Spielberichte 2021/2022

NSV Gelb-Weiß Görlitz - SV Lok Leipzig-Mitte 22:23 (10:12)
Gegen Verbandsligisten im HVS-Landskron-Pokal ausgeschieden

Am Samstag durfte die Männermannschaft des NSV Gelb-Weiß Görlitz nach fast einem Jahr Handballabstinenz wieder auf dem Parkett zeigen, was sie kann. Vor dem Saisonbeginn in der Ostsachsenliga stand dabei ein kleines Highlight auf dem Programm, da man dieses Jahr im HVS-Landskron-Pokal auch als Bezirksligist melden durfte, nutzten die Gelb-Weißen dies, um mal einen anderen Gegner zu bespielen. Die Losfee bescherte dabei mit dem SV Lok Leipzig-Mitte einen Verbandsligisten der Weststaffel als Gegner. Natürlich waren die Leipziger als höherklassige und da auch etablierte Mannschaft der Favorit in der Begegnung. Aber auf Grund der sehr gut besetzten Bank der Görlitzer, rechnete man sich durchaus ein paar Chancen aus und wollte das Spiel so lange wie möglich offenhalten. Die Leipziger spielten von Anfang an mit 7 Feldspielern und die Görlitzer mussten diese ungewohnte Herausforderung annehmen. Die Anfangsphase war auf beiden Seiten (wohl auch auf Grund der langen Pause) von Unsicherheiten und Nervosität geprägt und es fielen wenig Tore. Nach dem 2:2 in der 8.Spielminute setzten sich die Gäste mit einem 3:0-Lauf auf 2:5 ab und man hätte annehmen können, dass dies auch ein Fingerzeig für den weiteren Spielverlauf ist. Aber die Gelb-Weißen waren nur kurz geschockt. Mit einem eigenen 3:0-Lauf wurde der Spielstand egalisiert und in der 17. Spielminute nahmen die Leipziger ihre erste Auszeit. Die Görlitzer nutzten dies zu einigen Wechseln, um so ein paar frische Kräfte auf die Platte zu schicken. Bei der ersten Zeitstrafe im Spiel setzten die Leipziger auf offene Manndeckung. Aber Michael Gräber konnte sich mit einem tollen Solo durch die komplette Leipziger Mannschaft prellen und erzielte den 6:7-Anschlusstreffer. Der SV Lok Leipzig-Mitte blieb weiterhin in Front (7:9 und 8:11) und die Seiten wurden mit 10:12 gewechselt. Für die Gelb-Weißen war somit noch alles drin und es gab nicht wirklich viel zu kritisieren. Die 6-0-Abwehr sollte gegen die beiden Kreisläufer etwas defensiver stehen und im Angriff mussten einfach nur die Chancen genutzt werden. Nach dem Wiederanpfiff blieb erst einmal der Gast aus Leipzig in Front und behielt bis zur 37.Spielminute die 3-Tore-Führung (12:15). Aber folgend wurden Ballgewinne in der NSV-Abwehr schnell vor das Leipziger Tor gebracht und keine 3 Minuten später der 15:15-Ausgleich erzielt. Mit dem 18:17 in der 45.Minute gingen die Gelb-Weißen erstmals im Spiel in Führung und diese bauten sie mit weiteren 3 Treffern zum 21:17 (50. Minute) aus. Aber der Verbandsligist blieb ruhig und spielte weiterhin mit dem siebenten Feldspieler. Ein paar kleine Fehler in der sonst stabilen Abwehr des NSV ermöglichten Anschlusstreffer und beim 22:20 nahm die Heimmannschaft ihre Auszeit. Es wurden noch einmal Umstellungen vorgenommen und vor allem die Konzentration beschworen. Beim Stand von 22:21 kam es bei verbleibenden 3:30 Minuten auf der Uhr zur Vorentscheidung im Spiel. Eine mehr als fragwürdige Hinausstellung und eine folgende für eine Unbeherrschtheit auf der Bank bedeuteten 2 Spieler weniger auf dem Feld. Leipzig nutzte die numerische Überlegenheit und ging mit 22:23 in Führung. Die letzte Auszeit der Hausherren 2 Minuten vor Abpfiff sollte die Spieler noch einmal fokussieren und obwohl Chancen da waren, wollte das entscheidende Tor zum Ausgleich nicht gelingen. Am Ende verlor man ein Spiel gegen einen höherklassigen Gegner mit 22:23, kann aber sehr stolz auf die gezeigte Leistung sein. Jeder eingesetzte Spieler fügte sich nahtlos in das Spielgeschehen ein und auch die Abwehrarbeit gegen den siebenten Feldspieler war sehr gut. Alle zeigten, dass man durchaus gut spielen kann und so sollten auch die kommenden Spiele im Ligabetrieb bestritten werden.

Super gekämpft haben:
Tor: Markus Wiedemann, Gunnar Zähnsch

Feld: Matthias Krausche (5 Tore/1 Siebenmeter), Georg Geisler, David Stasiak, Max Weinhold (6), Falk Pabst, Tai Do Ngoc (1), Thomas Seeliger (2), Matthias Hutter (1), Julian Saling (2), Lennard Mischock, Louis Schilling (1), Michael Gräber (3)

Gelbe Karten: Görlitz 3, Leipzig 3
Zeitstrafen: Görlitz 3, Leipzig 3
Siebenmeter: Görlitz 3, Leipzig 5