Spielberichte 2021/2022

Radeberger SV II - NSV Gelb-Weiß Görlitz 39:32 (17:14)
Staffelfavorit setzt sich am Ende ungefährdet durch

Am Sonntagabend reiste die Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz zur zweiten Mannschaft des Radeberger SV. Diese Mannschaft besteht aus vielen jungen und technisch gut ausgebildeten Spielern und diese haben in den ersten 2 bisherigen Spielen im Schnitt 37 Tore geworfen. Und dies geschah vor allem aus dem Rückraum, so dass die Gelb-Weißen für ihre Abwehrarbeit gewarnt waren. Zur Vorbereitung des Spiels konnte noch von 14 Spielern ausgegangen werden und dies obwohl neben Matthias Krausche auch noch mit David Stasiak und Thomas Seeliger beide etatmäßigen Kreisläufer und Mittelblockspieler ausfielen. Aber je näher der Spieltag rückte, gingen langsam die Spieler aus. Absagen mussten aus den verschiedensten Gründen Tai Do Ngoc, Mathias Hutter, Julian Saling und zwei Stunden vor Spielbeginn auch noch Falk Pabst. Somit kam erneut David Queisser nach 2 Jahren zu seiner Einsatzchance und auch Ronny Effenberger sollte seine Möglichkeiten am Kreis erhalten. Weiterhin standen mit Ronny Blümke der Übungsleiter und Markus Wiedemann ein Torhüter als Feldspieler zur Verfügung. Da aber die Mischock-Zwillinge, Max Weinhold und Louis Schilling im Rückraum zur Verfügung standen, sollte mit breiter Brust gegen den Gastgeber agiert werden. Und vor allem Robert Mischock bestimmte die ersten Angriffsbemühungen der Gelb-Weißen und erzielte bis zum 4:5 allein 4 Tore. Die Abwehr fand aber auf den Rückraum der Radeberger noch keinen Zugriff und so ging es bis zur 15.Spielminute im Gleichschritt auf der Anzeigetafel voran (8:8). Die folgenden fünf Minuten gehörten ganz dem NSV und so führten diese mit 10:13 und zwangen die Hausherren zu ihrer Auszeit. Diese und eine dämliche Zeitstrafe brachten Radeberg wieder ins Spiel und in der 27. Minute auch wieder mit 15:14 in Führung. Bis zur Pause mussten die Neißestädter weitere 2 Tore verkraften und gingen mit 17:14 in die Kabine. Aushilfstrainer Matthias Krausche gab die Marschroute für die zweite Hälfte vor und in doppelter Überzahl für den NSV ging es zurück aufs Feld. Nach dem 18:16-Anschluss-Treffer folgten aber 3 Tore der Gastgeber (21:16) und der Rückstand wuchs bis Mitte der zweiten Hälfte auf 7 Tore an (27:20). Vor allem die eigene Trefferquote aber auch der wieder fehlende Zugriff auf den direkten Gegenspieler machten den Görlitzern zu schaffen. Die notwendige Auszeit brachte etwas Besserung und fielen die Tore auf beiden Seiten. Die Gelb-Weißen gaben sich nicht auf, konnten den Rückstand aber nur noch haten und am Ende das 40. Gegentor verhindern. Dies bedeutete aber dennoch eine 39:32-Niederlage, welche gegebenenfalls mit dem einen oder anderen Spieler mehr verhindert hätte werden können. Nun haben die Gelb-Weißen bis zum 11.12.2021 planmäßig spielfrei, doch ob dann das Spiel gegen die SG Oberlichtenau stattfinden kann, muss abgewartet werden.

NSV spielte mit
Tor: Sebastian Fiebig, Lukasz Szenkiel
Feld: Robert Mischock (7 Tore/3 Siebenmeter), Max Weinhold (8), Tony Klose (2), Markus Wiedemann (1), Lennard Mischock (5), Louis Schilling (5), David Queisser (1), Michael Gräber (3), Ronny Effenberger, Ronny Blümke

Gelbe Karten: Görlitz 2, Radeberg 3
Zeitstrafen: Görlitz 2, Radeberg 3
Siebenmeter: Görlitz 3, Radeberg 1

NSV Gelb-Weiß Görlitz – SG Sohland/Friedersdorf 31:20 (12:07)
Geschafft – erster Sieg der Saison souverän erkämpft

Am letzten Samstag traf in der Ostsachsenliga die Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz auf die Spielgemeinschaft aus Sohland und Friedersdorf. Beide Mannschaften waren am Tabellenende Nachbarn, wobei die Gelb-Weißen durch das Unentschieden gegen Cunewalde bereits einen Punkt auf der Habenseite hatten. Somit war dieses Kellerduell schon ein bisschen richtungsweisend, denn mit einem Sieg könnten die Gelb-Weißen sich ins Tabellenmittelfeld spielen. Die SG aus dem Oberland hat ihre beiden Spiele bisher mit nur einem Minimalkader bestreiten können und verloren und auch diesmal standen nur acht gegnerische Feldspieler im Spielprotokoll. Die Görlitzer mussten auf Matthias Krausche, David Stasiak und Tony Klose verzichten, hatten aber dennoch eine nominell und auch qualitativ gute Mannschaft am Start. So gesehen sollte unbedingt ein Sieg eingefahren werden. Aber die ersten 11 Spielminuten waren im Angriff schrecklich. Immer wieder wurden gute Wurfchancen von allen Positionen nicht genutzt und es dauerte eben bis zur 11. Spielminute, ehe Robert Mischock das erste Tor erzielen konnte. Zum Glück stand die Abwehr sicher und auch Markus Wiedemann im Tor vereitelte einige Großchancen, so dass es nur 1:2 stand. Der Treffer war aber das Wecksignal für die Hausherren und mit 3 weiteren Toren wurde der Spielstand auf 4:2 gedreht. In der 17.Spielminute nahmen die Gäste ihre Auszeit und wollten so den Lauf stoppen. Aber die Neißestädter waren nun im Spiel angekommen und bauten die Führung bis zur Pause auf 12:7 aus. Dies gelang, obwohl im Angriff viel zu viele Fehler gemacht und auch viel zu viele Fehlwürfe zu verbuchen waren. Aber auf die Abwehr und einen starken Torhüter war Verlass, so dass diese Führung auch verdient war. In der Pause wurde vor allem der Angriff angesprochen und es sollte entsprechend die Konzentration erhöht werden. Dies wurde dann auch von den eingesetzten Spielern teilweise umgesetzt und der Vorsprung wurde bis auf 22:14 ausgebaut. Sohland/Friedersdorf gab sich im gesamten Spiel nicht auf und war immer wieder mit schnellen Umschaltspiel gefährlich. Aber Markus Wiedemann und später auch Lukazs Szenkiel erwischten einen guten Tag und hielten die Führung fest. Beim 25:15 war erstmals eine 10-Tore-Führung erworfen und diese hielten die Gelb-Weißen bis zum Schluss. Den Schlusspunkt setzte Ronny Effenberger per Siebenmeter zum 31:20-Endstand. Trotz des hohen Sieges muss dennoch festgestellt werden, dass im gesamten Spiel viel zu viele Fehlwürfe zu verzeichnen waren. Dies lag einmal an den starken Torhütern der Gäste aber auch an der Unkonzentriertheit der Görlitzer. Nun gilt es abzuwarten, wie sich die allgemeine Lage in Sachsen entwickelt und ob am 14.11.2021 bei Radeberger SV II angetreten werden kann. Dieses Spiel wird am ungeliebten Sonntag um einiges schwerer, da dann nicht der Kader dieser Woche zur Verfügung stehen wird.

NSV spielte mit
Tor: Markus Wiedemann, Lukasz Szenkiel
Feld: Robert Mischock (9 Tore/3 Siebenmeter), Max Weinhold (5/1), Louis Schilling, Lennard Mischock (2), Matthias Hutter (3), Tai Do Ngoc (4), Julian Saling (2), Michael Gräber (4), Ronny Effenberger (1/1), Thomas Seeliger (1)

Gelbe Karten: Görlitz 1, Sohland 2
Zeitstrafen: Görlitz 1, Sohland 2
Siebenmeter: Görlitz 7, Sohland 4

NSV Gelb-Weiß Görlitz – HVH Kamenz 21:25 (10:13)
Wer nicht trifft, kann nicht gewinnen

Am dritten Spieltag der Ostsachsenliga empfing die Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz die Mannschaft des HVH Kamenz. Nachdem letzte Woche nur eine „Notmannschaft“ auf dem Protokoll stand, waren diese Woche einige Spieler zurück. Mit der vollen Bank und damit auch genügend Wechselalternativen sollte der technisch versierte und spielstarke Gegner unter Druck gesetzt werden, um so lange wie möglich dran zu bleiben. Die Schlüsselspieler von Kamenz sind bekannt und sollten in der Defensive entsprechend bekämpft werden. Der Beginn des Spiels verlief auf beiden Seiten äußerst zäh und nach 6 Minuten stand lediglich ein 1:1 auf der Anzeigetafel. Und bis zum 3:4 (13. Spielminute) blieb es bei der sehr mageren Handballkost. Auch die früh genommene Auszeit der Hausherren änderte am Spiel nichts. Im Angriff kam man mit der Abwehr des HVH nicht klar, man spielte viel zu viel quer und machte einfachste Fehler. Dass sich mit Matthias Krausche auch noch ein wichtiger Spieler verletzte, spielte den Gelb-Weißen nicht in die Karten. Kamenz bedankte sich mit Tempogegenstössen bei den Görlitzern und ging mit 4:9 in Führung (19. Minute). Diese hielten sie auch bis zur Pause mit 10:13 bei. In der Halbzeitansprache mussten eigentlich nur 3 Sachen bemängelt werden: die Chancenverwertung, wenn man sich doch durch die Abwehr kämpfte, die vielen technischen Fehler und daraus resultierend Tempogegenstösse und der fehlende Druck von allen Positionen. Zu Beginn der zweiten Hälfte wurden ein paar Umstellungen vorgenommen und man konnte spüren, dass die Neißestädter gewillt waren, das Spiel zu drehen. Nur wollte sich dies noch nicht auf der Anzeigetafel bemerkbar machen. Kamenz hielt bis zur 45. Minute eine 14:19-Führung, welche sich sogar bis auf 16:22 erhöhte. Ein Aufbegehren des NSV wurde durch Fehlwürfe und technische Fehler zu Nichte gemacht und Kamenz behielt den Vorsprung bei 19:24 bei noch verbliebenen 3 Spielminuten. Man konnte den Gelb-Weißen den Willen nicht absprechen und auch mit der offensiveren Abwehr in den letzten 10 Minuten konnte Kamenz ein bisschen unter Druck gesetzt werden, aber immer wieder, wenn die Chance da war, kam es zu einem Fehlwurf oder technischen Fehler. Am Ende verloren die Gelb-Weißen mit 21:25, dies aber nicht, weil der Gegner so stark war (er machte, was nötig war), sondern weil man es sich trotz guter Chancen einfach selbst schwer machte. Positiv zu erwähnen waren die Leistungen von Lennard Mischock in Angriff und Abwehr und auch Torhüter Lukasz Szenkiel zweigte einige tolle Paraden. Auch wurden alle Über- aber auch Unterzahlspiele ausgeglichen oder mit einem Toreplus beendet. In der nun spielfreien Zeit gilt es, weiter und verstärkt am Wurfverhalten zu arbeiten, um dann nach den Herbstferien am 06.11.2021 gegen die SG Sohland/Friedersdorf endlich Punkte bejubeln zu können.

NSV spielte mit
Tor: Markus Wiedemann, Lukasz Szenkiel

Feld: Lennard Mischock (7 Tore/4 Siebenmeter), David Stasiak, Falk Pabst (2), Tony Klose (1), Matthias Hutter, Tai Do Ngoc (3), Julian Saling (2), Michael Gräber (6), Ronny Effenberger, Thomas Seeliger, Matthias Krausche, Ronny Blümke (n.e.)

Gelbe Karten: Görlitz 2, Kamenz 4
Zeitstrafen: Görlitz 4, Kamenz 5
Siebenmeter: Görlitz 5, Kamenz 2

SV Lok Schleife - NSV Gelb-Weiß Görlitz 27:20 (16:11)
Niederlage mit Notmannschaft – aber die Einstellung stimmt

Zum ersten Auswärtsspiel reiste die Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz zum SV Lok Schleife. Auf Grund diverser Absagen waren nur 11 Spieler am Start, wobei 2 davon seit über 2 Jahren keinen Handball in der Hand hatten. Ein großer Dank geht an Markus Wiedemann und Lennard Mischock, die eigentlich andere Pläne für das Wochenende hatten, aber sich dennoch der Mannschaft zur Verfügung stellten. Angesicht des Spielerpotenzials gestaltete sich die Aufstellung sehr schwierig. Torhüter Markus Wiedemann agierte als Feldspieler und auch Kreisläufer David Stasisak musste auf der Außenposition ran. Und auch der Rückraum stellte sich quasi von selbst auf. Somit war ein geordneter Spielaufbau schwierig und die Vorgabe lautete, als Mannschaft mit Einzelaktionen zu agieren. Außerdem sollte gegen die sehr jungen Gegenspieler die Fehlerquote niedrig gehalten werden, um nicht zu viele Tempogegenstösse zu fangen. Aber als es nach 5 Minuten bereits 4:1 für Schleife stand, konnte einem schon Böses für den Spielausgang in den Sinn kommen. Aber die Spieler nahmen die ungewöhnliche Situation an und kämpften sich auf 6:4 heran. Doch dieses Strohfeuer hielt nicht lange und Schleife baute die Führung bis zum 16:8 aus. Obwohl das Rückzugsverhalten der Gelb-Weißen in Ordnung war, brachten die Vielzahl an Fehlwürfen und nicht erfolgreichen Kreisanspiele Schleife immer wieder in Ballbesitz und somit zur hohen Führung. Aber kampflos gaben sich die Görlitzer nicht auf und verkürzten bis zum Halbzeitpfiff den Spielstand auf 16:11. Wirklich unzufrieden konnte in der Kabine auf Grund der Umstände keiner sein und so galt es in der zweiten Halbzeit weiter zu kämpfen und den Rückstand nicht zu groß werden zu lassen. Und die Spieler hatten verstanden. Bis zur 40. Minute wurde der Rückstand halbiert (19:16) und jeder Spieler ging konzentriert zu Werke. Aber weiter verkürzt werden konnte nicht, da Schleife die kurze Schwächephase überwand und 6 Minuten später wieder mit 7 Toren führte (23:16). Bei den Gelb-Weißen spürte man den Kraftverlust und die Zahl der Fehlwürfe und technischen Fehler stieg wieder. In der Abwehr kämpften sie aber bis zum Schlusspfiff und hielten so den Abstand konstant. Am Ende verloren die kämpferisch überzeigenden Gelb-Weiß mit 27:20. Neben den bereits Genannten muss auch ein Dank an David Queisser und David Jäschke ausgesprochen werden, die nach 2 Jahren wieder die Handballschuhe schnürten und sich ebenfalls in den Dienst der Mannschaft stellten. Nächste Woche kommt der HVH Kamenz in die Jahnsporthalle und hoffentlich kann wieder mit mehr Alternativen auf dem Parkett agiert werden, um gegebenenfalls gegen diese sehr erfahrene Mannschaft etwas Zählbares zu erreichen.
Auf Grund der aktuellen Entwicklung wird dieses Spiel unter den 3G-Regelungen ausgetragen werden.

NSV spielte mit
Tor: Sebastian Fiebig
Feld: Julian Saling (6 Tore/1 Siebenmeter); David Stasiak (1), Matthias Hutter (5), Markus Wiedemann (2), Thomas Seeliger (1), David Jäschke, David Queisser, Lennard Mischock (5/1), Ronny Effenberger, Ronny Blümke (n.e.)
Gelbe Karten: Görlitz 0, Schleife 2
Zeitstrafen: Görlitz 4, Schleife 6
Siebenmeter: Görlitz 5, Schleife 3

NSV Gelb-Weiß Görlitz - HVO Cunewalde II 25:25 (15:12)
Am Ende verlieren die Gelb-Weißen einen Punkt

Zum Beginn der neuen Ostsachsenligasaison traf die Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz auf die zweite Vertretung des HVO Cunewalde. Die unglückliche Niederlage in der Vorwoche im Pokal sollte für die Saison aber durchaus Mut machen, da man gezeigt hat, was in der Mannschaft steckt. Aber bereits im ersten Ligaspiel musste man auf fünf Akteure planmäßig verzichten und zwei weitere kurzfristige Ausfälle mussten zusätzlich verkraftet werden. Dennoch standen 13 Spieler zur Verfügung und auch diese können alle Handball spielen. Der Verweis auf altbewährte Kombinationen sowie der Einsatz von individuellen Einzelaktionen gaben den Spielplan vor und nach Anpfiff war dies auch das, was eine 2:0-Führung brachte. In der Abwehr konnte die gewohnte 6-0-Formation mit dem großen Mittelblock nicht aufgeboten werden und so musste im offensiveren 5-1 agiert werden. Markus Wiedemann im Tor brachte zusätzliche Sicherheit und so spielten die Gelb-Weißen munter mit und lagen bis zum 5:5 immer in Führung, Und selbst als Cunewalde in Führung ging, brachen die Hausherren nicht auseinander. In der Abwehr kämpfte jeder für jeden und im Angriff wurde trotz deutlicher körperlicher Unterlegenheit die Chance in der 1:1-Situation gesucht. Lohn der Mühe war die erneute gelb-weiße Führung, welche bis zum Halbzeitpfiff auf 15:12 ausgebaut wurde. Sichtlich zufrieden mit der ersten Hälfte wurden die wenigen Fehler angesprochen und mit dem Willen gleich nachzusetzen, ging zurück aufs Feld. Und bis zur 34. Minute wurde der Vorsprung sogar auf 6 Tore erhöht (18:12). Aber der Abnutzungskampf gegen die körperlich sehr robuste HVO-Abwehr blieb nicht ohne Folgen. Etwas einfallslos wurden die nächsten Angriffe nicht erfolgreich abgeschlossen und Cunewalde verkürzte auf 18:15. Erst eine verdiente Überzahlsituation brachte nach 10 Minuten Torflaute wieder einen Treffer für den NSV. Beim 22:17 konnte die Neißestädter noch einmal eine 5-Tore-Führung verbuchen, welche bis zur 55. Spielminute beim 23:19 nahezu Bestand hatte. Aber es verblieben noch 5 Spielminuten und Cunewalde erhöhte in der Folgezeit noch einmal den Einsatz in der Abwehr und beeindruckte die Gelb-Weißen dadurch. Auch die höherklassige Erfahrung einiger Gästespieler kam nun noch einmal zum Tragen und so schmolz der Vorsprung bis auf 24.23 bei noch 90 Sekunden Spielzeit. Bei verbleibenden 45 Sekunden verwandelte Julian Saling nervenstark einen Siebenmeter zum 25:23 und die Gäste nahmen ihre letzte Auszeit. Der besprochene Wurf fand dann auch den Weg ins gelb-weiße Tor und nun lag es an den Hausherren, die Zeit runterzuspielen. Cunewalde ging natürlich in die Manndeckung und Michael Gräber konnte diese durch ein geschicktes Prellsolo umspielen. Am Kreis wurde eine klare Chance herausgespielt, aber leider nicht erfolgreich verwertet. Und so kam es, wie es kommen musste, Cunewalde ging in den Gegenangriff und wurde am Kreis des NSV gestoppt. Es hätte schon sehr viel Glücks bedurft, dass diese Aktion nicht mit einem Siebenmeter bestraft worden wäre und so netzten die Gäste nervenstark den Siebenmeter zum glücklichen 25:25-Endstand ein. Wie immer bei solchen Spielausgängen stellt sich die Frage, war es ein verlorener Punkt. Und diesmal ist die Antwort eindeutig – JA. Noch lange nach dem Spiel gab es diese Hätte-man-Diskussionen, da die Gelb-Weißen eigentlich alle Trümpfe in der eigenen Hand hatten. Man hätte den letzten Wurf reinmachen können, man hätte den Ball länger halten können oder man hätte auch rechtzeitig noch einmal eine Auszeit nehmen können. Aber man hat nicht und somit muss man mit diesem Punkt zufrieden sein. Und dies können die Gelb-Weißen auch. Kämpferisch haben sie sich nichts vorzuwerfen und auch die Fehlerquote war wieder sehr gering und bei dieser Aufstellung wäre man vor dem Spiel mit einem Unentschieden sofort zufrieden gewesen. Nun gilt es für nächste Woche zu schauen, welche Spieler zur Verfügung stehen, um dann bei SV Lok Schleife erfolgreich auftreten zu können.

NSV spielte mit
Tor: Sebastian Fiebig, Markus Wiedemann, Lukasz Szenkiel (n.e.)
Feld: Julian Saling (8 Tore/3 Siebenmeter), David Stasiak (1), Max Weinhold (5), Tony Klose (1), Matthias Hutter,  Robert Mischock (3), Lennard Mischock (1), Michael Gräber (6), Ronny Effenberger (n.e.), Ronny Blümke (n.e.)

Gelbe Karten: Görlitz 3, Cunewalde 3
Zeitstrafen: Görlitz 0, Cunewalde 2
Siebenmeter: Görlitz 3, Cunewalde 4

 

NSV Gelb-Weiß Görlitz - SV Lok Leipzig-Mitte 22:23 (10:12)
Gegen Verbandsligisten im HVS-Landskron-Pokal ausgeschieden

Am Samstag durfte die Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz nach fast einem Jahr Handballabstinenz wieder auf dem Parkett zeigen, was sie kann. Vor dem Saisonbeginn in der Ostsachsenliga stand dabei ein kleines Highlight auf dem Programm, da man dieses Jahr im HVS-Landskron-Pokal auch als Bezirksligist melden durfte, nutzten die Gelb-Weißen dies, um mal einen anderen Gegner zu bespielen. Die Losfee bescherte dabei mit dem SV Lok Leipzig-Mitte einen Verbandsligisten der Weststaffel als Gegner. Natürlich waren die Leipziger als höherklassige und da auch etablierte Mannschaft der Favorit in der Begegnung. Aber auf Grund der sehr gut besetzten Bank der Görlitzer, rechnete man sich durchaus ein paar Chancen aus und wollte das Spiel so lange wie möglich offenhalten. Die Leipziger spielten von Anfang an mit 7 Feldspielern und die Görlitzer mussten diese ungewohnte Herausforderung annehmen. Die Anfangsphase war auf beiden Seiten (wohl auch auf Grund der langen Pause) von Unsicherheiten und Nervosität geprägt und es fielen wenig Tore. Nach dem 2:2 in der 8.Spielminute setzten sich die Gäste mit einem 3:0-Lauf auf 2:5 ab und man hätte annehmen können, dass dies auch ein Fingerzeig für den weiteren Spielverlauf ist. Aber die Gelb-Weißen waren nur kurz geschockt. Mit einem eigenen 3:0-Lauf wurde der Spielstand egalisiert und in der 17. Spielminute nahmen die Leipziger ihre erste Auszeit. Die Görlitzer nutzten dies zu einigen Wechseln, um so ein paar frische Kräfte auf die Platte zu schicken. Bei der ersten Zeitstrafe im Spiel setzten die Leipziger auf offene Manndeckung. Aber Michael Gräber konnte sich mit einem tollen Solo durch die komplette Leipziger Mannschaft prellen und erzielte den 6:7-Anschlusstreffer. Der SV Lok Leipzig-Mitte blieb weiterhin in Front (7:9 und 8:11) und die Seiten wurden mit 10:12 gewechselt. Für die Gelb-Weißen war somit noch alles drin und es gab nicht wirklich viel zu kritisieren. Die 6-0-Abwehr sollte gegen die beiden Kreisläufer etwas defensiver stehen und im Angriff mussten einfach nur die Chancen genutzt werden. Nach dem Wiederanpfiff blieb erst einmal der Gast aus Leipzig in Front und behielt bis zur 37.Spielminute die 3-Tore-Führung (12:15). Aber folgend wurden Ballgewinne in der NSV-Abwehr schnell vor das Leipziger Tor gebracht und keine 3 Minuten später der 15:15-Ausgleich erzielt. Mit dem 18:17 in der 45.Minute gingen die Gelb-Weißen erstmals im Spiel in Führung und diese bauten sie mit weiteren 3 Treffern zum 21:17 (50. Minute) aus. Aber der Verbandsligist blieb ruhig und spielte weiterhin mit dem siebenten Feldspieler. Ein paar kleine Fehler in der sonst stabilen Abwehr des NSV ermöglichten Anschlusstreffer und beim 22:20 nahm die Heimmannschaft ihre Auszeit. Es wurden noch einmal Umstellungen vorgenommen und vor allem die Konzentration beschworen. Beim Stand von 22:21 kam es bei verbleibenden 3:30 Minuten auf der Uhr zur Vorentscheidung im Spiel. Eine mehr als fragwürdige Hinausstellung und eine folgende für eine Unbeherrschtheit auf der Bank bedeuteten 2 Spieler weniger auf dem Feld. Leipzig nutzte die numerische Überlegenheit und ging mit 22:23 in Führung. Die letzte Auszeit der Hausherren 2 Minuten vor Abpfiff sollte die Spieler noch einmal fokussieren und obwohl Chancen da waren, wollte das entscheidende Tor zum Ausgleich nicht gelingen. Am Ende verlor man ein Spiel gegen einen höherklassigen Gegner mit 22:23, kann aber sehr stolz auf die gezeigte Leistung sein. Jeder eingesetzte Spieler fügte sich nahtlos in das Spielgeschehen ein und auch die Abwehrarbeit gegen den siebenten Feldspieler war sehr gut. Alle zeigten, dass man durchaus gut spielen kann und so sollten auch die kommenden Spiele im Ligabetrieb bestritten werden.

Super gekämpft haben:
Tor: Markus Wiedemann, Gunnar Zähnsch

Feld: Matthias Krausche (5 Tore/1 Siebenmeter), Georg Geisler, David Stasiak, Max Weinhold (6), Falk Pabst, Tai Do Ngoc (1), Thomas Seeliger (2), Matthias Hutter (1), Julian Saling (2), Lennard Mischock, Louis Schilling (1), Michael Gräber (3)

Gelbe Karten: Görlitz 3, Leipzig 3
Zeitstrafen: Görlitz 3, Leipzig 3
Siebenmeter: Görlitz 3, Leipzig 5