Spielberichte Ostsachsenliga 2019/2020

NSV Gelb-Weiß Görlitz –     SV Lok Schleife 22:25 (09:10)
Niederlage selbst zuzuschreiben?

Am Samstagabend traf die 1.Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz auf die Mannschaft des SV Lok Schleife. Die Schleifer sind in der noch jungen Saison ungeschlagen und trafen auf einen personell nicht bestbesetzten NSV. Dennoch sollten die Gelb-Weißen über eine sichere Abwehr den Ball schnell nach vorn tragen, um so vielleicht zu einfachen Toren zu kommen. Es dauerte im Spiel ein bisschen, bis das erste Tor viel und auch in der Folgezeit sollten Tore Mangelware bleiben. Dies lag vor allem an den Torhütern, die sich mehrfach auszeichnen konnten. Bis zur Pause blieb das Spiel sehr spannend (9:10), wobei die Gelb-Weißen leider viel zu viele Chancen liegen ließen. Dabei wurde eine /.5_Führung wieder hergegeben, um einen eigenen 8:10-Rückstand hinnehmen zu müssen. In der Pause wurde vor allem die Chancenverwertung angesprochen, da die Möglichkeiten da waren, nur der Erfolg sich nicht einstellte. Die zweite Hälfte verlief bis zur 50. Spielminute wie die erste Hälft. Auf beiden Seiten fielen wenig Tore und der Spielstand blieb ausgeglichen. Die Abwehrreihen und vor allem die Torhüter dominierten das Spiel. In der 48. Minuten führten die Görlitzer mit  20:18 und hatten sich vor allem in der Abwehr gefunden. Aber die Führung hielt nicht und nach dem 20:20-Ausgleich und dem Versuch mit einer Auszeit, den Schleifer Lauf zu stoppen, erzielten die Gäste weitere 3 Tore und führten wohl vorentscheidend mit 20:23 in der 56. Spielminute. Zwar verkürzte Michael Gräber noch einmal auf 22:24, am Ende verloren die Görlitzer mit 22:25 ein über weite Phasen enges Spiel. Im gesamten Spiel haderten die Gelb-Weißen mit sich selbst, vor allem wegen der eigenen Chancenverwertung.    

Tor:                  Markus Wiedemann
Feld: Louis Schilling (5 Tore/2 Siebenmeter), Falk Pabst (5), Ronny Blümke, Tony Klose, Tai Do Ngoc (2), Georg Geisler (3), Lennard Mischock, Michael Gräber (5), Thomas Seeliger (1), Marius König (1)

Gelbe Karten: Görlitz 1, Schleife 2; Hinausstellungen: Görlitz 7, Schleife 3; Siebenmeter: Görlitz 5, Schleife 8

HVH Kamenz - NSV Gelb-Weiß Görlitz     31:23 (14:11)
Klare Niederlage beim aufgestiegenen Absteiger

Am Sonntagnachmittag traf die 1.Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz auf die Vertretung des HVH Kamenz. Diese Mannschaft ist für die Gelb-Weißen eine unbekannte. Die Hälfte der Spieler stieg mit dem HVH Kamenz II aus der Ostsachsenklasse in die Ostsachsenliga auf. Allerdings wurde die erste Männermannschaft von Kamenz im Winter aus der Sachsenliga zurückgezogen und somit traf man auf einige Spieler, die viel Erfahrung in zwei Ligen höher sammeln konnten. Die ersten Spiele hat diese Mannschaft dann auch sicher gewonnen und führt somit die Tabelle an. Die Gelb-Weißen haben sich nach der Auftaktniederlage mit 2 Siegen zu Hause stabilisiert und wollten in dieser Partie einfach nicht untergehen. Zu Beginn des Spiels hielten die Görlitzer gut mit, sahen aber in der Abwehr schnell, wie das Spiel laufen würde. Mit viel Druck und platzierten Würfen brachten sich die Kamenzer nach dem 3:3 richtig in Stellung. Die NSV-Abwehr fand nicht immer das richtige Mittel und Kamenz ging mit 10:5 in Führung. Im Angriff spielten die Gelb-Weißen recht ordentlich, brachten aber nicht immer was Zählbares auf die Anzeigetafel. Nach dem 11:8 blieb der Rückstand bis zur Halbzeit bei 3 Toren (14:11). Für den NSV galt es in der zweiten Hälfte weiterhin im Angriff die Chancen zu nutzen und mit viel Laufarbeit die Kamenzer Deckung in Bewegung zu bekommen. Und in der Abwehr musste vor allem die Rückzugsbewegung besser koordiniert werden, damit die schnellen Kamenzer nicht zu zu vielen einfachen Toren kommen können. Aber nach dem Wiederanpfiff waren die Worte wohl noch nicht zur Umsetzung angekommen. Mit 3 Toren setzten sich die Hausherren auf 17:11 ab und behielten diese auch in der Folgezeit. Die Görlitzer spielten munter mit, schafften es aber nicht, den Rückstand zu verkürzen. Beim 24:16 wurde eine Auszeit genommen. Es galt nunmehr, das Spiel ordentlich zu Ende zu bringen und sich nicht „abschlachten“ zu lassen. Zwar erhöhten die Kamenzer ihre Führung auf maximal 11 Tore, doch mit viel Einsatz wurde dieser Rückstand zum Spielende auf 8 Tore verkürzt und so verloren die Görlitzer mit 31:23. Am Ende kann man mit diesem Ergebnis nicht zufrieden sein, aber angesichts der Vorgeschichte kann man mit dem Ergebnis auch nicht unzufrieden sein.
Nächste Woche muss mit einigen personellen Problemen behaftet gegen den SV Lok Schleife zu Hause bestanden werden, bevor es in die erste Saisonpause geht.

Tor: Markus Wiedemann
Feld: Matthias Krausche (8 Tore/2 Siebenmeter), Lennard Mischock (1), Maciej Przybysz (1), Thomas Seeliger (2), Louis Schilling, Michael Gräber (5), Tai Do Ngoc (6/1), Marco Schlesier, Marius König, David Jäschke                     

Gelbe Karten: Görlitz 2, Kamenz 2, Zeitstrafen: Görlitz 4, Kamenz 6, Siebenmeter: Görlitz 5, Kamenz 3

NSV Gelb-Weiß Görlitz - SV Koweg Görlitz II      26:20 (11:08)
Zähes Stadtderby geht an die Gelb-Weißen

Am frühen Samstagabend fand recht frühzeitig in der Ostsachsenligasaison das erste Stadtderby zwischen der 1.Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz und der zweiten Vertretung des SV Koweg Görlitz statt. Nachdem letzte Woche die Gelb-Weißen ihren ersten Saisonsieg einfahren konnten, haben die Koweg-Spieler bisher ihre beiden Partien verloren. Für die Gelb-Weißen galt es also, an die Leistung der vergangenen Woche anzuknüpfen und mit einer stabilen Abwehr, den Gegner zu fordern. Zu Beginn sollte dies mit einem 4-2-Angriff erfolgen, welcher aber Mitte der ersten Halbzeit zu Gunsten der bekannten 5-1-Angriffsformation umgestellt wurde. Im Rückraum sorgten Max Weinhold und Matthias Krausche für viel Bewegung und Torgefahr und nach dem zwischenzeitlichen 3:4-Rückstand und 5:5-Ausgleich wurde mit viel Energie eine 9:5-Führung erworfen. Wer aber nun glaubte, dass das Spiel in sichere (gelb-weiße) Bahn gelenkt wurde, sah sich getäuscht. Koweg hielt mit viel Laufbewegung dagegen und erzielte den zwischenzeitlichen 10:8-Anschluss. Kurz vor der Pause erhöhte aber Matthias Krausche auf 11:8 und so ging es mit einer 3-Tore-Führung in die Pause. Zu erwähnen ist (leider), dass sich kurz vor der Pause der Koweg-Spieler Dührig bei einer Abwehraktion schwer verletzte und ins Krankenhaus gebracht werden musste. Auf diesem Weg beste Wünsche für eine schnelle Genesung. In der Pause wurden bei den Gelb-Weißen die sichtbaren Fehler angesprochen und mit Druck auf die Nahtstellen der Abwehr sollte in der zweiten Halbzeit Torgefahr erzeugt werden. Nach drei Minuten betrug der Vorsprung 5 Tore (13:8) und der zwischenzeitliche Anschluss zum 13:10 wurde relativ schnell wieder zum 15:10 gedreht. Die Folgezeit gehörte dann den Gelb-Weißen, die sich mit 2 weiteren Toren auf 17:10 absetzten. In dieser Phase war – wie aber auch im gesamten Spiel – Verlass auf Markus Wiedemann im Tor, der den ein oder anderen Ball hielt und somit dem NSV die Hochphase bescherte. Bei diesem Vorsprung blieb es dann auch bis zum Ende des Spiels. Zwar war Koweg weiterhin gefährlich und verkürzte immer wieder einmal den Spielstand, aber die Gelb-Weißen hatten immer die richtige Antwort parat und gewannen am Ende verdient mit 26:20. Leider war dieses Spiel aber kein Leckerbissen für die Zuschauer, viel zu viele Entscheidungen waren auf beiden Seiten nicht nachvollziehbar und nach klarer Ansage der Schiedsrichter nach der Halbzeitpause zog sich das Spiel in der zweiten Hälfte richtig zäh hin. Viel Kampf und teilweise Krampf bestimmten das Geschehen, welches aber zum Glück für die Gelb-Weißen den wohl richtigen Sieger fand. Nächste Woche trifft man auf den Absteiger aus der Sachsenliga – HVH Kamenz – welcher als Favorit ins Spiel gehen wird. Die Görlitzer müssen die sich bietenden Chancen nutzen und hoffen am Ende auf ein ausgeglichenes Spiel.
Vor dem Spiel wurde dem NSV Gelb-Weiß Görlitz durch Dirk Hübner, Vertreter der Interhyp AG und ehemaliger Spieler des NSV, ein symbolischer Scheck über 1000 EUR übergeben. Mit diesem Geld wurden die neuen Erwärmungsshirts der Mannschaft finanziert – ein recht herzlicher Dank geht an die Interhyp AG und Dirk Hübner. Dieser ließ es sich dann auch nicht nehmen, in diesem Spiel offiziell als Wischer mit zu wirken.

NSV Gelb-Weiß Görlitz
Tor: Markus Wiedemann
Feld: Matthias Krausche (9 Tore/2 Siebenmeter), Georg Geisler (1), Lennard Mischock (1), Marius König (1), Robert Kubitz, Thomas Seeliger, Marco Schlesier (1), Max Weinhold (6), Tai Do Ngoc (6/2), Louis Schilling (1)

SV Koweg Görlitz II
Tor: Max Hertrampf, David Schulz
Feld: Torsten Schramm (1 Tor/1 Siebenmeter), Tino Wallor (1), Danilo Krause (6), Mathias Fröck (2), Rene Neumann (1), Peter Henker (1), Torsten Kuhnt (3/1), Marc Rechner, Andre Feja (4), Philipp Dührig (1), Jannis Haberland

Gelbe Karten: NSV 4, Koweg 3; Zeitstrafen: NSV 3, Koweg 7; Siebenmeter: NSV 5, Koweg 3

NSV Gelb-Weiß Görlitz – LHV Hoyerswerda II 24:17 (11:07)
Souveräner Arbeitssieg bringt die ersten beiden Punkte

Am Samstagabend traf die 1.Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz auf die Reserve des LHV Hoyerswerda. Mit nur 10 Spielern angereist und einer 10-Tore-Niederlage in der Vorwoche war dieser Gegner dennoch nicht zu unterschätzen. Die jungen Spieler sind allesamt technisch gut ausgebildet und auch konditionell muss eine numerische Unterzahl nicht immer von Nachteil sein. Die Gelb-Weißen konnten zwar 13 Spieler aufweisen, doch war der Rückraum nicht wirklich gut besetzt – zumal das Zusammenspiel der vorhandenen Rückraumakteure noch nicht wirklich oft trainiert werden konnte. Dennoch war die Devise die erwartete offensive Abwehr mit viel Laufbereitschaft zu bewegen und vor allem aus der eignen 6-0-Abwehr heraus, Druck zu machen. Bis zum 2:2 in der 6.Spielminute brauchten die Görlitzer, um sich auf die gegnerische Abwehr und deren Angriff einzustellen, fanden aber in der Folgezeit die richtigen Mittel. Vor allem Matthias Krausche machte viel Dampf und erzielte bis zur Pause 6 Treffer und glänzte mit einigen guten weiteren Aktionen. Aber auch Georg Geisler brachte viel Bewegung ins Spiel und so führten die Hausherren zur Pause mit 11:7. Diese Führung war auch Markus Wiedemann im Tor zu verdanken, der einige Fehler der Abwehr – die aber dennoch einen guten Job machte – ausmerzte. In der Pause gab es nicht viel zu bemängeln – außer der Chancenverwertung. Zurück auf dem Feld machten die Görlitzer da weiter, wo sie aufgehört hatten. Die Abwehr verschob in der gewohnten 6-0 gut seitlich und fand größtenteils auch Antworten auf das immer wiederkehrende Spiel mit 2 Kreisläufern der Zusestädter. Und wenn dennoch eine Chance geboten wurde, stand dann noch Markus Wiedemann im Tor. Der Vorsprung pegelte sich bei 4 bis 5 Toren ein und bis zum Schlusspfiff wurde dieser sogar noch auf 7 Tore erhöht. Dieser ungefährdete 24:17-Start-Ziel-Sieg darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Gegner noch viel mit sich und seinem eigenem Zusammenspiel kämpfte und vor allem die Chancen noch besser verwertet werden müssen. Das eigene Zusammenspiel muss ebenfalls weiter trainiert werden, damit in einer Woche beim nächsten Heimspiel gegen den SV Koweg Görlitz II erneut ein Sieg gefeiert werden kann.

Tor: Gunnar Zähnsch, Markus Wiedemann
Feld: Matthias Krausche (9 Tore/2 Siebenmeter), Marco Schlesier (2), Tony Klose, Louis Schilling (1), Michael Gräber (2), Thomas Seeliger, Georg Geisler (3), Tai Do Ngoc (7/1), Robert Kubitz, Marius König, Lennard Mischock

Gelbe Karten: Görlitz 3, Hoyerswerda 2; Zeitstrafen: Görlitz 1, Hoyerswerda 1; Siebenmeter: Görlitz 3, Hoyerswerda 1

SG Oberlichtenau - NSV Gelb-Weiß Görlitz         32:27 (18:11)
Zu viele Fehler besiegeln klare Niederlage

Wie schon fast jede bisherige Saison reiste die 1.Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz zur Mannschaft der SG Oberlichtenau. Und fast immer war für die Gelb-Weißen im ersten Saisonspiel kaum etwas zu holen. Zu groß sind die Unwägbarkeiten, da die Saisonvorbereitung bei einigen Spielern nicht optimal verlief. So musste man sich drauf verlassen, dass die Spieler sich lange genug kennen und in Bezug auf den Gegner wurde auf das Wissen der Vorjahre zurückgegriffen. Und dies bedeutete, dass man sich keine Fehler leisten durfte und im Rückwärtsgang besonders aufmerksam sein musste. Doch genau diese beiden Vorgaben wurden nicht umgesetzt. Bis zum 6:4 aus Görlitzer Sicht war das Spiel ganz in Ordnung, doch in der Folgezeit häuften sich die Fehler (egal ob im Wurf oder bei Abspielen) und Oberlichtenau zog das gefürchtete Tempospiel auf. Binnen 5 Minuten wurde aus einem 7:4 ein 11:5 und als sich die Neißestädter wieder fingen und auf 15:11 verkürzten, waren es wieder einfache Ballverluste, die am Ende die 18:11-Pausenführung für Oberlichtenau bedeuteten. Aber Aufgeben ist keine wirkliche Option und so wurden die Schwachpunkte im gelb-weißen Spiel während der Pause angesprochen und gedanklich sollte noch einmal mit 0:0 gestartet werden. Zwar wurde im Spiel nun besser agiert, aber am Rückstand änderte sich nicht viel. Beim 22:15 und später beim 28:21 waren es immer noch 7 Tore. Mit noch 10 Minuten Spielzeit wurde während der Auszeit noch einmal an den Kampfgeist appelliert, da man sich hier nicht unter Wert verkaufen sollte. Diese Pause brachte noch einmal frischen Wind ins Görlitzer Spiel und der Rückstand konnte auf 4 Tore reduziert werden (29:25). So sah das Ergebnis am Ende mit 32:27 nicht ganz so deutlich aus, wie es hätte nach dem Spielverlauf sein können. Im Angriff blieb beim NSV vieles Stückwerk und auch die Abwehr benötigt wohl noch ein zwei Spiele, um sich wieder zu finden. Ein gutes Debüt feierte in diesem Spiel Georg Geisler, der im Angriff viel Bewegung brachte und 3 Tore selbst erzielte.
Nächste Woche empfangen die Neißestädter die zweite Vertretung des LHV Hoyerswerda und da sollte mit einer Leistungssteigerung und mehr Konzentration durchaus ein Punktgewinn drin sein.

Tor:  Sebastian Fiebig, Markus Wiedemann
Feld: Maciej Przybysz (5 Tore/2 Siebenmeter), Georg Geisler (3), Matthias Krausche (5), Thomas Seeliger, Ronny Blümke, Michael Gräber (3), Tai Do Ngoc (4/3), Marco Schlesier (1), Marius König, Falk Pabst (6)

Gelbe Karten: Görlitz 3, Oberlichtenau 3; Zeitstrafen: Görlitz 2, Oberlichtenau 6; Siebenmeter: Görlitz 7, Oberlichtenau 2