Spielberichte Ostsachsenliga 2019/2020

TBSV Neugersdorf - NSV Gelb-Weiß Görlitz       22:20 (10:11)
Zwei Punkte gegen den Absteiger hart erkämpft

Am Samstagabend empfing die der 1.Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz in der neuen Schenckendorff-Halle die erste Mannschaft des TBSV Neugersdorf. Die ungewöhnliche Umgebung wurde gewählt, weil in der Jahnsporthalle eine Parallelveranstaltung stattfand und man eine Verlegung des Spiels nicht in Betracht zog. Somit spielte man erstmals ein Liga-Punktspiel zu Hause ohne Wachs. Dies hätte den Favoriten Neugersdorf – immerhin als Verbandsligaabsteiger zurzeit Tabellendritter und gewohnt ohne Wachs zu spielen – in die Hände spielen können. Für die Gelb-Weißen – als Tabellenachter – galt es, die Überraschungsleistung aus dem Hinspiel (nach langer Führungszeit am Ende mit einer Rumpftruppe im Oberland nur knapp mit 25:24 verloren) sowie aus der Vorwoche (Unentschieden in Schleife) zu wiederholen. Mit gut gefüllter Bank waren die Vorgabe, sichere Abwehr und schnelle Gegenbewegung. Auf Grund des Wachsverbotes sollte auch besondere Konzentration auf den Abschluss gelegt werden. Aber der Beginn verlief anders. Zwar wurden sich Chancen erspielt, aber es dauerte 4 Spielminuten ehe das erste Tor fiel. Bis zur 7. Minute führten die Hausherren mit 3:0, mussten aber in der Folgezeit einen 0:4-Lauf der Oberländer verkraften (3:4 nach 14 Minuten). Es entwickelte sich nun ein zähes Spiel, was Tore anging, denn beide Defensiven sowie die Torhüter dominierten das Spiel. Die Görlitzer hatten erneut im gesamten Spiel einen sehr sicheren Rückhalt in Markus Wiedemann, der neben 3 Siebenmetern auch noch viele freie Bälle parierte. Die Seiten wurden mit 10:11 für Neugersdorf gewechselt und die Görlitzer konnten recht zufrieden sein, da man dem Tabellendritten bis zu diesem Zeitpunkt viel abverlangte. Nach der Pause holten sich die Gelb-Weißen die Führung zurück (12:11 nach 34 Minuten). Weiterhin bestimmten die Abwehrreihen und Torhüter das Geschehen. Während der NSV immer ein Tor vorlegte, konnte Neugersdorf immer nur ausgleichen. Und immer wenn die Gelegenheit für den TBSV bestand, einmal in Führung zu gehen, hielt Markus Wiedemann das Unentschieden fest. Nach dem zu 16:16 gelang den Gelb-Weißen binnen einer Minute ein kleiner 2:0-Lauf und somit erstmals in der zweiten Hälfte eine zwei Tore Führung (18:16). In die letzten 5 Minuten des Spiels ging es mit einer knappen 19:18-Führung, welche nicht nur verteidigt sondern weiter ausgebaut wurde. Zwei Minuten vor Schluss stellte Matthias Krausche mit seinem 7. verwandelten Siebenmeter (von 7) auf 22:18 und sorgte somit für die Entscheidung. Die verbleibenden Sekunden nutzte Neugersdorf zu zwei schnellen Toren und beim 22:20 52 Sekunden vor Schluss wurde die letzte Auszeit der Hausherren genommen. Es galt den Ball so lange wie möglich zu halten, um nicht noch einmal in Bedrängnis zu geraten. Dies klappte nicht ganz und der freie Wurf ging leider nicht ins Tor. Aber man war schnell genug zurück, um den Gegenangriff zu stoppen und so gelang am Ende ein etwas überraschender 22:20-Heimsieg gegen einen nicht aufsteckenden Gegner. In diesem Spiel erfüllte jeder Spieler die ihm zugewiesene Aufgabe und mit mannschaftlicher Geschlossenheit, wurde ein Kampfspiel positiv gestaltet. Nächste Woche geht es zum Tabellenzweiten HSV 1923 Pulsnitz – mal schauen, was da möglich ist.

Tor: Markus Wiedemann, Gunnar Zähnsch
Feld: Matthias Krausche (9 Tore/7 Siebenmeter), Lennard Mischock, Thomas Seeliger (1), Marius König, Michael Gräber (5), Louis Schilling (2), Marco Schlesier (1), Stefan Nitsche (1), Max Weinhold (3), Clemens Färber
Gelbe Karten: Görlitz 3 Neugersdorf 2; Zeitstrafen: Görlitz 5, Neugersdorf 6, Siebenmeter: Görlitz 7, Neugersdorf 7

SV Lok Schleife – NSV Gelb-Weiß Görlitz 22:22 (10:08)
Ein Punkt in Schleife geholt

Nach der Winterpause reiste die 1.Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz zur heimstarken Mannschaft des SV Lok Schleife. Das Hinspiel verloren die Gelb-Weißen mit 22:25 und auch die Tabellenplatzierung sprach eigentlich für die Gastgeber. Bisher gab der Tabellenfünfte zu Hause noch keinen Punkt ab. Die Görlitzer selbst lieferten bisher fast immer gute Spiele, verloren aber meist am Ende doch die Punkte. Diesmal sollte es aber anders werden und der NSV wollte gleich in die „Geschichte“ eingehen, als die erste Mannschaft, die Schleife Punkte in der neuen Halle abnahm. Hierzu muss gesagt werden, dass die alte ehrwürdige Lokhalle mit ihrem Parkett der Vergangenheit angehört und seit Neuestem Schleife auch wachsfrei in einer neuen Halle spielen muss. Der Beginn gehörte aber Schleife. In der siebenten Spielminute stand es 3:0 und Görlitz fand nicht ins Spiel. Aber als dann endlich das erste Tor fiel wurde in der 15. Minute der 4:4-Ausgleich erzielt. Es blieb in der Folgezeit spannend, wobei stets Schleife mehr (9:6) oder weniger (9:8) in Führung lag. Die Seiten wurden beim Stand von 10:8 für Schleife gewechselt und so war für die Neißestädter noch alles möglich. Bis zur 42. Minute führte Schleife mit 15:12 und die Görlitzer liefen nur hinterher. Doch zu diesem Zeitpunkt erhielt ein Schleifer Spieler seine dritte Zeitstrafe und somit war für ihn das Spiel beendet. Die Gelb-Weißen nutzten die Überzahl zum 15:14-Anschluss und erkämpften sich in der Folgezeit den 18:18-Ausgleich. Doch nicht nur das. In der 56. Minute führte man selbst mit 19:22, doch leider hielt man dem Druck der Hausherren nicht stand und kurz vor dem Ende musste man den 22:22-Ausgleich hinnehmen. Am Ende stand in dem spannenden Spiel ein 22:22-Unentschieden auf der neuen Anzeigetafel, wobei es wie schon oft in dieser Saison war. Hätte man den Gelb-Weißen vor dem Spiel dieses Ergebnis angeboten, wäre jeder zufrieden gewesen, doch nach dem Spielverlauf wären auch zwei Punkte möglich gewesen. Doch auch der eine Punkt geht in Ordnung. Nächste Woche geht es – zumindest für ein Spiel – den Görlitzern wie dem SV Lok Schleife, man tritt in der neuen Schenckendorff-Halle gegen den TBSV Neugersdorf an. Im Hinspiel ärgerte man den Absteiger aus der Verbandsliga sehr lange und verlor nur mit 25:24, vielleicht gelingt diesmal am 07.03.2020 wieder ein Punktgewinn wie in Schleife.

Tor: Markus Wiedemann, Sebastian Fiebig, Lukasz Szenkiel
Feld: Tai Do Ngoc (2 Tore/1 Siebenmeter), Marco Schlesier, Louis Schilling (2), Tony Klose (2), Matthias Krausche (7/4), Maciej Przybysz (1), Gerog Geisler (1/1), Thomas Seeliger (3), Lennard Mischock, Michael Gräber (4)
Gelbe Karten: Görlitz 2, Schleife 4; Zeitstrafen: Görlitz 3, Schleife 6; Rote Karten: Görlitz 0, Schleife 1; Siebenmeter: Görlitz 6, Schleife 4

NSV Gelb-Weiß Görlitz - HVH Kamenz     22:25 (13:13)
Eigentlich eine „ordentliche“ Niederlage – aber eigentlich nur eigentlich

Am Samstagabend traf die 1.Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz auf die Vertretung des HVH Kamenz. Diese Mannschaft steht bisher mit nur einer Niederlage auf Tabellenplatz 1 und hat ihre Spiele im Schnitt mit 8 Toren Vorsprung gewonnen. Auch das Hinspiel ging mit 31:23 (und damit auch mit diesen 8 Toren) an die Lessingstädter. Ohne Zweifel profitiert der HVH Kamenz dabei von den jahrelangen Ober- und Verbandsligaerfahrungen vieler Spieler. Für die Gelb-Weißen galt es, obwohl die Bank personell gut besetzt war, das Spiel so lange wie möglich offen und mit den Kräften zu haushalten. Denn obwohl 13 Spieler zur Verfügung standen, meldeten sich mit Marius König und Michael Gräber zwei Spieler wieder fit, die seit Ende November nicht mehr gespielt hatten. Und auch Stefan Nitsche und Robert Mischock können alles andere als trainieren. Somit war jedem klar, dass alles andere als eine Niederlage eine Überraschung gewesen wäre. Die Neißestädter wollten so lang wie möglich dranbleiben und den Gegner einfach fordern. Und dies gelang sehr gut. Beim 3:2 sahen die Zuschauer erstmals die Hausherren in Führung und auch wenn diese keinen Bestand hatte, wurde sie beim 8:7 noch einmal zurückgeholt und nach dem 9:9-Ausgleich beim 11:9 erstmals in eine 2-Tore-Führung ausgebaut. Viel Bewegung, schnelles Rückzugsverhalten und ein starker Markus Wiedemann im Tor bestimmten das gelb-weiße Spiel und auch die Chancenverwertung war recht ordentlich. Kurz vor der Pause erhielt Kamenz die einzige Zeitstrafe im Spiel und der NSV wollte die Überzahl zur Halbzeitführung nutzen. Trotz Auszeit und Absprache wurde der Ball verdaddelt und Kamenz ging mit 12:13 in Führung. Aber der direkte Gegenangriff brachte mit dem Halbzeitsignal einen Freiwurf, welche Matthias Krausche zum 13:13-Halbzeitstand direkt nutzte. In der Pause gab es nicht viel zu korrigieren. Man sah, dass der Gegner heute nicht so überlegen spielte wie erwartet und man sollte an die Chance zum Punktgewinn glauben. Das Spiel blieb bis zur 45. Minute ausgeglichen, wobei die Görlitzer einen 15:18-Rückstand zum 18:18 ausglichen. Aber eins merkte man die gesamte Zeit, die Kamenzer verfielen nicht in Panik sondern spielten ruhig ihre Spielzüge runter. Hier zeigte sich die ganze Erfahrung und zwischen der 45. und 53. Spielminute erhöhte Kamenz zum 19:24. Die Görlitzer gaben sich nicht auf und kämpften bis zum Schluss, aber mehr als eine respektable 22:25-Niederlage stand am Ende nicht zu Buche. Vor dem Spiel wäre dieses Ergebnis von jedem eigentlich sofort genommen worden, aber nach dem Spielverlauf und dem ordentlichem Auftreten der Mannschaft, muss man leider sagen, dass an diesem Tag eigentlich mehr drin gewesen ist. Das fehlende Zusammenspiel und die mangelnde Spielpraxis einiger Akteure, konnte aber am Ende nicht kompensiert werden. Auf der Leistung lässt sich aber aufbauen und so sollte es auch nicht mehr lange dauern, bis auch wieder zu Hause gewonnen werden wird. Erwähnenswert ist noch, dass obwohl das Spiel lange Zeit sehr eng war, lediglich eine einzige Zeitstrafe gegeben wurde.
Tor: Markus Wiedemann, Gunnar Zähnsch
Feld: Matthias Krausche (9 Tore/4 Siebenmeter), Lennard Mischock (3), Robert Mischock (1), Thomas Seeliger (2), Ronny Blümke (2/2), Michael Gräber (3), Marco Schlesier,  Marius König (1), Tony Klose, Stefan Nitsche (1)
Gelbe Karten: Görlitz 3, Kamenz 1; Zeitstrafen: Görlitz 0, Kamenz 1; Siebenmeter: Görlitz 7, Kamenz 4

SV Koweg Görlitz II - NSV Gelb-Weiß Görlitz      24:29 (12:14)
Zweites Stadtderby der Liga geht in den Schlussminuten an Gelb-Weiß

Am Samstagnachmittag stand in Rauschwalde das zweite Stadtderby der Ostsachsenliga auf dem Spielplan. Dabei traf die 1.Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz auf die zweite Vertretung des SV Koweg Görlitz. Im Vergleich zur Vorwoche verbesserte sich die personelle Situation der Gelb-Weißen deutlich und so sollte das Spiel schnell gestaltet werden. Diese Forderung ergab sich auch beim Blick auf den Gegner. Dieser hat zurzeit ebenfalls personelle Probleme, so dass neben einem Spieler der 1.Männermannschaft auch noch deren Trainer sowie der Trainer der Zweiten auf dem Spielbericht auftauchten. Für den NSV war dieses Spiel nach einer Niederlagenserie immens wichtig und alles andere als ein Sieg war nicht hinnehmbar. Diesem selbst auferlegten Druck hielt die Mannschaft zu Beginn aber nicht stand. Zwar erspielte man sich gute Chancen, verwertete aber diese nicht erfolgreich. So führte Koweg on der 9. Minute mit 5:3 und stellte durch langgespielte Kombinationen vor allem den gelb-Weißen Mittelblock immer wieder vor Probleme. Da auch die schnelle Gegenbewegung nach Ballgewinnen nicht wirklich funktionierte, blieb es bis zum 9:9 eine ausgeglichene Angelegenheit, die immer Koweg in Führung sah. Erstmals gingen die Gelb-Weißen beim 9:10 in Führung und von nun an waren es immer die Gäste, die mit einem Tor in Führung lagen und den Ausgleich hinnehmen mussten. Dieses Spiel zog sich bis zum 12:12 und erst 2 Tore in der letzten Minute der Halbzeit brachten die 12:14 Halbzeitführung für den NSV. In der Kabine wurden die Fehler und auch die Chancen, die ohne Zweifel da waren, aber nicht konsequent genutzt wurden, angesprochen. Direkt nach der Pause wurde der Vorsprung sogar auf 12:16 ausgebaut. Aber die Zeit zwischen der 33. und 37. Spielminute gehörte deutlich Koweg. Neben einer Zeitstrafe mussten die Gelb-Weißen auch einen 4:0-Lauf der Koweg-Spieler verarbeiten. Als wieder Gleichzahl herrschte übernahmen die Gelb-Weißen wieder das Zepter und führten mit 16:18. Aber es blieb dabei, dass trotz gefälligem Spiel zu viele klare Chancen einfach nicht genutzt wurden. Koweg glich zum 19:19 und nach dem 20:22 für den NSV auch wieder zum 22:22 aus. Die Gelb-Weißen reagierten direkt mit einer Auszeit bei noch 8 Minuten Restspielzeit. Die Mannschaft wurde, obwohl eigentlich nicht schlecht gespielt wurde, komplett umgestellt und neu ausgerichtet. Der Erfolg stellte sich auch innerhalb von 3 Minuten ein, da die müder werdenden Gastgeber von Koweg mit einem 0:4-Lauf geschockt wurden (22:26). Auch die Auszeit der Hausherren stoppte die Gelb-Weißen nicht und beim 22:27 war die Vorentscheidung gefallen. Zwar verkürzte Koweg noch einmal auf 24:27, aber die letzte Auszeit des NSV 2 Minuten vor Schluss brachte die nötige Ruhe und am Ende gewannen die Gelb-Weißen dieses wichtige Spiel mit 24:29.
Nächste Woche spielt der NSV Gelb-Weiß Görlitz in der heimischen Jahnhalle gegen den Tabellenführer HVH Kamenz, wobei es da eher darum geht den Favoriten so lange wie möglich zu ärgern und ein gutes Spiel zu zeigen.

NSV Gelb-Weiß Görlitz
Tor: Markus Wiedemann, Gunnar Zähnsch
Feld: Matthias Krausche (10 Tore/4 Siebenmeter), Georg Geisler (2), Lennard Mischock (2), Maciej Przybysz (5), Tony Klose, Thomas Seeliger, Marco Schlesier (1), Tai Do Ngoc (4), Louis Schilling (5)

SV Koweg Görlitz II
Tor: Björn Szmais
Feld: Peter Henker (1 Tore/1 Siebenmeter), Richard Rehn, Philipp Domko (9), Mathias Fröck (1), Rene Neumann (1), Florian Höhne (6), Marco Brendler, Marcel Mazurek (6), Leon Kokel

Gelbe Karten: NSV 3, Koweg 3; Zeitstrafen: NSV 3, Koweg 3; Siebenmeter: NSV 4, Koweg 2

LHV Hoyerswerda II – NSV Gelb-Weiß Görlitz 35:17 (13:10)
In zweiter Halbzeit total überrannt worden

Am Samstagnachmittag reisten 8 Spieler, die sich an diesem Tag 1.Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz nannten, zur Sachsenliga-Reserve des LHV Hoyerswerda. Im Hinspiel wurde dieser Gegner mit einer vollen Bank noch mit 24:17 besiegt. Doch dies war diesen Samstag nicht zu erwarten. Von der spielfreien zweiten Mannschaft unterstützten 3 Spieler und so konnte/musste Stammtorhüter Markus Wiedemann als Feldspieler aushelfen. Dafür hütete Sebastian Fiebig 60 Minuten das Tor. Die Aufstellung ergab sich praktisch von selbst und die Vorgabe war ganz klar: lange dranbleiben und mit den Kräften haushalten und mit einer defensiven 6-0-Abwehr den Torhüter unterstützen. Das schnelle 0:1 des NSV konnte bis zur 3.Minute gehalten werden und auch sonst spielten die Gelb-Weißen gut mit. Beim Stand von 6:5 nahm der LHV die erste Auszeit und wechselte nahezu alle Feldspieler aus. Somit kämpften die Gelb-Weißen fortan gegen eine komplett neue Mannschaft, welche auch gleich viel schneller und druckvoller agierte. Bis zur Pause hielten die Görlitzer mit 13:10 mit und waren so auch nicht ganz unzufrieden. Die Fehlerzahl wurde trotz des äußerst klebrigen Balles gering gehalten und auch Sebastian Fiebig hielt einige Bälle. So sollte auch die zweite Hälfte bestritten werden. Anfänglich gelang dies auch und in der 39.Minute stand es nur 17:13 für den LHV. Aber es deutete sich bereits an, dass die Kräfte schwanden und auch der ein oder andere ausbleibende Pfiff Ballverlust bedeutete. Die jungen Zusestädter ließen sich nicht lange bitten und liefen nun einen Tempogegenstoss nach dem anderen. Der Rückstand stieg auf 24:13 an und das Spiel war entschieden. Die Görlitzer gaben sich zwar nicht auf, kamen aber dennoch unter die Räder. Am Ende stand eine 35:17-Niederlage zu Buche. Mit mehr Alternativen auf der Bank und besseren Handling des „total zu geharzten Balls“ wäre auch eine geringere Tordifferenz möglich gewesen. Aber egal – nun gilt es in der Woche, die Niederlage abzuhaken und sich auf das zweite Stadtderby gegen SV Koweg Görlitz II zu konzentrieren, damit endlich die ersten Punkte im Jahr 2020 eingefahren werden können.

Tor: Sebastian Fiebig
Feld: Tai Do Ngoc (5 Tore/2 Siebenmeter), Marco Schlesier (3), Louis Schilling (2), David Stanojevic, Matthias Krausche (2), Ronny Blümke (1), Markus Wiedemann (4)
Gelbe Karten: Görlitz 2, Hoyerswerda 3; Zeitstrafen: Görlitz 3, Hoyerswerda 2, Siebenmeter: Görlitz 3, Hoyerswerda 3

NSV Gelb-Weiß Görlitz - SG Oberlichtenau 32:40 (13:21)
Zum Rückrundenauftakt deutliche Niederlage

Zum Rückrundenauftakt traf die 1.Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz auf den Tabellendritten SG Oberlichtenau. Spiele gegen diese Mannschaft enden meist mit Siegen für Oberlichtenau, wobei die Görlitzer selten eine Chance auf den Sieg hatten. Dabei kamen und kommen die Gelb-Weißen mit dem Spiel der Gäste nicht klar. Vor allem das bekannte schnelle Umkehrspiel, welches jeden Fehler des Gegners bestraft, machte den Hausherren in diesem Spiel als auch in den vergangenen Spielen das Leben schwer. Mit gut besetztem Rückraum sollte der Ball lange gehalten werden und für die Abwehr meldete sich nach Verletzungspause Marco Schlesier wieder einsatzbereit. Aber die Görlitzer fanden nicht ins Spiel. Die Abwehr fand zu Beginn keinen Zugriff und im Angriff wurde mit zu wenig Druck gespielt. Vereinzelten Treffern folgten Fehlwürfe oder technische Fehler, welche wie befürchtet in Tempogegenstössen endeten. Mit 13:21 war das Spiel praktisch zur Pause entschieden und zeigte deutlich die Schwächen der Gelb-Weißen auf. Allein 10 Tore aus Gegenstössen und zu einfache Tore aus dem Positionsangriff erlaubten den Gästen aus Oberlichtenau die hohe Führung. In der Pause wurde daher besprochen, dass die zweite Hälfte separat zu betrachten ist. Das Spiel sollte in den Köpfen bei 0:0 noch einmal losgehen und es sollte Kampf und Biss gezeigt werden, damit die zweite Hälfte gewonnen wird. Die Spieler beherzigten die Worte und man bewegte sich sowohl im Angriff als auch der Abwehr besser. Dass der Gegner auf Grund der hohen Führung durchwechselte und nicht mehr ganz so flüssig spielte, sollte die Hausherren nicht hindern, das Ergebnis etwas offener zu halten. Zwischenzeitlich kam man auf 25:29 heran, aber es sollte nicht mehr gelingen. Die Fehlerzahl erhöhte sich wieder und Oberlichtenau nutzte die sich daraus bietenden Chancen. Beispielhaft waren da die erkämpften Bälle, welche nach gutem Rückzugsverhalten, dem Gegner direkt wieder in die Hand gegeben wurden. Am Ende wurde die zweite Hälfte mit 19:19 ausgeglichen gestaltet, was den Vorgaben der Halbzeit durchaus nah kam. Aber es änderte nichts an der deutlichen 32:40-Niederlage.

Nächste Woche wird eine ausgedünnte Mannschaft der Neißestädter zur zweiten Vertretung des LHV Hoyerswerda reisen und soll sich da so teuer wie möglich verkaufen.
Tor: Gunnar Zähnsch, Markus Wiedemann
Feld: Maciej Przybysz, Georg Geisler, Matthias Krausche, Thomas Seeliger, Mathias Hutter, Lennard Mischock, Tai Do Ngoc, Marco Schlesier, Falk Pabst, Tony Klose

Auf Grund technischer Probleme gab es keinen Spielbericht, so dass weder Tore noch Strafen bekannt sind.

NSV Gelb-Weiß Görlitz - SV Obergurig 34:26 (19:10)
Die Gelb-Weißen sind zum Jahresende noch einmal erfolgreich

Am Samstagabend stand das letzte Spiel des Jahres 2019 für die 1.Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz auf dem Spielplan. Gegner sind die in der Tabelle direkt hinter den Gelb-Weißen Platzierten Mannen des SV Obergurig. Bei einer Niederlage der Neißestädter wäre der Gegner punktgleich gewesen. Dies galt es zu verhindern, außerdem wollten sich die Hausherren mit einem Sieg aus dem Jahr 2019 verabschieden und so die suboptimal gelaufene Hinrunde wenigstens positiv beenden. Die Zeichen standen auch nicht schlecht, da entgegen der Vorwochen doch wieder auf einige Stammkräfte zurückgegriffen werden konnte. Mit dem Ziel schnell in die erste und zweite Welle zu gehen, war die Maßgabe für dieses Spiel klar. Nach 2 Minuten stand es 2:0 und der zwischenzeitliche 2:2-Ausgleich wurde wieder mit 2 Toren zum 4:2 beantwortet. Aber es zeigte sich, dass diesmal die Abwehr das Problem der Görlitzer werden würde. Die offensivere Interpretation der 6-0 erlaubte es dem Gegner immer wieder über den Kreis zum Erfolg zu kommen. Letztmals beim 7:6 waren dann aber die Oberguriger an den Hausherren dran. Bis auf 15:8 zogen die Görlitzer durch schnelles Umkehrspiel und ordentliche Abschlüsse im Positionsangriff davon. Dies wurde aber nur durch die starke Leistung von Markus Wiedemann im Tor des NSV begünstigt, da die Abwehr einfach keinen Zugriff auf die Gegenspieler fand. Auch der Rückzug auf eine defensive 6-0-Formation brachte nicht die gewünschte Stabilität, so dass der seit Wochen in herausragender Form spielende Markus Wiedemann ein ums andere Mal retten musste. Bis zur Pause erspielten sich die Görlitzer eine beruhigende 19:10-Führung und konnte in der Pause versuchen, eine Lösung für das Abwehrproblem zu finden. Der Angriff funktionierte und allen war klar, dass auch in der zweiten Hälfte die Konzentration hochgehalten werden musste. Für den Angriff klappte dies auch gut, aber weiterhin war man im Abwehrverhalten zu zaghaft und setzte den Gegner nie wirklich unter Druck. Bis zum 29:20 hielt der Vorsprung aus der ersten Hälfte, aber ein weiteres Absetzen – was durchaus möglich gewesen wäre – erfolgte nicht. Ob es am Vorsprung oder an der kräftezerrenden Hinrunde lag, kann nicht beantwortet werden, aber irgendwie war die Luft raus. Man spielte seinen Stiefel runter ohne ernsthaft in die Gefahr einer Niederlage zu geraten, aber die richtige Spannung kam bei den Spielern nicht mehr auf. Am Ende wurde die Vorgabe eines Heimsieges mit 34:26 erfüllt und es gilt nun in der spielfreien Zeit bis zum 11.01.2020 die Blessuren zu kurieren und wieder die notwendige Freude für das Spiel zu finden, um dann die Mannen der SG Oberlichtenau etwas zu ärgern.

Die Mannschaft und die gesamte Abteilung Handball bedankent sich bei allen Spendern, Sponsoren, Unterstützern, Fans und Familienangehörigen für die Unterstützung im Jahr 2019.

Wir wünschen allen eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins Jahr 2020.

Tor: Markus Wiedemann
Feld: Matthias Krausche (10 Tore/1 Siebenmeter), Tai do Ngoc (7), Tony Klose (3), Maciej Przybysz (7), Ronny Blümke, Thomas Seeliger (1), Georg Geisler (2), Lennard Mischock (1), David Stasiak (1), Stefan Nitsche (1)
Gelbe Karten: Görlitz 3, Obergurig 2; Zeitstrafen: Görlitz 4, Obergurig 2; Siebenmeter: Görlitz 1, Obergurig 7

Radeberger SV II – NSV Gelb-Weiß Görlitz 29:24 (18:15)
Gut gekämpft, aber an der personellen Situation gescheitert

Samstagnachmittag reiste die 1.Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz zur zweiten Vertretung des Radeberger SV. Dabei waren die personellen Vorzeichen noch schlechter als sonst. Zum Glück erklärten sich Robert Mischock, Kevin Faehnrich und Falk Pabst bereit, auszuhelfen und somit eine spielfähige Mannschaft zu stellen. Da diese drei Spieler aber nicht trainieren können war klar, dass es spielerisch nicht einfach werden würde und viel Stückwerk zu erwarten war. Im Gegensatz dazu erwartete man einen Gegner, der recht jung ist und auch gut eingespielt sein sollte. Für die Gelb-Weißen galt es unter diesen Vorzeichen, mit der Kondition zu haushalten und die eigenen Fehler stark zu minimieren. Anfänglich funktionierte dies nicht und Radeberg ging mit 4:1 in Führung. Aber zunehmend fanden die Görlitzer Mittel gegen die 5-1-Abwehr und über Kreisanspiele wurden Siebenmeter oder Tore herausgeholt. Ab dem 4:4 beteiligten sich die Gelb-Weißen am Spiel und der Spielstand blieb bis zum 15:14 ausgeglichen. Zwischenzeitlich stellte Radeberg die Abwehr auf eine defensivere Variante um, wogegen die Görlitzer auch Mittel fanden. Lediglich die schnellen Gegenstösse konnten aufgrund des etwas unkoordinierten Rückzugsverhaltens nicht immer verhindert werden und die Radeberger behielten so ihre Führung. Zur Halbzeit lag der NSV mit 18:15 zurück. Es galt nun Kräfte sammeln und weiter am Gegner dran zu bleiben, um eventuell am Ende einen Punkt mitzunehmen. Das Rückzugsverhalten und die Fehlerquote wurden angesprochen und es bestand der Wille, beides in der zweiten Hälfte besser im Griff zu haben. Nach 34 Spielminuten waren die Neißestädter auf 19:18 dran, vergaben aber in der Folgezeit die Möglichkeit, das Spiel weiter offen zu halten. Radeberg stellte die alte Führung wieder her (21:18) und die Görlitzer verpassten in dieser Phase dranzubleiben. Mit dem 26:20 in der 45. Spielminute war eine kleine Vorentscheidung gefallen, aber aufgeben wollten die Gelb-Weißen nicht. Man kämpfte gegen die personelle Übermacht, konnte aber den Kräfteverschleiß nicht vollends kompensieren. Am Ende verlor der NSV mit 29:24, was aber angesichts der Mannschaftsaufstellung und der fehlenden Wechselmöglichkeiten nicht überbewertet werden muss. Ein großer Dank geht an alle Spieler, die sich der Herausforderung in Radeberg stellten.
Nächste Woche kommt der SV Obergruig in die Jahnsporthalle und nach heutigem Stand wird sich die personelle Situation etwas verbessern und es gilt, das Jahr 2019 erfolgreich abzuschließen.

Tor: Markus Wiedemann
Feld: Ronny Blümke (7 Tore/2 Siebenmeter), Falk Pabst (1), Lennard Mischock (3), Robert Mischock (5), Marius König (5), Tony Klose, Thomas Seeliger (3), Kevin Faehnrich

Gelbe Karten: Görlitz 1, Radeberg 3; Zeitstrafen: Görlitz 1, Radeberg 3; Siebenmeter: Görlitz 4, Radeberg 5

NSV Gelb-Weiß Görlitz – SV Rot-Weiß Sagar     21:26 (11:09)
Am Ende werden die Gelb-Weißen wieder geschlagen

Am Samstagabend traf die 1.Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz auf den SV Rot-Weiß Sagar. Beide Mannschaften waren in der Tabelle Nachbarn mit nahezu gleichviel geworfenen und gefangenen Toren. Dies und auch die Erfahrung der vergangenen Duelle ließen ein enges und kampfbetontes Spiel erwarten. Dabei mussten die Gelb-Weißen wieder mit viel Unterstützung der zweiten Mannschaft agieren, da weiterhin arbeits- und krankheitsbedingt viele wichtige Akteure fehlen. Da die Akteure der 2.Mannschaft bereits zuvor ein Spiel bestritten hatten, galt es, sich die Kräfte gut einzuteilen, um nicht am Ende wieder einzubrechen. So begann das Spiel auch gemächlich und nur vereinzelt setzten die Mannschaften auf Geschwindigkeit. Die Görlitzer kamen zunächst nicht ganz so gut ins Spiel und hatten ein paar Probleme mit der Abwehrformation der Neißedörfler. Aber ein zwei Umstellungen brachten etwas mehr Bewegung und am Ende auch eine 11:9-Halbzeitführung für die Gelb-Weißen. Diese sollte in der zweiten Hälfte verteidigt werden und gedanklich durfte man nicht abschalten. Aus vielen vergangenen Spielen war bekannt, dass sich Sagar nie aufgibt und immer bis zum Schluss kämpft. So war es auch diesmal. Innerhalb kurzer Zeit glich Sagar zum 11:11 aus und es entwickelte sich weiterhin das enge Spiel, welches durch die beiden Schiedsrichter aus Hoyerswerda jederzeit sehr gut geleitet wurde. Bis zum 14:13 waren es dabei aber die Görlitzer die einen Treffer vorlegten. Aber mit zunehmender Spielzeit ging die Konzentration verloren und unvorbereitete Würfe sowie Einzelaktionen erlaubten es nun, Sagar in Tempogegenstösse zu gehen. Den 14:16-Rückstand egalisierten die Gelb-Weißen noch einmal, aber peu-a-peu übernahmen die Gäste das Heft des Handelns. In der 51. Minute führten sie bei 17:20 erstmals mit 3 Toren und machten nun in der Abwehr den stabileren Eindruck. Die Gelb-Weißen gaben zwar nicht auf, fanden aber nicht mehr richtig ins Spiel. Am Ende verloren die Görlitzer mit 21:26 insbesondere dadurch, dass wieder die letzten Minuten nicht ordentlich gestaltet wurden. In der Tabelle verbleibt man im unteren Drittel und nächste Woche kommt es wieder zu einem Duell mit einem direkten Tabellennachbarn.

Tor: Gunnar Zähnsch, Markus Wiedemann

Feld: Maciej Przybysz (5 Tore/3 Siebenmeter), David Stasiak, Tony Klose, Thomas Seeliger (3), Ronny Blümke (2), Matthias Hutter (1), Michael Gräber (5), Lennard Mischock (3), Marius König (2)
Gelbe Karten: Görlitz 3, Sagar 4; Zeitstrafen: Görlitz 3, Sagar 5; Siebenmeter: Görlitz 3, Sagar 7

SG Sohland/Friedersdorf - NSV Gelb-Weiß Görlitz 21:22 (08:12)
Am Ende unnötig spannend gemacht

Am frühen Sonntagabend traf die 1.Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz auf die Spielgemeinschaft aus Sohland und Friedersdorf. Da man in Neugersdorf spielte, galt striktes Wachsverbot (was auch in Sohland gegolten hätte). Neben dem ungeliebten Sonntagsspiel kam hinzu, dass nur eine sehr stark ersatzgeschwächte Mannschaft, die zum Glück auch durch Spieler der zweiten Mannschaft verstärkt werden konnte, die Reise zum punktlosen Tabellenletzten antrat. Auf Grund der personellen Kapazitäten sollte nur sehr dosiert auf Tempo gesetzt werden, um diesmal am Ende nicht – wie in den vergangenen 2 Spielen – wieder einzubrechen. Außerdem galt es, der vollen Bank der Gastgeber bis zum Schlusspfiff etwas entgegen zu setzen. Zu Beginn versuchte die SG mit einer 3-3-Abwehr die Görlitzer zu überraschen, aber darauf wurde gut reagiert und man führte plötzlich mit 1:3. Diese Führung hielt auch in der Folgezeit und die Gastgeber zogen sich auf ein 5-1-Abwehrsystem zurück. Da aber auch hierbei immer wieder Lücken gerissen wurden, erhöhte sich der Vorsprung auf 5 Tore (4:9 in der 20. Minute). Bis zur Pause blieb es auch bei der gelb-weißen Führung (8:12) und so konnten die Neißestädter recht zufrieden sein. Dass dies aber nicht so weitergehen würde, stand fest und so sollte die Konzentration bis zum Ende hochgehalten werden. In der 46.Minute stand es 14:19 und das Spiel schien in der erhofften Bahn zu verlaufen. Aber Sohland/Friedersdorf gab sich nicht auf. Druckvolle Rückraumaktionen und Kreisanspiele führten in der Folgezeit zu Siebenmetern für die Hausherren, die dann auch alle sicher genutzt wurden. Da die Görlitzer nun im Angriff öfter die Präzision vermissen ließen – trotz klarer Chancen – kamen die Oberländer Tor um Tor heran. Auch eine Auszeit konnte den Lauf nicht stoppen und in der 54. Minute folgte der 20:20-Ausgleich. Doch der Kampfgeist stimmte und die Görlitzer gingen wieder mit 20:21 in Führung. Den neuerlichen Ausgleich konnte Marius König mit dem 22.Treffer der Gelb-Weißen kontern. So ging es mit einer 1-Tore-Führung in die letzten zwei Minuten. Es deutete sich wieder ein Spielende an, wie in den vergangenen Wochen, wo man die meiste Zeit im Spiel führte, doch am Ende mit leeren Händen dastand. Doch diesmal konnte der Angriff abgewehrt werden und man hätte nun eigentlich die Zeit so lange wie möglich herunterspielen müssen, aber ein unüberlegter Wurf eröffnete der SG noch einmal die Chance zum Ausgleich. Sie nahmen die finale Auszeit und besprachen den Angriff. Für die Gelb-Weißen galt es, keinen Treffer mehr zuzulassen, was gelang, da der letzte direkte Freiwurf über das Tor flog. Somit konnten die Gelb-Weißen einen glücklichen, aber über das gesamte Spiel betrachtet, verdienten Sieg einfahren. Dieser zählt zu der Kategorie nicht schön, aber erfolgreich.

Tor: Markus Wiedemann, Sebastian Fiebig
Feld: Ronny Blümke (7 Tore/3 Siebenmeter), Michael Gräber (7), Thomas Seeliger (1), Patrick Lindner, Lennard Mischock (2), David Stasiak, Maciej Przybysz (2), Marius König (3)
Gelbe Karten: Görlitz 3, Sohland/Friedersdorf 3; Zeitstrafen: Görlitz 5, Sohland/Friedersdorf 4; Siebenmeter: Görlitz 3, Sohland/Friedersdorf 8

NSV Gelb-Weiß Görlitz – HSV 1923 Pulsnitz 27:29 (18:13)
Deja-vu zur Vorwoche – gut gespielt, keine Punkte

Nachdem die 1.Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz letzte Woche den Verbandsliga-Absteiger am Rande einer Niederlage hatte, traf sie diese Woche auf den ungeschlagenen Tabellenführer und Aufstiegsaspiranten HSV 1923 Pulsnitz. Diese Mannschaft spielte jahrelang in der Verbandsliga und versucht - nach dem Abstieg und einem personellen Neuanfang – wieder aufzusteigen. Letzte Saison scheiterten sie knapp am letzten Spieltag. Für die Gelb-Weißen gab es somit in dieser Partie nichts zu verlieren und man wollte den Spitzenreiter so lange wie möglich ärgern. Leider waren die personellen Voraussetzungen nicht gut und es musste wieder eine Verlegenheitssieben das Spiel bestreiten. Letzte Woche verletzte sich Kreisläufer und Abwehrspezi Marco Schlesier so schwer, dass für ihn die Hinrunde gelaufen ist. Somit war im Angriffsspiel eine wichtige Option – nämlich das Spiel mit 2 Kreisläufern – nicht gegeben und man musste sich was Neues einfallen lassen. Ziel für das Spiel, bei dem die Favoritenbürde klar bei Pulsnitz lag, war es, solange wie möglich auf Tuchfühlung zu bleiben. Doch überraschenderweise gehörte der Anfang ganz klar den Hausherren. Nach dem zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich folgten 4 Tore in Folge und die Gelb-Weißen lagen überraschend mit 6:2 in Front. Und diese Führung sollte auch Bestand haben. Geduldig und konzentriert wurden die Chancen erspielt und auch die Abwehr ungewohnt formierte Abwehr funktionierte im Zusammenspiel mit dem seit Wochen sehr gut haltenden Markus Wiedemann. Nach 15 Spielminuten stand es 10:8 und es folgten wieder 3 Tore der Gelb-Weißen ohne Gegentreffer. Der Tabellenführer tat sich schwer und wechselte viel, doch so richtig stellte sich der Erfolg nicht ein. Zwischenzeitlich schauten die NSV-Spieler ungläubig zur Anzeigetafel, da sie nicht erwartet mit 17:11 führten. Doch kurz vor der Pause ließ die Konzentration etwas nach und so ging es „nur“ mit einer 18:13-Führung in die Halbzeit. In dieser wurde eindringlich gewarnt, dass weitere heiße 30 Minuten auf die Gelb-Weißen warten würden, da nicht anzunehmen war, dass sich die Pfefferkuchenstädtler ihrem Schicksal ergeben würden. Und wie richtig man lag, zeigten die ersten zwei Minuten der zweiten Hälfte. Drei Fehlern der Hausherren folgten drei schnelle Gegenstöße und schon stand es nur noch 18:16. Aber auch die Gelb-Weißen fanden wieder ins Spiel und der zwischenzeitliche Anschluss zum 20:19 wurde mit 3 Toren gekontert (23:19). Aber die Partie wurde intensiver, um nicht ruppiger zu sagen. Die Görlitzer ließen sich davon anstecken, verloren teilweise die Konzentration und Pulsnitz spielte wie ein Tabellenführer. Sie glaubten weiterhin an den Sieg und ließen sich auch nicht von einem 26:22 in der 47.Spielminute schocken. Routiniert spielten sie ihren Stiefel und erzielten mit einer Umstellung im Angriff die gewünschten Erfolge. Als in der 51. Spielminute eine sehr wichtige Säule im Görlitzer Spiel (Matthias Krausche) mit der dritten Zeitstrafe das Spielfeld verließ, mussten die Görlitzer im Angriff umstellen und verloren zusehends den Spielfaden. Zwar führte man zu dem Zeitpunkt noch mit 27:25 aber es verblieben noch 9 Spielminuten. In dieser Zeit konnte noch viel passieren, doch leider war dies nur auf der Pulsnitzer Seite der Fall. Der Druck im Angriffsspiel der Gelb-Weißen war weg und bis zum Schlusspfiff sollte den Hausherren kein Treffer mehr gelingen, dies war auch den fehlenden Wechselalternativen und damit dem Kräfteverschleiß zuzurechnen. Pulsnitz glich zum 27:27 aus und ging erstmals in der 58.Spielminute in Führung (27:28). Die Görlitzer hatten noch ihre Möglichkeiten, trafen aber nicht das Tor und am Ende verloren sie mit 27:29 ein sehr umkämpftes Spiel und machten es dem Tabellenführer sehr schwer. Leider wurden der große Kampf und das eigentlich gute Spiel des NSV Gelb-Weiß Görlitz – wie schon in der Vorwoche – nicht in Form wenigstens eines Unentschiedens belohnt. So heißt es nunmehr, nächste Woche bei Tabellenschlusslicht SG Sohland/Friedersdorf zu punkten – dies wird aber auch kein leichtes Unterfangen.

Tor: Gunnar Zähnsch, Markus Wiedemann

Feld: Matthias Krausche (8 Tore/2 Siebenmeter), Georg Geisler (3), Lennard Mischock, Tony Klose (5), Tai Do Ngoc (5), David Jäschke (1), Marius König, Ronny Blümke (3), Thomas Seeliger (2)

Gelbe Karten: Görlitz 3, Pulsnitz 4; Zeitstrafen: Görlitz 4, Pulsnitz 5; Rote Karten: Görlitz 2, Pulsnitz 0; Siebenmeter: Görlitz 2, Pulsnitz 6

TBSV Neugersdorf - NSV Gelb-Weiß Görlitz       25:24 (10:13)
Unglückliche Niederlage gegen den Verbandsliga-Absteiger

Am Samstagabend traf eine Rumpftruppe der 1.Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz auf den Verbandsligaabsteiger TBSV Neugersdorf. Die Neugersdorfer befinden sich nach dem Abstieg im Umbruch und belegen zurzeit mit ihrer jungen Truppe mit nur einer Niederlage in fünf Spielen den vierten Tabellenplatz. Die Görlitzer befinden sich mit 2 Siegen und 3 Niederlagen im Mittelfeld, standen aber diesen Samstag vor einer Herkulesaufgabe. Gerade einmal 2 Feldspieler standen zum Wechseln zur Verfügung und im Rückraum sah es äußerst mau aus. Zum Glück stellten sich Lennard Mischock und David Stasiak nach ihrem Spiel bei der zweiten Mannschaft zur Verfügung, so dass zumindest diese Wechseloptionen bestanden. Aber Bange mach galt nicht und so sollten die anwesenden Spieler die Hausherren so lange wie möglich ärgern. Die gewählte Angriffsformation zeigte den gewünschten Erfolg und nach 9 Spielminuten stand es 3:3. Was dann folgte war vom NSV sehr gut gespielt. 3 Tore in Folge brachten das 3:6 und so hätte es auch weitergehen können. Leider verletzte sich Marco Schlesier und benötigte eine Pause. David Stasiak wurde nachgetragen und kam fortan im Angriff zum Einsatz. Dem Spielfluss tat dies keinen wirklichen Abbruch und die Gelb-Weißen blieben mit den erkämpften 3 Toren in Front. Vor allem Matthias Krausche strahlte selbst viel Torgefahr aus und wenn er nicht zum Abschluss kam, fand er den freien Mann. Mit dem 10:13 zur Pause konnten die Gelb-Weißen sehr zufrieden sein. Alles Vorgegebene wurde umgesetzt und die Führung war verdient. Es war aber allen bewusst, dass es am Ende eine Frage der Kraft werden würde, da mittlerweile neben Marco Schlesier auch Georg Geisler und Thomas Seeliger angeschlagen waren. Doch davon war zumindest spielerisch nicht zu merken, nach 2 Minuten in der zweiten Halbzeit führten die Görlitzer mit 10:15 und es schien, als ob sie das Spiel im Griff hatten. Nach 38 Spielminuten führten die Gelb-Weißen sogar mit 12:20. Aber der Kräfteverschleiß war deutlich zu sehen und auch die angeschlagenen Spieler brauchten immer wieder mal eine Pause. Aufgrund fehlender Alternativen auf der Bank war dies aber nicht möglich und so stieg die Fehlerzahl. Neugersdorf nutzte jeden Fehler zum schnellen Umkehrspiel und es war nur Markus Wiedemann im Tor zu verdanken, dass der Vorsprung nur langsam schmolz. Mit einer Auszeit sollten die Nerven etwas beruhigt und der Drang der Hausherren gestoppt werden. Es war noch viel Zeit auf der Spieluhr und es musste jedem klar sein, dass zu diesem Zeitpunkt noch nicht die Entscheidung fiel. Neugersdorf machte weiter und nun verletzte sich auch noch David Stasiak. In der 48. Spielminute beim Stand von 18:20 musste die letzte Auszeit herhalten, um nicht das Spiel vollständig aus der Hand zu geben. Zwar konnte der Lauf des TBSV dann mit dem 21. Trefffer der Gelb-Weißen gestoppt werden, aber Neugersdorf war wieder dran und baute sich mit jeder Aktion weiter auf. Bis zum 23:24 behielten immer noch die Görlitzer die Führung, mussten aber in der 59. Spielminute 2 Hinausstellungen sowie den Ausgleich verkraften. Da noch zu viel Zeit auf der Spieluhr war, konnte diese nicht runtergespielt werden. Der Angriff war leider nicht erfolgreich und mit dem 25:24 ging Neugersdorf erstmals seit dem 1:0 wieder in Führung. Die verbleibende Zeit konnte im 4 gegen 5 – ohne den mit 12 Toren besten Werfer Matthias Krausche – nicht mehr erfolgreich gestaltet werden. So verloren die Görlitzer völlig unglücklich ein Spiel, welches vom Spielverlauf nicht hätte verloren werden dürfen. Aber mit den 4 angeschlagenen Spielern und den fehlenden Wechselalternativen fehlte am Ende die Kraft für den Sieg. Vor dem Spiel hätte man dieses Ergebnis gern genommen, aber so. Somit heißt es nun, die Blessuren pflegen, damit nächste Woche gegen den in dieser Saison noch ungeschlagenen HSV 1923 Pulsnitz eine ähnliche Leistung abgerufen werden kann.

Tor: Markus Wiedemann
Feld: Matthias Krausche (12 Tore/5 Siebenmeter), Lennard Mischock, Thomas Seeliger (2), Georg Geisler (1), Michael Gräber (4), Tai Do Ngoc (4), Marco Schlesier (1), David Stasiak (1)

Gelbe Karten: Görlitz 3 Neugersdorf 2; Zeitstrafen: Görlitz 3, Neugersdorf 2; Siebenmeter: Görlitz 5, Neugersdorf 3

NSV Gelb-Weiß Görlitz – SV Lok Schleife 22:25 (09:10)
Niederlage selbst zuzuschreiben?

Am Samstagabend traf die 1.Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz auf die Mannschaft des SV Lok Schleife. Die Schleifer sind in der noch jungen Saison ungeschlagen und trafen auf einen personell nicht bestbesetzten NSV. Dennoch sollten die Gelb-Weißen über eine sichere Abwehr den Ball schnell nach vorn tragen, um so vielleicht zu einfachen Toren zu kommen. Es dauerte im Spiel ein bisschen, bis das erste Tor viel und auch in der Folgezeit sollten Tore Mangelware bleiben. Dies lag vor allem an den Torhütern, die sich mehrfach auszeichnen konnten. Bis zur Pause blieb das Spiel sehr spannend (9:10), wobei die Gelb-Weißen leider viel zu viele Chancen liegen ließen. Dabei wurde eine /.5_Führung wieder hergegeben, um einen eigenen 8:10-Rückstand hinnehmen zu müssen. In der Pause wurde vor allem die Chancenverwertung angesprochen, da die Möglichkeiten da waren, nur der Erfolg sich nicht einstellte. Die zweite Hälfte verlief bis zur 50. Spielminute wie die erste Hälft. Auf beiden Seiten fielen wenig Tore und der Spielstand blieb ausgeglichen. Die Abwehrreihen und vor allem die Torhüter dominierten das Spiel. In der 48. Minuten führten die Görlitzer mit  20:18 und hatten sich vor allem in der Abwehr gefunden. Aber die Führung hielt nicht und nach dem 20:20-Ausgleich und dem Versuch mit einer Auszeit, den Schleifer Lauf zu stoppen, erzielten die Gäste weitere 3 Tore und führten wohl vorentscheidend mit 20:23 in der 56. Spielminute. Zwar verkürzte Michael Gräber noch einmal auf 22:24, am Ende verloren die Görlitzer mit 22:25 ein über weite Phasen enges Spiel. Im gesamten Spiel haderten die Gelb-Weißen mit sich selbst, vor allem wegen der eigenen Chancenverwertung.    

Tor:                  Markus Wiedemann
Feld: Louis Schilling (5 Tore/2 Siebenmeter), Falk Pabst (5), Ronny Blümke, Tony Klose, Tai Do Ngoc (2), Georg Geisler (3), Lennard Mischock, Michael Gräber (5), Thomas Seeliger (1), Marius König (1)

Gelbe Karten: Görlitz 1, Schleife 2; Hinausstellungen: Görlitz 7, Schleife 3; Siebenmeter: Görlitz 5, Schleife 8

HVH Kamenz - NSV Gelb-Weiß Görlitz     31:23 (14:11)
Klare Niederlage beim aufgestiegenen Absteiger

Am Sonntagnachmittag traf die 1.Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz auf die Vertretung des HVH Kamenz. Diese Mannschaft ist für die Gelb-Weißen eine unbekannte. Die Hälfte der Spieler stieg mit dem HVH Kamenz II aus der Ostsachsenklasse in die Ostsachsenliga auf. Allerdings wurde die erste Männermannschaft von Kamenz im Winter aus der Sachsenliga zurückgezogen und somit traf man auf einige Spieler, die viel Erfahrung in zwei Ligen höher sammeln konnten. Die ersten Spiele hat diese Mannschaft dann auch sicher gewonnen und führt somit die Tabelle an. Die Gelb-Weißen haben sich nach der Auftaktniederlage mit 2 Siegen zu Hause stabilisiert und wollten in dieser Partie einfach nicht untergehen. Zu Beginn des Spiels hielten die Görlitzer gut mit, sahen aber in der Abwehr schnell, wie das Spiel laufen würde. Mit viel Druck und platzierten Würfen brachten sich die Kamenzer nach dem 3:3 richtig in Stellung. Die NSV-Abwehr fand nicht immer das richtige Mittel und Kamenz ging mit 10:5 in Führung. Im Angriff spielten die Gelb-Weißen recht ordentlich, brachten aber nicht immer was Zählbares auf die Anzeigetafel. Nach dem 11:8 blieb der Rückstand bis zur Halbzeit bei 3 Toren (14:11). Für den NSV galt es in der zweiten Hälfte weiterhin im Angriff die Chancen zu nutzen und mit viel Laufarbeit die Kamenzer Deckung in Bewegung zu bekommen. Und in der Abwehr musste vor allem die Rückzugsbewegung besser koordiniert werden, damit die schnellen Kamenzer nicht zu zu vielen einfachen Toren kommen können. Aber nach dem Wiederanpfiff waren die Worte wohl noch nicht zur Umsetzung angekommen. Mit 3 Toren setzten sich die Hausherren auf 17:11 ab und behielten diese auch in der Folgezeit. Die Görlitzer spielten munter mit, schafften es aber nicht, den Rückstand zu verkürzen. Beim 24:16 wurde eine Auszeit genommen. Es galt nunmehr, das Spiel ordentlich zu Ende zu bringen und sich nicht „abschlachten“ zu lassen. Zwar erhöhten die Kamenzer ihre Führung auf maximal 11 Tore, doch mit viel Einsatz wurde dieser Rückstand zum Spielende auf 8 Tore verkürzt und so verloren die Görlitzer mit 31:23. Am Ende kann man mit diesem Ergebnis nicht zufrieden sein, aber angesichts der Vorgeschichte kann man mit dem Ergebnis auch nicht unzufrieden sein.
Nächste Woche muss mit einigen personellen Problemen behaftet gegen den SV Lok Schleife zu Hause bestanden werden, bevor es in die erste Saisonpause geht.

Tor: Markus Wiedemann
Feld: Matthias Krausche (8 Tore/2 Siebenmeter), Lennard Mischock (1), Maciej Przybysz (1), Thomas Seeliger (2), Louis Schilling, Michael Gräber (5), Tai Do Ngoc (6/1), Marco Schlesier, Marius König, David Jäschke                     

Gelbe Karten: Görlitz 2, Kamenz 2, Zeitstrafen: Görlitz 4, Kamenz 6, Siebenmeter: Görlitz 5, Kamenz 3

NSV Gelb-Weiß Görlitz - SV Koweg Görlitz II      26:20 (11:08)
Zähes Stadtderby geht an die Gelb-Weißen

Am frühen Samstagabend fand recht frühzeitig in der Ostsachsenligasaison das erste Stadtderby zwischen der 1.Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz und der zweiten Vertretung des SV Koweg Görlitz statt. Nachdem letzte Woche die Gelb-Weißen ihren ersten Saisonsieg einfahren konnten, haben die Koweg-Spieler bisher ihre beiden Partien verloren. Für die Gelb-Weißen galt es also, an die Leistung der vergangenen Woche anzuknüpfen und mit einer stabilen Abwehr, den Gegner zu fordern. Zu Beginn sollte dies mit einem 4-2-Angriff erfolgen, welcher aber Mitte der ersten Halbzeit zu Gunsten der bekannten 5-1-Angriffsformation umgestellt wurde. Im Rückraum sorgten Max Weinhold und Matthias Krausche für viel Bewegung und Torgefahr und nach dem zwischenzeitlichen 3:4-Rückstand und 5:5-Ausgleich wurde mit viel Energie eine 9:5-Führung erworfen. Wer aber nun glaubte, dass das Spiel in sichere (gelb-weiße) Bahn gelenkt wurde, sah sich getäuscht. Koweg hielt mit viel Laufbewegung dagegen und erzielte den zwischenzeitlichen 10:8-Anschluss. Kurz vor der Pause erhöhte aber Matthias Krausche auf 11:8 und so ging es mit einer 3-Tore-Führung in die Pause. Zu erwähnen ist (leider), dass sich kurz vor der Pause der Koweg-Spieler Dührig bei einer Abwehraktion schwer verletzte und ins Krankenhaus gebracht werden musste. Auf diesem Weg beste Wünsche für eine schnelle Genesung. In der Pause wurden bei den Gelb-Weißen die sichtbaren Fehler angesprochen und mit Druck auf die Nahtstellen der Abwehr sollte in der zweiten Halbzeit Torgefahr erzeugt werden. Nach drei Minuten betrug der Vorsprung 5 Tore (13:8) und der zwischenzeitliche Anschluss zum 13:10 wurde relativ schnell wieder zum 15:10 gedreht. Die Folgezeit gehörte dann den Gelb-Weißen, die sich mit 2 weiteren Toren auf 17:10 absetzten. In dieser Phase war – wie aber auch im gesamten Spiel – Verlass auf Markus Wiedemann im Tor, der den ein oder anderen Ball hielt und somit dem NSV die Hochphase bescherte. Bei diesem Vorsprung blieb es dann auch bis zum Ende des Spiels. Zwar war Koweg weiterhin gefährlich und verkürzte immer wieder einmal den Spielstand, aber die Gelb-Weißen hatten immer die richtige Antwort parat und gewannen am Ende verdient mit 26:20. Leider war dieses Spiel aber kein Leckerbissen für die Zuschauer, viel zu viele Entscheidungen waren auf beiden Seiten nicht nachvollziehbar und nach klarer Ansage der Schiedsrichter nach der Halbzeitpause zog sich das Spiel in der zweiten Hälfte richtig zäh hin. Viel Kampf und teilweise Krampf bestimmten das Geschehen, welches aber zum Glück für die Gelb-Weißen den wohl richtigen Sieger fand. Nächste Woche trifft man auf den Absteiger aus der Sachsenliga – HVH Kamenz – welcher als Favorit ins Spiel gehen wird. Die Görlitzer müssen die sich bietenden Chancen nutzen und hoffen am Ende auf ein ausgeglichenes Spiel.
Vor dem Spiel wurde dem NSV Gelb-Weiß Görlitz durch Dirk Hübner, Vertreter der Interhyp AG und ehemaliger Spieler des NSV, ein symbolischer Scheck über 1000 EUR übergeben. Mit diesem Geld wurden die neuen Erwärmungsshirts der Mannschaft finanziert – ein recht herzlicher Dank geht an die Interhyp AG und Dirk Hübner. Dieser ließ es sich dann auch nicht nehmen, in diesem Spiel offiziell als Wischer mit zu wirken.

NSV Gelb-Weiß Görlitz
Tor: Markus Wiedemann
Feld: Matthias Krausche (9 Tore/2 Siebenmeter), Georg Geisler (1), Lennard Mischock (1), Marius König (1), Robert Kubitz, Thomas Seeliger, Marco Schlesier (1), Max Weinhold (6), Tai Do Ngoc (6/2), Louis Schilling (1)

SV Koweg Görlitz II
Tor: Max Hertrampf, David Schulz
Feld: Torsten Schramm (1 Tor/1 Siebenmeter), Tino Wallor (1), Danilo Krause (6), Mathias Fröck (2), Rene Neumann (1), Peter Henker (1), Torsten Kuhnt (3/1), Marc Rechner, Andre Feja (4), Philipp Dührig (1), Jannis Haberland

Gelbe Karten: NSV 4, Koweg 3; Zeitstrafen: NSV 3, Koweg 7; Siebenmeter: NSV 5, Koweg 3

NSV Gelb-Weiß Görlitz – LHV Hoyerswerda II 24:17 (11:07)
Souveräner Arbeitssieg bringt die ersten beiden Punkte

Am Samstagabend traf die 1.Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz auf die Reserve des LHV Hoyerswerda. Mit nur 10 Spielern angereist und einer 10-Tore-Niederlage in der Vorwoche war dieser Gegner dennoch nicht zu unterschätzen. Die jungen Spieler sind allesamt technisch gut ausgebildet und auch konditionell muss eine numerische Unterzahl nicht immer von Nachteil sein. Die Gelb-Weißen konnten zwar 13 Spieler aufweisen, doch war der Rückraum nicht wirklich gut besetzt – zumal das Zusammenspiel der vorhandenen Rückraumakteure noch nicht wirklich oft trainiert werden konnte. Dennoch war die Devise die erwartete offensive Abwehr mit viel Laufbereitschaft zu bewegen und vor allem aus der eignen 6-0-Abwehr heraus, Druck zu machen. Bis zum 2:2 in der 6.Spielminute brauchten die Görlitzer, um sich auf die gegnerische Abwehr und deren Angriff einzustellen, fanden aber in der Folgezeit die richtigen Mittel. Vor allem Matthias Krausche machte viel Dampf und erzielte bis zur Pause 6 Treffer und glänzte mit einigen guten weiteren Aktionen. Aber auch Georg Geisler brachte viel Bewegung ins Spiel und so führten die Hausherren zur Pause mit 11:7. Diese Führung war auch Markus Wiedemann im Tor zu verdanken, der einige Fehler der Abwehr – die aber dennoch einen guten Job machte – ausmerzte. In der Pause gab es nicht viel zu bemängeln – außer der Chancenverwertung. Zurück auf dem Feld machten die Görlitzer da weiter, wo sie aufgehört hatten. Die Abwehr verschob in der gewohnten 6-0 gut seitlich und fand größtenteils auch Antworten auf das immer wiederkehrende Spiel mit 2 Kreisläufern der Zusestädter. Und wenn dennoch eine Chance geboten wurde, stand dann noch Markus Wiedemann im Tor. Der Vorsprung pegelte sich bei 4 bis 5 Toren ein und bis zum Schlusspfiff wurde dieser sogar noch auf 7 Tore erhöht. Dieser ungefährdete 24:17-Start-Ziel-Sieg darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Gegner noch viel mit sich und seinem eigenem Zusammenspiel kämpfte und vor allem die Chancen noch besser verwertet werden müssen. Das eigene Zusammenspiel muss ebenfalls weiter trainiert werden, damit in einer Woche beim nächsten Heimspiel gegen den SV Koweg Görlitz II erneut ein Sieg gefeiert werden kann.

Tor: Gunnar Zähnsch, Markus Wiedemann
Feld: Matthias Krausche (9 Tore/2 Siebenmeter), Marco Schlesier (2), Tony Klose, Louis Schilling (1), Michael Gräber (2), Thomas Seeliger, Georg Geisler (3), Tai Do Ngoc (7/1), Robert Kubitz, Marius König, Lennard Mischock

Gelbe Karten: Görlitz 3, Hoyerswerda 2; Zeitstrafen: Görlitz 1, Hoyerswerda 1; Siebenmeter: Görlitz 3, Hoyerswerda 1

SG Oberlichtenau - NSV Gelb-Weiß Görlitz         32:27 (18:11)
Zu viele Fehler besiegeln klare Niederlage

Wie schon fast jede bisherige Saison reiste die 1.Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz zur Mannschaft der SG Oberlichtenau. Und fast immer war für die Gelb-Weißen im ersten Saisonspiel kaum etwas zu holen. Zu groß sind die Unwägbarkeiten, da die Saisonvorbereitung bei einigen Spielern nicht optimal verlief. So musste man sich drauf verlassen, dass die Spieler sich lange genug kennen und in Bezug auf den Gegner wurde auf das Wissen der Vorjahre zurückgegriffen. Und dies bedeutete, dass man sich keine Fehler leisten durfte und im Rückwärtsgang besonders aufmerksam sein musste. Doch genau diese beiden Vorgaben wurden nicht umgesetzt. Bis zum 6:4 aus Görlitzer Sicht war das Spiel ganz in Ordnung, doch in der Folgezeit häuften sich die Fehler (egal ob im Wurf oder bei Abspielen) und Oberlichtenau zog das gefürchtete Tempospiel auf. Binnen 5 Minuten wurde aus einem 7:4 ein 11:5 und als sich die Neißestädter wieder fingen und auf 15:11 verkürzten, waren es wieder einfache Ballverluste, die am Ende die 18:11-Pausenführung für Oberlichtenau bedeuteten. Aber Aufgeben ist keine wirkliche Option und so wurden die Schwachpunkte im gelb-weißen Spiel während der Pause angesprochen und gedanklich sollte noch einmal mit 0:0 gestartet werden. Zwar wurde im Spiel nun besser agiert, aber am Rückstand änderte sich nicht viel. Beim 22:15 und später beim 28:21 waren es immer noch 7 Tore. Mit noch 10 Minuten Spielzeit wurde während der Auszeit noch einmal an den Kampfgeist appelliert, da man sich hier nicht unter Wert verkaufen sollte. Diese Pause brachte noch einmal frischen Wind ins Görlitzer Spiel und der Rückstand konnte auf 4 Tore reduziert werden (29:25). So sah das Ergebnis am Ende mit 32:27 nicht ganz so deutlich aus, wie es hätte nach dem Spielverlauf sein können. Im Angriff blieb beim NSV vieles Stückwerk und auch die Abwehr benötigt wohl noch ein zwei Spiele, um sich wieder zu finden. Ein gutes Debüt feierte in diesem Spiel Georg Geisler, der im Angriff viel Bewegung brachte und 3 Tore selbst erzielte.
Nächste Woche empfangen die Neißestädter die zweite Vertretung des LHV Hoyerswerda und da sollte mit einer Leistungssteigerung und mehr Konzentration durchaus ein Punktgewinn drin sein.

Tor:  Sebastian Fiebig, Markus Wiedemann
Feld: Maciej Przybysz (5 Tore/2 Siebenmeter), Georg Geisler (3), Matthias Krausche (5), Thomas Seeliger, Ronny Blümke, Michael Gräber (3), Tai Do Ngoc (4/3), Marco Schlesier (1), Marius König, Falk Pabst (6)

Gelbe Karten: Görlitz 3, Oberlichtenau 3; Zeitstrafen: Görlitz 2, Oberlichtenau 6; Siebenmeter: Görlitz 7, Oberlichtenau 2