten Hälfte verteidigt werden und gedanklich durfte man nicht abschalten. Aus vielen vergangenen Spielen war bekannt, dass sich Sagar nie aufgibt und immer bis zum Schluss kämpft. So war es auch diesmal. Innerhalb kurzer Zeit glich Sagar zum 11:11 aus und es entwickelte sich weiterhin das enge Spiel, welches durch die beiden Schiedsrichter aus Hoyerswerda jederzeit sehr gut geleitet wurde. Bis zum 14:13 waren es dabei aber die Görlitzer die einen Treffer vorlegten. Aber mit zunehmender Spielzeit ging die Konzentration verloren und unvorbereitete Würfe sowie Einzelaktionen erlaubten es nun, Sagar in Tempogegenstösse zu gehen. Den 14:16-Rückstand egalisierten die Gelb-Weißen noch einmal, aber peu-a-peu übernahmen die Gäste das Heft des Handelns. In der 51. Minute führten sie bei 17:20 erstmals mit 3 Toren und machten nun in der Abwehr den stabileren Eindruck. Die Gelb-Weißen gaben zwar nicht auf, fanden aber nicht mehr richtig ins Spiel. Am Ende verloren die Görlitzer mit 21:26 insbesondere dadurch, dass wieder die letzten Minuten nicht ordentlich gestaltet wurden. In der Tabelle verbleibt man im unteren Drittel und nächste Woche kommt es wieder zu einem Duell mit einem direkten Tabellennachbarn.

Tor: Gunnar Zähnsch, Markus Wiedemann

Feld: Maciej Przybysz (5 Tore/3 Siebenmeter), David Stasiak, Tony Klose, Thomas Seeliger (3), Ronny Blümke (2), Matthias Hutter (1), Michael Gräber (5), Lennard Mischock (3), Marius König (2)
Gelbe Karten: Görlitz 3, Sagar 4; Zeitstrafen: Görlitz 3, Sagar 5; Siebenmeter: Görlitz 3, Sagar 7

SG Sohland/Friedersdorf - NSV Gelb-Weiß Görlitz 21:22 (08:12)
Am Ende unnötig spannend gemacht

Am frühen Sonntagabend traf die 1.Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz auf die Spielgemeinschaft aus Sohland und Friedersdorf. Da man in Neugersdorf spielte, galt striktes Wachsverbot (was auch in Sohland gegolten hätte). Neben dem ungeliebten Sonntagsspiel kam hinzu, dass nur eine sehr stark ersatzgeschwächte Mannschaft, die zum Glück auch durch Spieler der zweiten Mannschaft verstärkt werden konnte, die Reise zum punktlosen Tabellenletzten antrat. Auf Grund der personellen Kapazitäten sollte nur sehr dosiert auf Tempo gesetzt werden, um diesmal am Ende nicht – wie in den vergangenen 2 Spielen – wieder einzubrechen. Außerdem galt es, der vollen Bank der Gastgeber bis zum Schlusspfiff etwas entgegen zu setzen. Zu Beginn versuchte die SG mit einer 3-3-Abwehr die Görlitzer zu überraschen, aber darauf wurde gut reagiert und man führte plötzlich mit 1:3. Diese Führung hielt auch in der Folgezeit und die Gastgeber zogen sich auf ein 5-1-Abwehrsystem zurück. Da aber auch hierbei immer wieder Lücken gerissen wurden, erhöhte sich der Vorsprung auf 5 Tore (4:9 in der 20. Minute). Bis zur Pause blieb es auch bei der gelb-weißen Führung (8:12) und so konnten die Neißestädter recht zufrieden sein. Dass dies aber nicht so weitergehen würde, stand fest und so sollte die Konzentration bis zum Ende hochgehalten werden. In der 46.Minute stand es 14:19 und das Spiel schien in der erhofften Bahn zu verlaufen. Aber Sohland/Friedersdorf gab sich nicht auf. Druckvolle Rückraumaktionen und Kreisanspiele führten in der Folgezeit zu Siebenmetern für die Hausherren, die dann auch alle sicher genutzt wurden. Da die Görlitzer nun im Angriff öfter die Präzision vermissen ließen – trotz klarer Chancen – kamen die Oberländer Tor um Tor heran. Auch eine Auszeit konnte den Lauf nicht stoppen und in der 54. Minute folgte der 20:20-Ausgleich. Doch der Kampfgeist stimmte und die Görlitzer gingen wieder mit 20:21 in Führung. Den neuerlichen Ausgleich konnte Marius König mit dem 22.Treffer der Gelb-Weißen kontern. So ging es mit einer 1-Tore-Führung in die letzten zwei Minuten. Es deutete sich wieder ein Spielende an, wie in den vergangenen Wochen, wo man die meiste Zeit im Spiel führte, doch am Ende mit leeren Händen dastand. Doch diesmal konnte der Angriff abgewehrt werden und man hätte nun eigentlich die Zeit so lange wie möglich herunterspielen müssen, aber ein unüberlegter Wurf eröffnete der SG noch einmal die Chance zum Ausgleich. Sie nahmen die finale Auszeit und besprachen den Angriff. Für die Gelb-Weißen galt es, keinen Treffer mehr zuzulassen, was gelang, da der letzte direkte Freiwurf über das Tor flog. Somit konnten die Gelb-Weißen einen glücklichen, aber über das gesamte Spiel betrachtet, verdienten Sieg einfahren. Dieser zählt zu der Kategorie nicht schön, aber erfolgreich.

Tor: Markus Wiedemann, Sebastian Fiebig
Feld: Ronny Blümke (7 Tore/3 Siebenmeter), Michael Gräber (7), Thomas Seeliger (1), Patrick Lindner, Lennard Mischock (2), David Stasiak, Maciej Przybysz (2), Marius König (3)
Gelbe Karten: Görlitz 3, Sohland/Friedersdorf 3; Zeitstrafen: Görlitz 5, Sohland/Friedersdorf 4; Siebenmeter: Görlitz 3, Sohland/Friedersdorf 8

NSV Gelb-Weiß Görlitz – HSV 1923 Pulsnitz 27:29 (18:13)
Deja-vu zur Vorwoche – gut gespielt, keine Punkte

Nachdem die 1.Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz letzte Woche den Verbandsliga-Absteiger am Rande einer Niederlage hatte, traf sie diese Woche auf den ungeschlagenen Tabellenführer und Aufstiegsaspiranten HSV 1923 Pulsnitz. Diese Mannschaft spielte jahrelang in der Verbandsliga und versucht - nach dem Abstieg und einem personellen Neuanfang – wieder aufzusteigen. Letzte Saison scheiterten sie knapp am letzten Spieltag. Für die Gelb-Weißen gab es somit in dieser Partie nichts zu verlieren und man wollte den Spitzenreiter so lange wie möglich ärgern. Leider waren die personellen Voraussetzungen nicht gut und es musste wieder eine Verlegenheitssieben das Spiel bestreiten. Letzte Woche verletzte sich Kreisläufer und Abwehrspezi Marco Schlesier so schwer, dass für ihn die Hinrunde gelaufen ist. Somit war im Angriffsspiel eine wichtige Option – nämlich das Spiel mit 2 Kreisläufern – nicht gegeben und man musste sich was Neues einfallen lassen. Ziel für das Spiel, bei dem die Favoritenbürde klar bei Pulsnitz lag, war es, solange wie möglich auf Tuchfühlung zu bleiben. Doch überraschenderweise gehörte der Anfang ganz klar den Hausherren. Nach dem zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich folgten 4 Tore in Folge und die Gelb-Weißen lagen überraschend mit 6:2 in Front. Und diese Führung sollte auch Bestand haben. Geduldig und konzentriert wurden die Chancen erspielt und auch die Abwehr ungewohnt formierte Abwehr funktionierte im Zusammenspiel mit dem seit Wochen sehr gut haltenden Markus Wiedemann. Nach 15 Spielminuten stand es 10:8 und es folgten wieder 3 Tore der Gelb-Weißen ohne Gegentreffer. Der Tabellenführer tat sich schwer und wechselte viel, doch so richtig stellte sich der Erfolg nicht ein. Zwischenzeitlich schauten die NSV-Spieler ungläubig zur Anzeigetafel, da sie nicht erwartet mit 17:11 führten. Doch kurz vor der Pause ließ die Konzentration etwas nach und so ging es „nur“ mit einer 18:13-Führung in die Halbzeit. In dieser wurde eindringlich gewarnt, dass weitere heiße 30 Minuten auf die Gelb-Weißen warten würden, da nicht anzunehmen war, dass sich die Pfefferkuchenstädtler ihrem Schicksal ergeben würden. Und wie richtig man lag, zeigten die ersten zwei Minuten der zweiten Hälfte. Drei Fehlern der Hausherren folgten drei schnelle Gegenstöße und schon stand es nur noch 18:16. Aber auch die Gelb-Weißen fanden wieder ins Spiel und der zwischenzeitliche Anschluss zum 20:19 wurde mit 3 Toren gekontert (23:19). Aber die Partie wurde intensiver, um nicht ruppiger zu sagen. Die Görlitzer ließen sich davon anstecken, verloren teilweise die Konzentration und Pulsnitz spielte wie ein Tabellenführer. Sie glaubten weiterhin an den Sieg und ließen sich auch nicht von einem 26:22 in der 47.Spielminute schocken. Routiniert spielten sie ihren Stiefel und erzielten mit einer Umstellung im Angriff die gewünschten Erfolge. Als in der 51. Spielminute eine sehr wichtige Säule im Görlitzer Spiel (Matthias Krausche) mit der dritten Zeitstrafe das Spielfeld verließ, mussten die Görlitzer im Angriff umstellen und verloren zusehends den Spielfaden. Zwar führte man zu dem Zeitpunkt noch mit 27:25 aber es verblieben noch 9 Spielminuten. In dieser Zeit konnte noch viel passieren, doch leider war dies nur auf der Pulsnitzer Seite der Fall. Der Druck im Angriffsspiel der Gelb-Weißen war weg und bis zum Schlusspfiff sollte den Hausherren kein Treffer mehr gelingen, dies war auch den fehlenden Wechselalternativen und damit dem Kräfteverschleiß zuzurechnen. Pulsnitz glich zum 27:27 aus und ging erstmals in der 58.Spielminute in Führung (27:28). Die Görlitzer hatten noch ihre Möglichkeiten, trafen aber nicht das Tor und am Ende verloren sie mit 27:29 ein sehr umkämpftes Spiel und machten es dem Tabellenführer sehr schwer. Leider wurden der große Kampf und das eigentlich gute Spiel des NSV Gelb-Weiß Görlitz – wie schon in der Vorwoche – nicht in Form wenigstens eines Unentschiedens belohnt. So heißt es nunmehr, nächste Woche bei Tabellenschlusslicht SG Sohland/Friedersdorf zu punkten – dies wird aber auch kein leichtes Unterfangen.

Tor: Gunnar Zähnsch, Markus Wiedemann

Feld: Matthias Krausche (8 Tore/2 Siebenmeter), Georg Geisler (3), Lennard Mischock, Tony Klose (5), Tai Do Ngoc (5), David Jäschke (1), Marius König, Ronny Blümke (3), Thomas Seeliger (2)

Gelbe Karten: Görlitz 3, Pulsnitz 4; Zeitstrafen: Görlitz 4, Pulsnitz 5; Rote Karten: Görlitz 2, Pulsnitz 0; Siebenmeter: Görlitz 2, Pulsnitz 6

TBSV Neugersdorf - NSV Gelb-Weiß Görlitz       25:24 (10:13)
Unglückliche Niederlage gegen den Verbandsliga-Absteiger

Am Samstagabend traf eine Rumpftruppe der 1.Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz auf den Verbandsligaabsteiger TBSV Neugersdorf. Die Neugersdorfer befinden sich nach dem Abstieg im Umbruch und belegen zurzeit mit ihrer jungen Truppe mit nur einer Niederlage in fünf Spielen den vierten Tabellenplatz. Die Görlitzer befinden sich mit 2 Siegen und 3 Niederlagen im Mittelfeld, standen aber diesen Samstag vor einer Herkulesaufgabe. Gerade einmal 2 Feldspieler standen zum Wechseln zur Verfügung und im Rückraum sah es äußerst mau aus. Zum Glück stellten sich Lennard Mischock und David Stasiak nach ihrem Spiel bei der zweiten Mannschaft zur Verfügung, so dass zumindest diese Wechseloptionen bestanden. Aber Bange mach galt nicht und so sollten die anwesenden Spieler die Hausherren so lange wie möglich ärgern. Die gewählte Angriffsformation zeigte den gewünschten Erfolg und nach 9 Spielminuten stand es 3:3. Was dann folgte war vom NSV sehr gut gespielt. 3 Tore in Folge brachten das 3:6 und so hätte es auch weitergehen können. Leider verletzte sich Marco Schlesier und benötigte eine Pause. David Stasiak wurde nachgetragen und kam fortan im Angriff zum Einsatz. Dem Spielfluss tat dies keinen wirklichen Abbruch und die Gelb-Weißen blieben mit den erkämpften 3 Toren in Front. Vor allem Matthias Krausche strahlte selbst viel Torgefahr aus und wenn er nicht zum Abschluss kam, fand er den freien Mann. Mit dem 10:13 zur Pause konnten die Gelb-Weißen sehr zufrieden sein. Alles Vorgegebene wurde umgesetzt und die Führung war verdient. Es war aber allen bewusst, dass es am Ende eine Frage der Kraft werden würde, da mittlerweile neben Marco Schlesier auch Georg Geisler und Thomas Seeliger angeschlagen waren. Doch davon war zumindest spielerisch nicht zu merken, nach 2 Minuten in der zweiten Halbzeit führten die Görlitzer mit 10:15 und es schien, als ob sie das Spiel im Griff hatten. Nach 38 Spielminuten führten die Gelb-Weißen sogar mit 12:20. Aber der Kräfteverschleiß war deutlich zu sehen und auch die angeschlagenen Spieler brauchten immer wieder mal eine Pause. Aufgrund fehlender Alternativen auf der Bank war dies aber nicht möglich und so stieg die Fehlerzahl. Neugersdorf nutzte jeden Fehler zum schnellen Umkehrspiel und es war nur Markus Wiedemann im Tor zu verdanken, dass der Vorsprung nur langsam schmolz. Mit einer Auszeit sollten die Nerven etwas beruhigt und der Drang der Hausherren gestoppt werden. Es war noch viel Zeit auf der Spieluhr und es musste jedem klar sein, dass zu diesem Zeitpunkt noch nicht die Entscheidung fiel. Neugersdorf machte weiter und nun verletzte sich auch noch David Stasiak. In der 48. Spielminute beim Stand von 18:20 musste die letzte Auszeit herhalten, um nicht das Spiel vollständig aus der Hand zu geben. Zwar konnte der Lauf des TBSV dann mit dem 21. Trefffer der Gelb-Weißen gestoppt werden, aber Neugersdorf war wieder dran und baute sich mit jeder Aktion weiter auf. Bis zum 23:24 behielten immer noch die Görlitzer die Führung, mussten aber in der 59. Spielminute 2 Hinausstellungen sowie den Ausgleich verkraften. Da noch zu viel Zeit auf der Spieluhr war, konnte diese nicht runtergespielt werden. Der Angriff war leider nicht erfolgreich und mit dem 25:24 ging Neugersdorf erstmals seit dem 1:0 wieder in Führung. Die verbleibende Zeit konnte im 4 gegen 5 – ohne den mit 12 Toren besten Werfer Matthias Krausche – nicht mehr erfolgreich gestaltet werden. So verloren die Görlitzer völlig unglücklich ein Spiel, welches vom Spielverlauf nicht hätte verloren werden dürfen. Aber mit den 4 angeschlagenen Spielern und den fehlenden Wechselalternativen fehlte am Ende die Kraft für den Sieg. Vor dem Spiel hätte man dieses Ergebnis gern genommen, aber so. Somit heißt es nun, die Blessuren pflegen, damit nächste Woche gegen den in dieser Saison noch ungeschlagenen HSV 1923 Pulsnitz eine ähnliche Leistung abgerufen werden kann.

Tor: Markus Wiedemann
Feld: Matthias Krausche (12 Tore/5 Siebenmeter), Lennard Mischock, Thomas Seeliger (2), Georg Geisler (1), Michael Gräber (4), Tai Do Ngoc (4), Marco Schlesier (1), David Stasiak (1)

Gelbe Karten: Görlitz 3 Neugersdorf 2; Zeitstrafen: Görlitz 3, Neugersdorf 2; Siebenmeter: Görlitz 5, Neugersdorf 3

NSV Gelb-Weiß Görlitz – SV Lok Schleife 22:25 (09:10)
Niederlage selbst zuzuschreiben?

Am Samstagabend traf die 1.Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz auf die Mannschaft des SV Lok Schleife. Die Schleifer sind in der noch jungen Saison ungeschlagen und trafen auf einen personell nicht bestbesetzten NSV. Dennoch sollten die Gelb-Weißen über eine sichere Abwehr den Ball schnell nach vorn tragen, um so vielleicht zu einfachen Toren zu kommen. Es dauerte im Spiel ein bisschen, bis das erste Tor viel und auch in der Folgezeit sollten Tore Mangelware bleiben. Dies lag vor allem an den Torhütern, die sich mehrfach auszeichnen konnten. Bis zur Pause blieb das Spiel sehr spannend (9:10), wobei die Gelb-Weißen leider viel zu viele Chancen liegen ließen. Dabei wurde eine /.5_Führung wieder hergegeben, um einen eigenen 8:10-Rückstand hinnehmen zu müssen. In der Pause wurde vor allem die Chancenverwertung angesprochen, da die Möglichkeiten da waren, nur der Erfolg sich nicht einstellte. Die zweite Hälfte verlief bis zur 50. Spielminute wie die erste Hälft. Auf beiden Seiten fielen wenig Tore und der Spielstand blieb ausgeglichen. Die Abwehrreihen und vor allem die Torhüter dominierten das Spiel. In der 48. Minuten führten die Görlitzer mit  20:18 und hatten sich vor allem in der Abwehr gefunden. Aber die Führung hielt nicht und nach dem 20:20-Ausgleich und dem Versuch mit einer Auszeit, den Schleifer Lauf zu stoppen, erzielten die Gäste weitere 3 Tore und führten wohl vorentscheidend mit 20:23 in der 56. Spielminute. Zwar verkürzte Michael Gräber noch einmal auf 22:24, am Ende verloren die Görlitzer mit 22:25 ein über weite Phasen enges Spiel. Im gesamten Spiel haderten die Gelb-Weißen mit sich selbst, vor allem wegen der eigenen Chancenverwertung.    

Tor:                  Markus Wiedemann
Feld: Louis Schilling (5 Tore/2 Siebenmeter), Falk Pabst (5), Ronny Blümke, Tony Klose, Tai Do Ngoc (2), Georg Geisler (3), Lennard Mischock, Michael Gräber (5), Thomas Seeliger (1), Marius König (1)

Gelbe Karten: Görlitz 1, Schleife 2; Hinausstellungen: Görlitz 7, Schleife 3; Siebenmeter: Görlitz 5, Schleife 8

HVH Kamenz - NSV Gelb-Weiß Görlitz     31:23 (14:11)
Klare Niederlage beim aufgestiegenen Absteiger

Am Sonntagnachmittag traf die 1.Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz auf die Vertretung des HVH Kamenz. Diese Mannschaft ist für die Gelb-Weißen eine unbekannte. Die Hälfte der Spieler stieg mit dem HVH Kamenz II aus der Ostsachsenklasse in die Ostsachsenliga auf. Allerdings wurde die erste Männermannschaft von Kamenz im Winter aus der Sachsenliga zurückgezogen und somit traf man auf einige Spieler, die viel Erfahrung in zwei Ligen höher sammeln konnten. Die ersten Spiele hat diese Mannschaft dann auch sicher gewonnen und führt somit die Tabelle an. Die Gelb-Weißen haben sich nach der Auftaktniederlage mit 2 Siegen zu Hause stabilisiert und wollten in dieser Partie einfach nicht untergehen. Zu Beginn des Spiels hielten die Görlitzer gut mit, sahen aber in der Abwehr schnell, wie das Spiel laufen würde. Mit viel Druck und platzierten Würfen brachten sich die Kamenzer nach dem 3:3 richtig in Stellung. Die NSV-Abwehr fand nicht immer das richtige Mittel und Kamenz ging mit 10:5 in Führung. Im Angriff spielten die Gelb-Weißen recht ordentlich, brachten aber nicht immer was Zählbares auf die Anzeigetafel. Nach dem 11:8 blieb der Rückstand bis zur Halbzeit bei 3 Toren (14:11). Für den NSV galt es in der zweiten Hälfte weiterhin im Angriff die Chancen zu nutzen und mit viel Laufarbeit die Kamenzer Deckung in Bewegung zu bekommen. Und in der Abwehr musste vor allem die Rückzugsbewegung besser koordiniert werden, damit die schnellen Kamenzer nicht zu zu vielen einfachen Toren kommen können. Aber nach dem Wiederanpfiff waren die Worte wohl noch nicht zur Umsetzung angekommen. Mit 3 Toren setzten sich die Hausherren auf 17:11 ab und behielten diese auch in der Folgezeit. Die Görlitzer spielten munter mit, schafften es aber nicht, den Rückstand zu verkürzen. Beim 24:16 wurde eine Auszeit genommen. Es galt nunmehr, das Spiel ordentlich zu Ende zu bringen und sich nicht „abschlachten“ zu lassen. Zwar erhöhten die Kamenzer ihre Führung auf maximal 11 Tore, doch mit viel Einsatz wurde dieser Rückstand zum Spielende auf 8 Tore verkürzt und so verloren die Görlitzer mit 31:23. Am Ende kann man mit diesem Ergebnis nicht zufrieden sein, aber angesichts der Vorgeschichte kann man mit dem Ergebnis auch nicht unzufrieden sein.
Nächste Woche muss mit einigen personellen Problemen behaftet gegen den SV Lok Schleife zu Hause bestanden werden, bevor es in die erste Saisonpause geht.

Tor: Markus Wiedemann
Feld: Matthias Krausche (8 Tore/2 Siebenmeter), Lennard Mischock (1), Maciej Przybysz (1), Thomas Seeliger (2), Louis Schilling, Michael Gräber (5), Tai Do Ngoc (6/1), Marco Schlesier, Marius König, David Jäschke                     

Gelbe Karten: Görlitz 2, Kamenz 2, Zeitstrafen: Görlitz 4, Kamenz 6, Siebenmeter: Görlitz 5, Kamenz 3

NSV Gelb-Weiß Görlitz - SV Koweg Görlitz II      26:20 (11:08)
Zähes Stadtderby geht an die Gelb-Weißen

Am frühen Samstagabend fand recht frühzeitig in der Ostsachsenligasaison das erste Stadtderby zwischen der 1.Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz und der zweiten Vertretung des SV Koweg Görlitz statt. Nachdem letzte Woche die Gelb-Weißen ihren ersten Saisonsieg einfahren konnten, haben die Koweg-Spieler bisher ihre beiden Partien verloren. Für die Gelb-Weißen galt es also, an die Leistung der vergangenen Woche anzuknüpfen und mit einer stabilen Abwehr, den Gegner zu fordern. Zu Beginn sollte dies mit einem 4-2-Angriff erfolgen, welcher aber Mitte der ersten Halbzeit zu Gunsten der bekannten 5-1-Angriffsformation umgestellt wurde. Im Rückraum sorgten Max Weinhold und Matthias Krausche für viel Bewegung und Torgefahr und nach dem zwischenzeitlichen 3:4-Rückstand und 5:5-Ausgleich wurde mit viel Energie eine 9:5-Führung erworfen. Wer aber nun glaubte, dass das Spiel in sichere (gelb-weiße) Bahn gelenkt wurde, sah sich getäuscht. Koweg hielt mit viel Laufbewegung dagegen und erzielte den zwischenzeitlichen 10:8-Anschluss. Kurz vor der Pause erhöhte aber Matthias Krausche auf 11:8 und so ging es mit einer 3-Tore-Führung in die Pause. Zu erwähnen ist (leider), dass sich kurz vor der Pause der Koweg-Spieler Dührig bei einer Abwehraktion schwer verletzte und ins Krankenhaus gebracht werden musste. Auf diesem Weg beste Wünsche für eine schnelle Genesung. In der Pause wurden bei den Gelb-Weißen die sichtbaren Fehler angesprochen und mit Druck auf die Nahtstellen der Abwehr sollte in der zweiten Halbzeit Torgefahr erzeugt werden. Nach drei Minuten betrug der Vorsprung 5 Tore (13:8) und der zwischenzeitliche Anschluss zum 13:10 wurde relativ schnell wieder zum 15:10 gedreht. Die Folgezeit gehörte dann den Gelb-Weißen, die sich mit 2 weiteren Toren auf 17:10 absetzten. In dieser Phase war – wie aber auch im gesamten Spiel – Verlass auf Markus Wiedemann im Tor, der den ein oder anderen Ball hielt und somit dem NSV die Hochphase bescherte. Bei diesem Vorsprung blieb es dann auch bis zum Ende des Spiels. Zwar war Koweg weiterhin gefährlich und verkürzte immer wieder einmal den Spielstand, aber die Gelb-Weißen hatten immer die richtige Antwort parat und gewannen am Ende verdient mit 26:20. Leider war dieses Spiel aber kein Leckerbissen für die Zuschauer, viel zu viele Entscheidungen waren auf beiden Seiten nicht nachvollziehbar und nach klarer Ansage der Schiedsrichter nach der Halbzeitpause zog sich das Spiel in der zweiten Hälfte richtig zäh hin. Viel Kampf und teilweise Krampf bestimmten das Geschehen, welches aber zum Glück für die Gelb-Weißen den wohl richtigen Sieger fand. Nächste Woche trifft man auf den Absteiger aus der Sachsenliga – HVH Kamenz – welcher als Favorit ins Spiel gehen wird. Die Görlitzer müssen die sich bietenden Chancen nutzen und hoffen am Ende auf ein ausgeglichenes Spiel.
Vor dem Spiel wurde dem NSV Gelb-Weiß Görlitz durch Dirk Hübner, Vertreter der Interhyp AG und ehemaliger Spieler des NSV, ein symbolischer Scheck über 1000 EUR übergeben. Mit diesem Geld wurden die neuen Erwärmungsshirts der Mannschaft finanziert – ein recht herzlicher Dank geht an die Interhyp AG und Dirk Hübner. Dieser ließ es sich dann auch nicht nehmen, in diesem Spiel offiziell als Wischer mit zu wirken.

NSV Gelb-Weiß Görlitz
Tor: Markus Wiedemann
Feld: Matthias Krausche (9 Tore/2 Siebenmeter), Georg Geisler (1), Lennard Mischock (1), Marius König (1), Robert Kubitz, Thomas Seeliger, Marco Schlesier (1), Max Weinhold (6), Tai Do Ngoc (6/2), Louis Schilling (1)

SV Koweg Görlitz II
Tor: Max Hertrampf, David Schulz
Feld: Torsten Schramm (1 Tor/1 Siebenmeter), Tino Wallor (1), Danilo Krause (6), Mathias Fröck (2), Rene Neumann (1), Peter Henker (1), Torsten Kuhnt (3/1), Marc Rechner, Andre Feja (4), Philipp Dührig (1), Jannis Haberland

Gelbe Karten: NSV 4, Koweg 3; Zeitstrafen: NSV 3, Koweg 7; Siebenmeter: NSV 5, Koweg 3

NSV Gelb-Weiß Görlitz – LHV Hoyerswerda II 24:17 (11:07)
Souveräner Arbeitssieg bringt die ersten beiden Punkte

Am Samstagabend traf die 1.Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz auf die Reserve des LHV Hoyerswerda. Mit nur 10 Spielern angereist und einer 10-Tore-Niederlage in der Vorwoche war dieser Gegner dennoch nicht zu unterschätzen. Die jungen Spieler sind allesamt technisch gut ausgebildet und auch konditionell muss eine numerische Unterzahl nicht immer von Nachteil sein. Die Gelb-Weißen konnten zwar 13 Spieler aufweisen, doch war der Rückraum nicht wirklich gut besetzt – zumal das Zusammenspiel der vorhandenen Rückraumakteure noch nicht wirklich oft trainiert werden konnte. Dennoch war die Devise die erwartete offensive Abwehr mit viel Laufbereitschaft zu bewegen und vor allem aus der eignen 6-0-Abwehr heraus, Druck zu machen. Bis zum 2:2 in der 6.Spielminute brauchten die Görlitzer, um sich auf die gegnerische Abwehr und deren Angriff einzustellen, fanden aber in der Folgezeit die richtigen Mittel. Vor allem Matthias Krausche machte viel Dampf und erzielte bis zur Pause 6 Treffer und glänzte mit einigen guten weiteren Aktionen. Aber auch Georg Geisler brachte viel Bewegung ins Spiel und so führten die Hausherren zur Pause mit 11:7. Diese Führung war auch Markus Wiedemann im Tor zu verdanken, der einige Fehler der Abwehr – die aber dennoch einen guten Job machte – ausmerzte. In der Pause gab es nicht viel zu bemängeln – außer der Chancenverwertung. Zurück auf dem Feld machten die Görlitzer da weiter, wo sie aufgehört hatten. Die Abwehr verschob in der gewohnten 6-0 gut seitlich und fand größtenteils auch Antworten auf das immer wiederkehrende Spiel mit 2 Kreisläufern der Zusestädter. Und wenn dennoch eine Chance geboten wurde, stand dann noch Markus Wiedemann im Tor. Der Vorsprung pegelte sich bei 4 bis 5 Toren ein und bis zum Schlusspfiff wurde dieser sogar noch auf 7 Tore erhöht. Dieser ungefährdete 24:17-Start-Ziel-Sieg darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Gegner noch viel mit sich und seinem eigenem Zusammenspiel kämpfte und vor allem die Chancen noch besser verwertet werden müssen. Das eigene Zusammenspiel muss ebenfalls weiter trainiert werden, damit in einer Woche beim nächsten Heimspiel gegen den SV Koweg Görlitz II erneut ein Sieg gefeiert werden kann.

Tor: Gunnar Zähnsch, Markus Wiedemann
Feld: Matthias Krausche (9 Tore/2 Siebenmeter), Marco Schlesier (2), Tony Klose, Louis Schilling (1), Michael Gräber (2), Thomas Seeliger, Georg Geisler (3), Tai Do Ngoc (7/1), Robert Kubitz, Marius König, Lennard Mischock

Gelbe Karten: Görlitz 3, Hoyerswerda 2; Zeitstrafen: Görlitz 1, Hoyerswerda 1; Siebenmeter: Görlitz 3, Hoyerswerda 1

SG Oberlichtenau - NSV Gelb-Weiß Görlitz         32:27 (18:11)
Zu viele Fehler besiegeln klare Niederlage

Wie schon fast jede bisherige Saison reiste die 1.Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz zur Mannschaft der SG Oberlichtenau. Und fast immer war für die Gelb-Weißen im ersten Saisonspiel kaum etwas zu holen. Zu groß sind die Unwägbarkeiten, da die Saisonvorbereitung bei einigen Spielern nicht optimal verlief. So musste man sich drauf verlassen, dass die Spieler sich lange genug kennen und in Bezug auf den Gegner wurde auf das Wissen der Vorjahre zurückgegriffen. Und dies bedeutete, dass man sich keine Fehler leisten durfte und im Rückwärtsgang besonders aufmerksam sein musste. Doch genau diese beiden Vorgaben wurden nicht umgesetzt. Bis zum 6:4 aus Görlitzer Sicht war das Spiel ganz in Ordnung, doch in der Folgezeit häuften sich die Fehler (egal ob im Wurf oder bei Abspielen) und Oberlichtenau zog das gefürchtete Tempospiel auf. Binnen 5 Minuten wurde aus einem 7:4 ein 11:5 und als sich die Neißestädter wieder fingen und auf 15:11 verkürzten, waren es wieder einfache Ballverluste, die am Ende die 18:11-Pausenführung für Oberlichtenau bedeuteten. Aber Aufgeben ist keine wirkliche Option und so wurden die Schwachpunkte im gelb-weißen Spiel während der Pause angesprochen und gedanklich sollte noch einmal mit 0:0 gestartet werden. Zwar wurde im Spiel nun besser agiert, aber am Rückstand änderte sich nicht viel. Beim 22:15 und später beim 28:21 waren es immer noch 7 Tore. Mit noch 10 Minuten Spielzeit wurde während der Auszeit noch einmal an den Kampfgeist appelliert, da man sich hier nicht unter Wert verkaufen sollte. Diese Pause brachte noch einmal frischen Wind ins Görlitzer Spiel und der Rückstand konnte auf 4 Tore reduziert werden (29:25). So sah das Ergebnis am Ende mit 32:27 nicht ganz so deutlich aus, wie es hätte nach dem Spielverlauf sein können. Im Angriff blieb beim NSV vieles Stückwerk und auch die Abwehr benötigt wohl noch ein zwei Spiele, um sich wieder zu finden. Ein gutes Debüt feierte in diesem Spiel Georg Geisler, der im Angriff viel Bewegung brachte und 3 Tore selbst erzielte.
Nächste Woche empfangen die Neißestädter die zweite Vertretung des LHV Hoyerswerda und da sollte mit einer Leistungssteigerung und mehr Konzentration durchaus ein Punktgewinn drin sein.

Tor:  Sebastian Fiebig, Markus Wiedemann
Feld: Maciej Przybysz (5 Tore/2 Siebenmeter), Georg Geisler (3), Matthias Krausche (5), Thomas Seeliger, Ronny Blümke, Michael Gräber (3), Tai Do Ngoc (4/3), Marco Schlesier (1), Marius König, Falk Pabst (6)

Gelbe Karten: Görlitz 3, Oberlichtenau 3; Zeitstrafen: Görlitz 2, Oberlichtenau 6; Siebenmeter: Görlitz 7, Oberlichtenau 2